kontext 77: "Wenn Sie ein Bild von der Zukunft haben wollen, so stellen Sie sich einen Stiefel vor, der auf ein Gesicht tritt. Unaufhörlich."

dieses zitat aus "1984" von george orwell könnte als unsichtbarer leitsatz über dem gleich folgenden video stehen, welches unter dem titel "This Is What Democracy Looks Like" einfach bilder aus den letzten beiden jahren montiert - und darüber eine wirkung entfaltet, wie sie hunderte seiten schriftlicher und ausgefeilter analysen nicht hinbekommt. nichts gegen letztere, aber um sich dafür wirklich zu interessieren, muss überhaupt erst mal eine innere motivation vorhanden sein. und die könnte bei ansicht der folgenden bilder durchaus bei einigen entstehen.

zu sehen sind u.a. szenen aus griechenland, den usa, ägypten, spanien, chile, großbritannien... und bitte vorsicht, etliches davon kann selbst beim zusehen von einem "sicheren ort" traumatisch wirken.




und noch ein paar aktuelle nachrichten des tages:
  • in tel aviv hat sich bei den jüngsten israelischen sozialprotesten ein älterer mann aus verzweiflung und protest selbst angezündet und liegt mit schweren verbrennungen im krankenhaus
  • das neueste geplante "sparpaket" in griechenland enthält den ernsthaften vorschlag, alle sozialleistungen künftig zu einer zusammenzufassen und nur noch den "wirklich armen" -> geschätzt 20% der bevölkerung - zukommen zu lassen. wer allerdings "wirkliche armut" definiert, dürfen Sie dreimal raten
  • in bahrein hat das dortige westliche marionettenregime ein totalverbot aller oppositionellen kundgebungen/demonstrationen erlassen
und so nehmen die dinge ihren fatalen lauf, der den planeten als ganzes relativ ungerührt lassen dürfte - das ist zu beginn des videos der einzige punkt, den ich bzgl. der montagetechnik nicht gut finde -, für die menschliche spezies jedoch ungehindert in ein dystopisches desaster führen dürfte. wenn nicht noch ... (mit der eigenen inhaltlichen füllung der drei punkte lasse ich Sie jetzt in den sonntagnachmittag).
Grummel - 16. Jul, 10:14

"Es sind verzweifelte Gewaltfantasien, die nichts gutes verheißen." (Taz)

Ich hätte da auch noch eine .. nicht Rache sondern ne art Logik.

wenn eine psychopathische Perspektive Gewissen, Moral und Ethik so definiert ...
“psychologischer Pferch für die Massen” (der Soziopath von nebenan) und das "bestrafen" ...
Oder Eliten schon immer das "dumme Volk", den Pöbel bejammern der sich von Zeit zu Zeit auflehnt, Gewalt und Gräuel verübt... und so gar nicht machen will was man ihm befiehlt...

habe ich da auch eine nette Perspektive...


Liebe (auch Empathie) beflügelt und es sind diese "Flügel" die aus Menschen "Engel" machen.
Nun hat es sich eingebürgert diese "Flügel" zu stutzen (systemische Gewalt), sie den Menschen vergessen zu machen (PR und Status) und Bedingungen zu schaffen unter denen sie erst gar nicht wachsen können (Atomisierung). Wie in einer riesigen Geflügelfarm....
Dabei wird anscheinend übersehen das Gewissen, Moral, Ethik, auch Recht in einem Austausch von Mensch zu Mensch entstanden sind und entstehen, dass sie ein Garant für gutes Zusammenleben, Wohlstand, Gerechtigkeit, Freiheit und Frieden sind... der Pferch ....
Wenn man Engeln die Flügel stutzt, dann fallen sie ... in Schmerz und Not zerfällt der "Pferch", zerfällt das von dem du dich Psychopath ernährst.
Wenn der Pferch zerfallen ist gibt es nichts mehr was dich schützt, vor dem "Bösen" das du selbst gesäht hast.

Der Sturm kommt, Not-Wendig.... und wenn die Kinder mit deinen Eingeweiden spielen ... hast du die Chance nachzuvollziehen was du der Gemeinschaft angetan hast.




Böse? ... sorry, hab ab und an schlechte Laune ...

Grummel - 16. Jul, 12:34

Gehört auch zum Thema ...

http://www.miprox.de/USA_speziell/Warum_Amerikaner_beinahe_alles_glauben.html

Erinnert an "Propaganda Theorie und Praxis" von Thymian Bussemer.
Wednesday - 31. Jul, 10:48

Grenzwerte

Zitat: "Je offensichtlicher der Kapitalismus an seine inneren Grenzen stößt, desto stärker greift der Extremismus der Mitte um sich, desto rigider und gnadenloser wird die Unterwerfung unter das Diktat der kollabierenden Ökonomie eingefordert."

Der im Artikel erwähnte Robert Kurz ist übrigens kürzlich an den Folgen einer OP verstorben. Hier findet sich ein Nachruf.

Grummel - 1. Aug, 12:50

Mit dem "Extremismus" hat der Artikel wohl recht, mir stellt sich noch die Frage was zuerst war... extremes /fokusiertes/ abgegrenztes ökonomisches Denken welches Mangel (an sozialem etc. und damit Feedbacksys. ) erzeugt, oder ein Mangel der dieses Denken hervorgerufen hat?

Wenn ich mir überlege wie das so gekommen ist scheidet 2teres aus.
Im Gegenteil, Inovationen die der Allgemeinheit dienen wurden immer in den Zeiten realisiert als die Identität des Gemeinsamen intakt war.
Ökonomie und Soziales, sind wie Geld und Liebe, 2 Paar Stiefel.
Im System Mensch kann das eine das andere weder ersetzen noch ohne dieses Funktionieren.


Den begrenzten Realitätsinn der da dahinter steckt, also der Sinn der an den Grenzen der eigenen Identität/Realität aufhört und dazu führt das mit allem "anderen" wie mit einem Objekt verfahren wird ... extrem Ökonomisch... ist in seiner Konsequenz erschreckend.

Der Tellerrand als Begrenzung, der Teller als Bezugssystem und wenn der eigene Teller fällt scheinen die anderen Schuld zu sein weil sie sich weg bewegen... wenn dieser Teller an den Grenzen des Systems zu zerschellen droht ... bleibt nur Gewalt/Lüge/Betrug/Manipulation als Möglichkeit in einer Illusion des Gemeinsamen zu Zerschellen.

Wo ist das Wissen um diese Zusammenhänge hin? Sind diese (elitären) Menschen so entwurzelt? Was ist mit der DNA unserer Identität, die Evolution unserer Kultur, unseres "mensch seins"?... wissen "sie" nicht das Leben ohne "wissen" und "lernen" nicht auf Dauer bestehen kann und im Feuer der Veränderung vergeht?

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