kontext 7: "wolfsgesellschaft" - oder eine selbsterfüllende prophezeiung

in der heutigen online-ausgabe der zeit findet sich ein interview mit dem englischen autor j. g. ballard, dessen science fiction im grenzbereich zur "puren" phantastischen literatur ich hin und wieder ganz gerne lese. was er allerdings im interview für positionen bezieht, ist für mich ein beispiel dafür, wie mächtig die wirkungen von ideologien erstens sein können, und wie diese ideologien zweitens auf einem realen kern basieren - oder besser: auf bestimmten wahrnehmungen, welche nicht (mehr) als produzierte wahrgenommen werden (können).
gerade "katrina" hat allüberall, zumindest in diesem land, die beschwörungen des starken staates ausgelöst, ohne den wir alle schnurstracks zu einer art rücksichtslosem und mordlüsternen tier werden würden. die - zumindest nachdem, was den verschiedensten medien, auch augenzeugenberichten, so zu entnehmen ist - zweifellos stattgefundenen gewalttätigkeiten in den tagen unmittelbar nach dem sturm sind aber von ihrem ausmaß her sehr wahrscheinlich erstens nicht repräsentativ für das verhalten der mehrheit aller betroffenen, und spiegeln zweitens - und genau dieser punkt gehört mit zu denen, die ständig unterschlagen werden - das bereits vor der katastrophe stattfindende tägliche desaster in den slums und armenvierteln von new orleans wieder (eine imo sehr gute zusammenfassende analyse mit diversen links zum thema findet sich hier). das soziale gewaltverhältnisse dieses ausmaßes tatsächlich sehr materielle psychophysische folgen in den ihnen unterworfenen individuen auslösen können, hat sich noch nicht allzusehr herumgesprochen (was ich damit meine, lässt sich u.a. hier nachlesen, wie diese prozesse z.t. funktionieren, im buch "Die bedrohte Intelligenz". ) (edit am 9.9.: neben dem gerade erwähnten buch enthalten auch die in der literaturliste angeführten arbeiten von judith herman und joachim bauer einige informationen und beispiele zum thema neurophysiologische bzw. -anatomische veränderungen nach traumatischer man-made-violence)

die erwähnten beschwörungen des starken staates (deren hämische untertöne in deutschland unüberhörbar sind, und die imo tatsächlich etwas fest verankertes in diesem lande widerspiegeln, was sich in begriffen wie antiamerikanismus oder auch einer letztlich völkischen variante von kapitalismus"kritik" nur ungenau begreifen lässt) im zusammenhang mit der ebenfalls beschwörende züge annehmenden rituellen benutzung des wortes anarchie für das post-apokalyptische new orleans (nichts, aber auch nichts könnte weiter von der ordnung ohne herrschaft bzw. menschlichen selbstregulation der eigenen sozialen existenz, für die das wort anarchie berechtigt steht, entfernt sein als die dortigen zustände !) erinnern mich einerseits daran, dass gerade in deutschland einige nur zu gut bekannte versionen des starken staates im sinne von zwangsgemeinschaften sehr lange sehr beliebt waren (und z.t. noch sind), andererseits an meine zeit als freiwilliger bewohner einer therapiestation in einer staatlichen psychiatrischen klinik. da gab´s einen geläufigen witz, der sich im ausruf "struktur, struktur, gebt mir eine struktur!" zutreffend manifestierte - strukturen in dem sinne, dass zeit und raum von außen aufgeteilt und mit sinn versehen werden - eine geregelte lohnarbeit galt und gilt dabei nicht nur in psychiatrischen kliniken als das non-plus-ultra für eine(n) durchschnittliche(n) bewohner(in) der westlichen lebenswelten (der rest des lebens ist unausgesprochen, aber sehr wohl gefühlt, zweitrangig und soll sich quasi im anschluß an die erfüllung dieser hauptbedingung von selbst finden). derartiges gibt ganz offensichtlich sicherheit, und es ist imo nicht zu weit hergeholt, in solchen teilverhältnissen wie auch im verhältnis staat-untertanen insgesamt etwas von den strukturen zu vermuten, die uns allen als eltern-kind-verhältnisse quasi in den leib geschrieben sind.

was aber manifestiert sich in all dem tatsächlich, woher kommt dieses mißtrauen gegen sich selbst? damit bin ich wieder bei ballard, der u.a. folgendes sagt:

(...)
Ballard: Natürlich habe ich Angst, vor allem um meine Kinder und Enkel. Dieser Planet dreht sich gefährlichen Zeiten entgegen. Es gibt viele Arten von Krieg und Terror, aber das Schlimmste ist, dass Gewalt einen unterschwelligen Reiz auf uns ausübt. Wenn wir sie erfolgreich bekämpfen wollen, müssen wir endlich zugeben, dass der Mensch nicht komplett zivilisierbar ist. Bedauerlich, aber wahr.

ZEIT: David Cronenberg verfilmte 1996 Ihren Roman Crash, einen Highway-Thriller über Todestrieb und Selbstzerstörungssehnsüchte. Die meisten Opfer von New Orleans sehen allerdings nicht aus, als würden sie das Desaster genießen.

Ballard: Aber wir Zuschauer. Wir leben in masochistischen Zeiten. Unsere Gesellschaften sind getrieben von widerstreitenden psychopathologischen Impulsen. Und große Naturkatastrophen wie Katrina passen perfekt zu unserer apokalyptischen Grundstimmung. Man muss sich klarmachen, dass wir in weitgehend säkularen Gesellschaften leben: Gott ist tot. Und diese großen Kataklysmen wie Katrina oder der Tsunami im Fernen Osten übernehmen nun die Aufgabe Gottes. Sie sind die gewaltige Kraft, die uns bestraft für unser unmoralisches Leben. Das kann sehr befriedigend sein, solange man nicht selbst betroffen ist.

ZEIT: In Ihrem jüngsten Roman Millennium People sagt der Anführer einer Revolte: »Es gibt ein tiefes Bedürfnis nach sinnloser Action.«

Ballard: Nach sinnloser Gewalt! Leider. Wir leben in bürgerlichen Verhältnissen, doch wir sind keine rationalen Kreaturen. Die deutsche Geschichte beweist das. Oder nehmen Sie Sowjetrussland, ein albtraumartiges Dystopia, basierend auf einer brillanten Idee. Die europäische Aufklärung, die mit Newton und Voltaire begann, die erfolgreich den Glauben an den menschlichen Verstand predigte und unsere Philosophie, unsere Politik dominierte, ist wohl doch gescheitert. Der Mensch, man sieht es in New Orleans, handelt nicht notwendigerweise zu seinem Besten.
(...)


der schlechte witz an dieser schon tausendmal gehörten falschen gleichung "der mensch (was nebenbei auch die unterschiedlichen rollen von männern und frauen bei diesem trostlosen spielchen unsichtbar macht) = grundsätzlich bestie = muss sich selbst mit verstand und rationalität quasi selbst zügel anlegen und züchtigen, was sich leider niemals hundertprozentig umsetzen lässt= das chaos sickert durch" besteht darin, dass es sich tatsächlich um eine selbsterfüllende prophezeiung handelt, welche der ach-so-aufgeklärte westen bis heute nicht begreifen kann und will.

es ist dieses vermutlich die erfolgreichste ideologie aller zeiten, welche sich u.a. in der christlichen feindschaft allem körperlichen gegenüber, in der glorifizierung der erwähnten rationalität, im patriarchalen mann-frau-verhältnis, in freud´s annahme eines "todestriebs" und letztlich auch im bei der in uns allen in unterschiedlichem ausmaß vorhandenen inneren spaltung zwischen "kopf und bauch" widerspiegelt mit dem populären mißtrauen gegenüber letzterem, um nur die folgenreichsten bereiche zu benennen. und diese ideologie beruht durchaus auf authentischen wahrnehmungen, was sie leider so erfolgreich und einleuchtend werden ließ. nichtsdestotrotz: was in all diesen dualistischen verhältnissen (welche sich imo auf ein einziges, nämlich den dualismus im menschen, zurückführen lässt) deutlich wird, ist die erfolgreiche produktion bzw. installierung eines als "böse" empfundenen "inneren" - das "tier", welches beherrscht werden muss. böse und zum tier wird dieses innere aber tatsächlich nur dann, wenn die psychophysischen voraussetzungen und grundlagen für ein tatsächlich menschliches leben permanent mißachtet und nicht berücksichtigt werden (was in dieser kultur bis heute der regelfall ist, trotz aller sichtbaren verbesserungen). b. brechts spruch vom reißenden strom, den alle gewalttätig nennen, aber niemand das ihn einengende flußbett, bringt diesen zustand auf den punkt. das "böse" und die daraus folgende gewalt haben dabei imo sehr viel mit der autistischen option des menschlichen seins zu tun - fortsetzung demnächst in diesem blog.
monoma - 8. Sep, 18:14

noch ein gedanke dazu...

das, was ich oben als innere spaltung(-en) skizziert habe, lässt sich mit einigem grund als ausdruck gestörter selbstregulationssprozesse in den menschen begreifen. die sind - nach meiner wahrnehmung - bei so ziemlich allen bewohnerInnen (nicht nur) der westlichen welt zu bemerken, wobei diverse kompensationsmechanismen und -techniken zu einer scheinbaren stabilität sowohl der einzelnen menschen als auch der gesellschaft beitragen (diese kompensationen dürften letztlich das darstellen, was z.zt. mal wieder als die "dünne firnis der zivilisation" in diversen äusserungen herumgeistert). in diesem sinne wird es vielleicht verständlicher, warum ich die beschriebenen spaltungen zwar als authentische, gleichzeitig aber produzierte phänomene beschreibe.

und wenn die kompensationen nicht (mehr) greifen und/oder versagen, wird die grenze zu den kulturell definierten psychischen krankheiten überschritten. wobei diese grenze eben, durch die kulturelle bedingtheit unserer gemeinsamen realitätsnormen, eine recht willkürliche ist. angelegt sind diese extremen zustände der selbst- und weltwahrnehmung grundsätzlich in uns allen - gehört zu unserer grundaustattung sozusagen.

hm. jetzt habe ich gerade den eindruck, womöglich mehr komplizierter als verständlicher gemacht zu haben - aber ich lasse es trotzdem einfach mal so stehen ;-)

Morgaine - 9. Sep, 18:03

Hallo!
Kann es sein, dass es sich bei der im Heise-Forum von Ihnen zitierten Online-Zeitung "Zeit-Fragen" um die in dieser Quelle genannte Publikation des VPM handelt?
http://lexikon.idgr.de/v/v_p/vpm/vpm.php

monoma - 9. Sep, 19:02

yep - und danke für den hinweis

Sie haben, wenn ich es richtig sehe, den in meinem beitrag zitierten situationsbericht über russland angesprochen. ich habe damals auf die schnelle nach weiteren quellen gesucht, und diese zusammenfassung als gute komprimierte darstellung gesehen - übrigens denke ich, dass sie tatsächlich weitgehend zutrifft. aber was die quelle betrifft, so ist das sehr sicher tatsächlich die publikation des (ehemaligen?) vpm.

es wird aber dabei ein typisches problem bei netzrecherchen deutlich: gerade solche sekten bzw. sektenähnlichen gebilde sind im netz häufig in einer form vertreten, die es auf den ersten - und oft auch auf den zweiten - blick nicht möglich macht, die dahinterstehenden gruppen zu erkennen. verhält sich imo genauso mit den diversen fraktionen der larouche-gruppe und auch teils mit scientology. ebenso mit falun gong. das problem dabei ist bloß, dass z.b. larouche gerne über reale innenpolitische aspekte der usa veröffentlicht, scientology in der psychiatriekritik am gange ist, und falun gong imo einiges richtige zur repression in china veröffentlicht. es ist dabei dann schwer bis teils unmöglich, die teils unbezweifelbar zutreffenden darstellungen zu themen wie den erwähnten von dem zu trennen, was die jeweiligen sekten thematisch für sich instrumentalisieren.

an sich halte ich es persönlich so, dass ich auf solche quellen - auch, wenn sie "korrekte" darstellungen zu einem thema liefern - grundsätzlich verzichte. wenn mir denn der hintergrund bekannt ist. der von Ihnen angesprochene fall sollte daher ein einzelfall bleiben, wobei ich keine 100%igen garantien dafür geben kann, dass ich mich nicht doch täuschen lasse - ich wusste zwar grob über den vpm bescheid, aber z.b. nicht über die verbindung zu dieser publikation.

mfg
mo
Quirinus (Gast) - 10. Sep, 14:53

Ich verstehe

Ballards Äußerungen nicht dahingehend, daß der Mensch eine Bestie sei oder ein inneres Tier enthalte, das gezähmt werden müsse, sondern nur als Reaktion auf die Naivität jener vermeintlich aufgeklärten Denker, die in Opposition zur Kirche (der Mensch sei nur böse) das andere Extrem (der Mensch sei nur gut) gepredigt haben und heute noch predigen. Richtig ist, daß jeder Mensch beides zugleich ist und auch unter den allerbesten gesellschaftlichen Verhältnissen ständig seine Mitmenschen frustriert. Paart sich ein Menschenmann mit einer Menschenfrau, frustriert er damit andere Menschenmänner und -frauen. Erlegt er ein Wild, frustriert er denjenigen, der keines erlegt hat. Will sich eine Menschenfrau nicht mit einem Menschenmann paaren, fühlt er sich zurückgesetzt. Paart er sich dennoch mit ihr, fühlt sie sich vergewaltigt. Gebiert sie ihre Kinder, so setzt sie diese dem Geburtstrauma aus. Füttert sie das eine zuerst, ist das andere ungeduldig. Und so weiter. Wie ambivalent der Mensch (und nicht nur er!) ist, zeigt bereits das Wort Aggression. Das Verb, aus dem es entstanden ist, bedeutet nämlich im Lateinischen zweierlei: 1. freundlich auf jemanden zugehen, 2. feindlich auf jemanden zugehen. Dies ist auch die Ambivalenz der Sexualität. Auch der allerfriedlichste Mensch kann unter den allerbesten Verhältnissen nie nur gut sein.: was bedeutet, daß jede Gesellschaft tatsächlich Mittel und Wege finden muß, die notwendigerweise überall schwelenden Aggressionen in Schach zu halten.

Daß diese simplen Tatsachen so lange vernachlässigt wurden, hat viele Gründe, hängt aber nicht zuletzt mit der Verkitschung der Sexualität zur Liebe zusammen. Daß auch der allerliebste Mensch, wenn er sich mit einem anderen allerliebsten Menschen paart, nicht nur love & peace zelebriert, hat den Obernarzißten Wilhelm Reich (von dem jeder gebildete Pädo weiß, weshalb er sich so wunderbar auf ihn berufen kann) und seine Jünger nie gestört. Sie haben die Sexualität zum Guten schlechthin hochstilisiert: und damit etwas zur Religion erhoben, wovon die Menschen früherer Zeiten sehr viel mehr wußten: nämlich daß es immer auch frustrierend, also 'böse' ist und gar nicht anders sein kann, sogar für ein 'glückliches' Paar. Post coitum omne animal triste.

Und noch etwas anderes haben die Menschen früherer Zeiten sehr genau gewußt. Das Wort Teufel kommt bekanntlich von diabolos; und der diabolos ist der Entzweier. Als 'böse' gilt alles, was die Menschen entzweit. Und wie sehr wir auch das Leben preisen mögen: Fakt ist, daß es mit einem äußerst schmerzhaften Akt der Entzweiung beginnt; mit einem Trauma also, das die Grundlage der Borderline-Struktur jedes Menschen und damit auch jeder menschlichen Gesellschaft ist. Zumal die monotheistischen Religionen sind ein Versuch gewesen, sich diese Struktur zu erklären. Wohin sie uns geführt haben, wissen wir. Doch im Kern sind diese Religionen realistischer als die Religion der Aufklärung: eben weil sie die Ambivalenz des Menschen anerkannt haben. Darin steckt ihre Weisheit, mit der die meisten Religiösen aber genausowenig leben können wie mit den Weisheiten der Aufklärung.

Fazit: De facto steckt in jedem Menschen und in jeder menschlichen Gesellschaft etwas ungeheuer Destruktives. Und wie man es auch nennen mag: es muß von jeder Gesellschaft in Schach gehalten werden, weil es den Frieden auf Erden nicht geben kann, sondern im kleinen wie im großen bestenfalls ein Gleichgewicht des Schreckens. Damit müssen wir leben. Und wer diese von Schopenhauer am besten dargestellte Realität anerkennt, kann auch damit leben. Wer jedoch meint, das Böse leugnen oder eliminieren zu können, hat uns noch immer Krieg & Terror gebracht.

Wednesday - 10. Sep, 16:01

Post coitum omne animal triste?

Kenn ich nicht, das Gefühl. Im Gegenteil, danach geht's mir bestens, und ebenso wenig kennt dieses Traurigkeit mein Partner. Und eine Traurigkeit bei Tieren erkenne ich auch nicht, eher - wenn wir denn schon vermenschlichen - Gleichgültigkeit, ein Abwenden wie zB bei Fischen und Schafen, oder weitere Körperkontakte, sonstige Sympathiekundgebungen, zB bei vielen Vögeln zu beobachten.

Quirinus, Ihr Beitrag zeigt den Dualismus, der (mittlerweile vielleicht die gesamte) menschliche Gesellschaft prägt, und kommt auch sonst recht kulturpessimistisch 'rüber.

Es muß möglich sein, abseits von "Gut" und "Böse" vom Menschen zu sprechen, und nicht diese beiden extremen Seiten immer im Streit in jedem einzelnen Menschen zu sehen, eben nur Schwarz-Weiß, als den ewigen und aussichtslosen Kampf. Wie grauenvoll.

Und wie kommen Sie darauf zu behaupten, daß sich eine "paarende Frau" vergewaltigt fühlt? Sehr merkwürdig. Warum ist Sexualität "immer frustierend"? Wohl für die Geschädigten, Verletzen, Traumatisierten, und auch da nicht immer. Besonders stört mich die erwähnte "Verkitschung" der Sexualität zur Liebe. Sie meinen, es gäbe keine Liebe? Oder was wollen Sie uns damit sagen?

"Aggression" ist auch nicht per se negativ; Aggression muss eben nicht Kampf, Gewalt bedeuten.

W-Day
Morgaine - 10. Sep, 16:12

Quellenarbeit ist manchmal sehr mühsam, in der Tat. Daher noch eine Frage: Handelt es sich bei dem von Ihnen zitierten Antipsychiatrieverlag um den in dieser Quelle mit folgenden Worten zitierten Verlag?
http://www.ingo-heinemann.de/Psychiatrie-Kritik.htm

"Peter Lehmann (>>) liefert mit seinem "Antipsychiatrieverlag" seit 1986 die theoretischen Grundlagen, so 1987 das "Patiententestament" des Scientology-Unterstützers Thomas Szasz."
Quirinus (Gast) - 10. Sep, 22:39

@ Wednesday:

Daß der Dualismus oder besser: die Dualität die gesamte Menschheit prägt, hat damit zu tun, was ich oben geschrieben habe, und auch mit der Differenzierung des menschlichen Denkens und der Sprache. Ja, mein Beitrag thematisiert die Dualität; doch das heißt nicht, daß ich deshalb dualistisch denke. Als Beleg dafür kann bereits mein obiger Beitrag gelten, worin ich nicht das dualistische Denken gutheiße, sondern im Gegenteil dafür werbe, die Ambivalenz der Dinge anzuerkennen. Deshalb auch habe ich ja bereits geschrieben, daß Aggression von agredo, agredi, agressus sum kommt, also einst nicht negativ besetzt war.

Zu der Geschichte mit der Menschen-, hier genauer: Urhordenfrau möchte ich nur anmerken, daß es in der Zoologie weithin bekannt ist, wie sehr sich viele Weibchen gegen die Paarung sträuben; und dies nicht nur im Rahmen dessen, was die meisten (männlichen ...) Biologen so dümmlich-anthropomorph als Liebesspiel bezeichnen. Daß die Penetration auch heute noch von vielen Menschenweibchen nicht immer als beglückend erlebt wird, sollte nach 35 Jahren Sexualaufklärung kein Geheimnis mehr sein. Irgendwo im Internet gibt es gewiß Foren, in denen sich Frauen darüber austauschen, was mir einige schon erzählt haben: daß sie, wenn's mit ihrem Freund oder Ehemann zur Sache geht und sie keine Lust haben, ihm zu erklären, weshalb sie gerade keine Lust haben, - daß sie in solchen Situationen also abschalten und daran denken, was sie am nächsten Tag einkaufen oder kochen wollen. Vielleicht stammt der lateinische Spruch ja von einer Frau; wer weiß. Meine Erfahrung gibt er jedenfalls auch nicht wieder. Aus dem Beitrag sollte aber hervorgegangen sein, weshalb ich ihn zitiert habe: nämlich um, noch einmal! zu zeigen, daß die meisten Dinge als äußerst ambivalent erlebt werden.

Im übrigen bin ich dagegen, Kategorien wie Gut und Böse fallenzulassen, weil sie durchaus etwas mit der Realität zu tun haben. Man muß nur damit umgehen können: was heutzutage allerdings immer weniger Menschen gelingt, da es nur noch wenige Eltern und Lehrer gibt, die fähig wären, Kinder und Jugendlichen beizubringen, wie man konstruktiv über solche existentiellen Dinge nachdenkt.
monoma - 10. Sep, 22:46

also frau h.,...

Daher noch eine Frage: Handelt es sich bei dem von Ihnen zitierten Antipsychiatrieverlag um den in dieser Quelle mit folgenden Worten zitierten Verlag?
http://www.ingo-heinemann.de/Psychiatrie-Kritik.htm

"Peter Lehmann (>>) liefert mit seinem "Antipsychiatrieverlag" seit 1986 die theoretischen Grundlagen, so 1987 das "Patiententestament" des Scientology-Unterstützers Thomas Szasz."


...jetzt werde ich mal wieder ärgerlich - warum stellen Sie fragen, deren antworten Sie selbst schon wissen? und vor allem: bezwecken Sie damit irgendetwas bestimmtes?

seiten des "antipsychiatrieverlag" werden von mir deshalb manchmal bei verweisen auf bücher (und darum ging es in diesem fall, nämlich das auch in der nebenstehenden literaturliste stehende buch von judith herman) genutzt, weil sich auf diesen seiten kompakt und komprimiert informationen zu den jeweiligen werken finden lassen, teils auch zu eher ansonsten unbekannteren (und anderswo ignorierteren büchern. und zwar ohne kommentierung des die bücher vorstellenden verlages.

die seiten, auf die Sie verweisen - und die mir bekannt sind - enthalten sicherlich viele wertvolle informationen, nichtsdestotrotz lässt sich der benannte verlag nicht als scientology-organisation betrachten, selbst wenn dort material von leuten wie szasz veröffentlicht wird.

und die antipsychiatrie und die rolle von scientology darin ist ein eigenes thema, welches ich persönlich aber gerade nicht als ganz dringend betrachten kann.

mo

Morgaine (Gast) - 11. Sep, 00:35

Ich kann Ihre Verärgerung verstehen. Sie wissen aber so gut wie ich, wie die wissenschaftlichen Ergebnisse aus Psychologie und Psychiatrie politisch instrumentalisiert und missbraucht werden können.
http://morgaine.twoday.net/stories/965730/
(Und weitere kurze Bemerkungen von gestern und heute im Blog.)

Dagegen hilft nur eine umfassende Quellenanalyse, Information und Aufklärung. Im übrigen habe ich in Ihrer Literaturliste zwei gute Buchtipss gefunden. Vielen Dank!
quirinus - 11. Sep, 04:50

Berichtigung in eigener Sache

Aggression kommt selbstverständlich von lat. aggredior, aggressus sum. Das muß noch mal eben gesagt werden. Thank you and good night.

jana (Gast) - 20. Sep, 17:06

kopiert+kommentiert

Auch schon etwas her, eine Woche oder zwei ?
Oder mehr?
Ist auch egal,da alles sich immer nur wiederholt.
Ich sehe das virtuelle als Spiegel nur des Realen.
Dennoch die Ent-Täuschung,daß auch dort im "Land der Gestörten",der "Nicht-Funktionierenden" das Funktionierende (bewußt "es" nicht "er oder sie" ) sich durchzusetzen droht.
Ich verstehe es nicht und kann es immer weniger einfach "hinnehmen" .
Fühle mich eben die letzte Zeit spätestens bombardiert im Außen,wie im "geschützen Raum" (virtuell) .
Ich weiß nicht genau,wie diese Entwicklung zustande kommt,doch im Virtuellen, im "Raum der Gestörten" lese ich imer öfter von Computerspielen. Überlege ,immermal die Frage einzuwerfen,ob ein veränderter Umgang,Ton usw vielleicht damit zusammenhinge. Doch damit würde ich sozusagen "Eigentümer,Betreiber,Wachpersonal" dieses Raumes direkt ansprechen.
"Starker Staat","starke Hand" oder wie immer sie meinen,sich bezeichnen und begründen,warum sie tun,was sie tun (irrational oft!) wird betont als Notwendigkeit aus einer angeblichen Grundagression und vor allem "-bedrohung von Außen von Menschen,die das Forum angeblich zerstören wollen". Es ist Wahnsinn. Es ist real "1984" . Feinde werden kreiert,ebenso wie eine Art Paranoia,die alle betreffen kann nun,die den "Staat",die Handhabe, die "starke Hand" anzweifeln. Die Grundaggression,die nun doch schon lange besteht,über die üblichen Saisonbedingten Aggros hinaus sind gemacht,eindeutig gemacht,fabriziert von denen,die sie dann "einzudämmen" haben.
Und ich sitze dort,wie auch im realen Leben,sehe diese Verdrehungen der Ausgangslagen,Zwischenlage und Endsituation, ich versuche,sie aufzuzeigen,habe jedoch das Gefühl,die Mehrheit will das nicht,will die Pranoia,vielleicht um Paranoia per äußerem Grund zu schieben, die Mehrheit will diesen Umgang miteinander usw usf...
Und ich frage mich eben abermals,ob dies dann doch,auch wenn ichs aus dem Hirn herausbekommen will,eine Art Grundbedürfnis im Menschen mit ist ?



gestern an t.
gehört zu mir,daher hier noch reinsicher..

denke mir was,aber das ist zu sehr ich,kann nicht sein,daß du das bist, les gleich noch herum,weiß,du kannst das hier grade nicht lesen,frage mich...
und hab antworten,die aber ich sind...
(sie wurde einfach gelöscht,später herausfand,hatte sich nicht freiwillig wegbegeben)

hatte grade einen wunderbaren elternabend, hatte eine frau,obwohl noch nicht rund,falsch eingeschätzt,hatte negativ vermutet,bin begeistert überrascht.
den einen tag im wald,als wir die zwergenhütten bauten mit den kindern,die ganze klasse,eltern und sie und der direktor,da hat sie sich förmlich abseits gehalten. mit abseits meine ich small talk,konnte ich nicht gut drauf....
ich habe heute eine gefistigte,selbstsichere, engagierte und sehr,sehr kluge lehrerin erlebt !
und ich freu mich nun,daß kea sie hat.
es ist nicht so,daß sie getan hätte "als ob" bei dem zwergenbaubauen, sie hat rein gar nichts "getan",sich nicht gezeigt,nur beschnuppert in small talk ...

h. schnarcht und ich bin hellwach...
als ich losfuhr,war ich üde,hundemüde und meinte nur : keine angst,wenn ich zurückkomme,dann will ich mich nur noch ankuscheln und schlafen...
war nich so,die frau hat mich wohl ermuntert.

ein maß des umgangs miteinander !
ich weiß,ich bin nervig,wenn mir was brennt...
mir brennt schnell was,das macht das ursächliche ads,was ich auch bei mir vermute,jedoch nie sagen könnte,wie die eine thera von dem einen : das ist immer ursächlich!
ich denke,das ists nicht,doch es macht die verschiedenheit -auch- der leute,die "bl" dastehen haben aus.
"keine innere oder äußere sensation entgeht ihnen,alles ist gleichwichtig und muß gleich und sofort und auf eimal beachtet werden" -so in etwa die beschreiung im adh-buch zu ads-lern...

...

mich begeistert sprache nunmal, sie sagt schon alles,da stören keine smilies.
s. hatte ein neues forum gemacht,nurso,nurmalschnell sich aus zig anbietern eins nehmen.
es gab voreinstellungen - wahnsinn...
ich schrieb,wie ich schreibe,wollte abschicken und ein trockener "kommentar" tauchte auf : du kannst nur "acht bilder einbauen in dein post,du hast aber zwölf verwand...",so in etwa.
wahnsinn, das is was,was ich mit dem wort "geil" betiteln würde .

bilder hießen smilies,heißt eben alles bildliche, ich fand das toll,meinetwegen hätte diese "einstellung" so bleiben können.

ich brauche grenzen,aber nicht "einengen" und allzuoft sperr ich mich selbst ein in grenzenlosigkeit !
ich fühl mich darin gefangen,so paradox (nicht für dich t. ,mal denk,auch nicht für mich) es Kl*ng*n mag.

ich liebe regeln,wie mein kind mich vergöttert,setze ich welche sehr streng und gleichmäßig auch mal.
ich liebe sie,ich brauche sie.
ähnlich wohl auch der k. . (erklärter feind des "geschützten raumes"/staates)
Gerechtigkeitsfanatiker lieben regeln,auch wenn es aussieht,als verstößen sie ständig dagegen,permanent,wie du vielleicht.es macht den eindruck,du wölltest ausschließlich kampf und reibung,doch darum geht es nicht !
denke ich!
es geht darum zu erleben,daß regeln eingehalten werden auch. man selbst würde und tut nur allzugern,doch die mehrheit ignoriert sie und verstößt dagegen.

es ist wie mit den idealistischen hackern.
i-net sollte ein freundliches,ein helfendes,ein warmes medium auch sein. doch es wird benutzt,ins gegenteil verkehrt,eben sogar von den machern oder den nachfolgern der idealisten,die nur benutzen.
und so müssen sie dagegen angehn,halb penetrant und auch vernachlässigend,wieviel schaden entsteht dort,wo sie nicht schaden wollten,selbstläufer...

so kanns auch gerechtigkeitsfanatikern ergehn,nicht umsonst ists fanatismus !

die gesammelte wut und agression.
ich bin bei mir so sicher,daß ich nur einmal,ein einziges mal erleben müßte,daß es etwas bringt zu erklären,zu vermitteln,einigen zu wollen usw.
ein hohes ziel,aber ich denke,bin überzeugt,es ist machbar. und diese kleine miese überzeugung bringt mich in streß,in unverständnis (durch andre) , in eine position,in der ich gar nicht hocke,weils nicht verstanden wird eben.

menschen nehmen es übel,wenn man sie auf regeln aufmerksam machen möchte. ich selbst aber erlebe es (ein aufmerksammachen anm.) als große erleichterung immer wieder.
ich liebe grenzen und regeln. ich muß sie mit unterschreiben können,doch dazu gehört wirklich nicht viel überzeugungskraft. die größte ist,wenn andre menschen sich selbst dran halten und ich die auswirkungen dessen erlebe und gut finde !

du lernst beständig. ich lerne beständig.
und ich möchts lebenslang,ja doch !

ich möchte lebenslang sowas erleben wie mit dieser frau,dieser lehrerin heute abend.
dies kennenlernen,dies "anders sehen" dadurch dann, diesen respekt dann...all das, ja lebenslang !

*************

zusatzmaterial.
hmm.
also eines,was ich doch im forum und auch mit den smilies gelernt habe ist eben schon die wichtigkeit dieses zusatzmaterials.
ich verwende sie wirklich äußerst selten entgegen ihrer "natur" und wenn,so reihe ich sie in einer art,daß klar wird,daß ich sie anders meine,als gesagt.

ich sehe sie als "zugehen" auf die menschen,als zusatz eben wirklich.
als beigabe.

"befremdlich"...
Ja,es ist nicht immer nötig,dir gegenüber nicht,denke ich auch nicht,vielleicht fällt es deshalb so leicht,sie wegzulassen.

es ist mir,grade mit dem " " (smilie) oder auch dem " " ein bedürfnis zu sagen : hey,ich will dir nichts bösesnur...

und es ist sicherlich eine angewohnheit (dahingehend nervt es mich)

das mir den smilies und filmen ist das gleiche,wie mit nem realen lächeln und smilies, im realen,ja vielleicht kann man doch etwas deutlicher sehn,doch ist ein film in gang gesetzt,so sieht mans da auch nicht mehr,kanns nicht mehr sehen,wird blind und alles lächeln wird zu hohn,spott oder eben einfach falschheit.

und so wie gesten "besetzt" sind oft aus der eigenen geschichte heraus,so sinds auch smilies,ebenfalls aus geschichte heraus, ich habe den zwinkernden gehaßt wegen einer sehr üblen falschen person,die sie immer gesetzt hat...

das ist das ding mit den roten tüchern !
alles,was ein "rotes tuch" macht ist verwerflich,furchtbar,einfach "ihhhh",alles...so darf ich selbst nichts davon,sonst wäre ich wie der mensch,den ich durchs "rote tuch" sehe...
das ist falsch!!!!!
es bringt weg....
so setze ich "zwinker" anders als diese person,besetze es anders,weil ichs anders empfinde aus mir...

ebenso läuft es mit gestik und mimik im realen....
wenn andre leute lächeln,wenn sie tief traurig sind,immerzu lächeln,so lächel ich nicht dauernd,bin ich tieftraurig,ich darf ne tieftraurige fresse ziehn,darf aber lächeln,wenn was zum lächeln ist...

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mich hat erschreckt,was hier passiert.
denke,es trägt nicht wenig zu dem unguten gefühl richtung wahl, d`s entwicklung und letztendlich sogar welt-entwicklung bei.

ich habe das ideal,daß immer die "ver-rückten" eine welt retten ,die,die dafür erklärt werden,die die ausgegrenzt werden dafür,stigmatisiert oder sonstetwas.

und man bewegt sich in einer sehr massiv-sich-zeigenden gruppe von "ver-rückten" und irgendwo merkt man,weiß man,daß alle menschen ver-rückt sind,nur die meisten es eben nicht bemerken.
man denkt,die leute hier wüßten um sich und die welt,darum,was geschieht ringsum,denn das soll kriterium dieser ver-rückt-heit sein,eben darunter zu leiden in einem extrem,wie sonst niemand.

hier is der sand in den mühlen,dens braucht,das korn zu mahlen,dacht ich.
und es erschreckt,was hierdrin passiert,inform von entwicklung von "massen",nenns gruppendynamik,doch nichtmal eine dynamik dabei. es ist,als würde all dies,was zum "sand" machen könnte weggeschmissen,um eine weit schlimmere gegenwart der mühle zu erzeugen,zu zeigen,ich weiß nicht was.

hier ists mehr nun und immer heftiger die mühle....
nicht der sand zu finden und das macht mir angst.
wenn die ver-rückten schon so "gesund" sein wollen oder sind,nichtmal mehr den sand zu stellen ,was soll dann werden ?

ich mags,mich als sandkorn zu erleben, ja ich mags und ich weiß,es ist wichtig!
nur wenn die sandkörner immer weniger werden,kann man nicht mehr von sand sprechen,schon gar nicht von "sand im getriebe" oder von dem sand,der das korn letztendlich wirklich zermahlen würde.

ich weiß nicht,warum die wünsche ans leben,an andre menschen so dermaßen auseinander gehen.
ich wünsche mir immer,,,ja eben schon als drängendes bedürfnis,daß all die menschen,die erstmal in der schublade "schlecht","nicht gut"...sonstewie in unterteilungen und bewertungen negativer art landen,sich dort schleunigst vom acker machen.
ich möchte in meinen theorien revidiert werden !

ich sehne mich nach halt in grenzen und regeln ...

warum ?
warum gehts grade hierdrin um immer mehr andres ?
warum gehts um verletzen statt um verstehen oder horizont erweitern. ich spüre eine gier danach,befremdliches vertraut mir zu machen ..
warum ?

*************

nach meiner auffassung ist kein gericht erforderlich,auch keine eingreifenden admins, dies wörtchen steht nur unter technik für mich.
ich möchte was zurück !
die unausgesprochenen regeln,die nicht-aufgeschriebenen regeln,all das,was man nirgens findet,doch ziemlich schnell erspürt,begreift ...
andre unausgesprochene regeln als im realen leben.
die ,die mal dawaren beruhten auf respekt,absolutem respekt über das unverständnis gegenüber empfindlichkeiten andrer hinaus.

ich möchte diese smilies nicht setzen,wenn du sagst,sie tun dir weh !
ich möchte worte mit sternchen versehen,wenn jemand sagt,es tut ihm weh,sie vollständig zu lesen.
ich möchte....
ja !

und : ich möcht wissen,wie es dir geht ! (warum hast du dich löschen lassen?)
ich möchte wissen,wie es den leuten ergeht,wie es ihnen geht !
nur es sagen nur noch wenige wirklich...
außerhalb von vorgeformten sätzen,halb wie rituale...
außerhalb des unpersönlichen fachsprachengebrauchs usw...

ich müßt keine smilies setzen,wären die leute respektvoller..
und hieße es,nachzufragen,wie etwas gemeint ist,als frage,real,nicht als aussage !



+ ein empfidliches thema,was ich hier nie wieder ansprechen würde oder überhaupt und früher ohne auch nur drüber nachzudenken "gefragt" hätte bzw zur diskussion gestellt hätte,was mir helfen könnt in meinem leben und hier aber keinen platz hat auf grund der überwiegenden mentalität der leute :

warum zum teufel ists meiner tochter wichtiger ihrer lehrerin begeistert zu berichten,daß mama nen job hat (eiersortieren),als daß mama nochmal versucht zu studieren (kultur) ?
warum ?

SCH**? gesellschaft und einfluß auf meine tochter !
nichts gegen tun kann,gar nichts !!!!!!!!!!!!!
ihr kein schlechtes gefühl zu ihrer freude machen will...
und dennoch...
so gut es tut,daß sie sich freut,daß ich arbeite (geld verdiene,egal womit!) , so weh tuts,daß das studium null zählt,null !!!!!!!!!!!!!!



+++
zu etwas andrem,daß es um neid ginge,wenn ich/andre das verhalten andrer kritisieren, um neid in einer art,die ich nicht nachvollziehen kann und für mich nicht sehe...
ein ähnlicher vorwurf,den richtung "neid" gibt es auch im Realen, angeblicher Neid auf "Geld" (Politiker verdienen gut) oder andres...daher dies noch hineinkopiere mit....


hmm,also ich glaub,statussymbole hab ich nich recht,also nich,was andre so haben ..
nuja,ich schmeiß meine bilder nicht weg, sind meine statussymbole..
is n status,den ich nich schlimm find,nochn bissel andren kram hab ich auch da,so angesammelt,eher alten kram, nuja, messi-antik ?..ka..
weiß nich,hätt da schon noch mehr/schöneres von teils,aber wat sich halt so findet,findet sich ...

ich neide k. die fähigkeit ihr studium durchzuziehen...
das hab ich ihr sogar geschrieben ...
doch neide ich k. nicht,k. zu sein,wirklich nicht...
ich habe schiß,mein studium,also diesen versuch,da es für mich der letzte ist (ohne stüdiengebühren noch grad so,weil zu viel schon verstudiert) , nicht zu packen ,daher neide ich diese art selbstsicherheit,es absolut packen zu können,dies selbstverständnis...

ich neide menschen,gut mit ihren eltern klarzukommen,ja auch dies,doch bei k. z.b. fühle ich diese art neid nicht in diesem bezug ...

meine eltern haben auch kohle,aber ich will sie zumeist nicht, obwohl ich lange und oft/viel von ihnen abhängig war,weils ämtern und behörden egal ist,ob man sich mit den unterhaltspflichtigen richtung studium oder schulische ausbildung versteht...

ich neide meinen eltern ihre kohle nicht, sollen sie,haben schon ziemlich hart geackert dafür,wenn auch n bissel mit "seilschaften",aber zumindest mein vater in nem 12-h-tag...ist okay,gönne ihnen das sogar...

neid ist nicht mißgunst,das verstehen so einige nicht...

ich hätte gern die fähigkeit,ein studium zu koordinieren, mich da auch zu ordnen ausreichend,zu wissen,was in dem speziellen fall dann wichtig sein darf,was nicht. Meine Neugier frißt die Zeit weg,das war immer so und ich befürchte,das wird mir jetzt auch wieder passieren. Werden Textauszüge empfohlen und mich spricht n mini-auszug an,muß ich gleich das ganze buch "futtern" usw...
Mir fehlt keine Disziplin im Sinne von Faulheit. Mir fehlt sie im Ausgrenzen doch spannender,aber eben grade nicht so heftig relevanter themen ...
wir hatten schon einen thread dazu ...

Es gibt ein paar Fähigkeiten im Leben,die ich nicht besitze bzw auch noch nicht erprobt habe und dann teils eben davon ausgehe,sie nicht zu besitzen ..
Das is nicht schlim,muß nicht k. mit leben,sondern ich ...

Was k. da permanent macht ist was ganz andres.
Die paar Fähigkeiten,die sie hat, die nimmt sie als Hammer gegenüber menschen,die sie nicht besitzen oder die meinen,sie nicht zu besitzen oder von denen k. meint,daß sie sie nicht besitzen würden. im weiteren betont sie äußerst stark einige fähigkeiten,die sie schlicht nicht besitzt,allerdings in form von "ich besitze diese"...

Ich habe ihr geschrieben,daß ich ihr etwas neide. Und auch,daß ich aber niemals beständig hinter ihr herdackeln würde,um ihr das als unfähigkeit umzudrehen bzw ihr das madig zu machen oder dergleichen. ich häng ihr nich am zipfel und muß ihr ständig sagen für wie unfähig ich sie halte,nur weil ich sie nach meinen maßstäben in einigen sachen für unfähig halte. zum einen sind es meine maßstäbe, die ich andren nicht überstülpen kann und zum andren kann jemand in der einen sache was gut ,in ner andren nicht so sehr,ich weiß in etwa um meine schwächen,habe mich sehr lange nur darauf konzentriert.

ich sehe langsam meine stärken und versuche,dazu zu stehen, sie nicht zu verstecken .

eine meiner stärken ist auch,nicht viel zu brauchen. ich habe weniger derzeit,als ich brauche, so sagt mein loch im bauch per alg 2 z.b. , das is nicht mittellosigkeit oder dergleichen,ich möcht mich nur finanziell wiedermal etwas freier fühlen,wobei ich nicht weiß,wann ich das zum letzten mal war wirklich,vielleicht mit demerziehungsgeld,die ersten zwei jahre mit meiner tochter,ja...

ich möcht auch gar nicht mehr. das ist nichts,was ich mir versage oder dergleichen,ich wüßt nicht,wozu...

immer,wenn ich "zuviel" hab,geb ichs eh ab. wills nicht als tolle fähigkeit hinstellen,ist nur etwas,was so ist.
viele haben oftmals noch weniger als ich und manchmal ich weniger als die andren,so tauscht sichs,wer hat,der gibt,so reichts....

ich wüßte nichts anzufangen mit dem ,was k. braucht,sie wohl auch nicht mit dem,was ich brauche, nenne ich sie deshalb abfällig "sozialschmarotzer" ?...
behandle ich sie abfällig,weil sie ihre rosa täschchen braucht oder was immer ?
nur wie zum teufel hat sie das recht,über mich dann abfällig zu sprechen ?
oft!
sehr oft!
und das,wie mir jetzt klar wurde,wie auch (.....),weil sie einiges mißverstanden haben,weil sie alles auf sich beziehen,weil sie nen film schieben .

ich würde gerne meine ruhe vor der jungen frau haben,per ignor ein lockeres,wenn sie meinen rockzipfel loslassen würde !

und gruppenbildung,weil man nicht alleine stehen könnt,ist lächerlich hierbei zu benennen,es ist einfach nur eine umdrehung,ein verdrehen der umstände.
der voraussetzungen für all das,was jetzt passiert.

wir könnten einen neidthread aufmachen udn es würden abermals ähnliche leute,wie auch bspw im T*t*rthread über ihren neid sprechen,da sie neid an sich nicht als schlimm empfinden.

wir hatten das thema schon,wie gesagt und zumeist spornt michs an,wenn ich wem was neide. ich kann doch wem andren nicht seine fähigeiten wegnehmen, aber ich kann sie versuchen,selbt zu entwickeln im rahmen meiner möglichkeiten und wahrscheinlich auf eine ganz andre art,als andre,die diese besitzen.

und vielleicht könnte der neid,der ja auch bei k. und andren durchschimmert , irgendwo dazu führen,daß sie etwas in sich entwickeln wollen ?

+++++++++

versuch-nr-2 - Fr Sep 16, 2005 9:54 am
Titel:
--------------------------------------------------------------------------------

nein (zu "Frieden!!!" als forderung von "ruhe")

was hier nicht gepackt wird,bleibt erst recht im realen leben ungelöst und unlösbar...

es gibt keinen krieg...
es gibt nur viele unbeantwortete fragen...
und dem ausweichen,sich nicht stellen,nicht versuhen ,antworten zu finden gemeinsam im virtuellen stehen : dem ausweichen , sich nicht stellen , nicht versuchen,antworten zu finden im realen gegenüber...oder beieinander...

alles,was ich hier geschafft habe für mich im sozialen umgang,an sichtweisenfinden,an..... all das habe ich auch im realen leben nun ...

was hier per extrem gelernt ist, ist...

ich habe das riesige problem zu meinen,die menschen seien "böse" (was platt klingt,aber eben vieles negative einschließt im differenzierten dann) .... von natur aus...
sie müßten immerzu kämpfen,verletzen,t*t*n,sie bräuchten kriege usw usf...
ich mag diese sicht nicht aufs leben,eben auch das soziale leben mit menschen ...

ich bin im realen dabei,mich da um-zu-be-trachten und es geht ganz gut, ich möchte dies auch hier,grade hier.
unds geht oftmals ...
und ich träume halt auch...was wäre wenn...

ja und dann manchmal verlier ich mich sogar drin,weils zu schön wäre,wäre der mensch nicht von natur aus...usw...
und alles,wogegen ich hier angehe,alles steht einzig unter dem ding : nein,jana,es ist nicht so,es sind lösungen drin,es ist drin,daß menschen sich begreifen,sehen,wahrnehmen und schlüsse draus ziehen..
es ist drin,daß menschen was blicken...
es ist drin,daß nicht "alles immer so weitergeht" ...
es ist drin...

laß ich das hier so sein,wie es ist,geworden ist ...
dann gebe ich der stimme,die für ein "der mensch ist von natur aus böse" nach und recht....
das kann ich nicht tun !

nein...


++++++++



Okay, nicht viel nochmals kommentiert.
Ich weiß,das hier ist eine urpersönliche Sicht/Wahrnehmung auf mein Drumherum.
Doch das hier ist ja auch nur ein "Kommentar",ein urpersönlicher eben.
Mir leuchtet ein,daß Du st. in dieser andren Art schreibst. Ich sehe eben im Abstrakten die Parallelen zu meiner Wahrnehmung,meiner urpersönlichen eben und füg sie einfachmal an.

Ich habe auch das mit der "Bewegung der Neurobiologen" gelesen,wie auch das Gespräch mit der Frau mit dem Doppelnamen.(weiß ihn nicht mehr)

Und ihre erste Antwort scheint mir als die grundsätzliche Antwort auf die Frage,wie der Mensch meinetwegen "von Natur aus" sei.
Ich stehe zumeist auf dem Standpunkt,daß Mensch,dürfte er alle Seiten in sich zeigen,ohne daß sie sofort bewertet würden,am besten auch nicht der mensch sich selbst dahingehend,keine schlimmen Folgen per Usetzung von Gedanken,"Trieben",Drängen usw entstehen müßten zwangsläufig,allein aus der Existenz heraus.
Es kann doch sein,daß das Hirn auf T*t*n geschaltet ist,kann durchaus sein,denoch denke ich,gibt es auch im neurobiologischen Sinne eine Instanz,die eben eine Art Hemmschwelle gen "Ausleben" bildet. Und ich denke,daß diese Hemmschwelle sinkt grundsätzlich auch durch eben Verneinung von Agression, von "Drang zu" usw...
Diese Hemmschwelle steigt (so jedenfalls fühlt sichs in mir an),sobald ich äußern kann,was "auch" in mir hockt (zumeist von außen negativ bewertete seiten des menschen) und dies einfachso stehen lassen kann bzw es von außen ebenfalls "einfachso" stehengelassen wird,nicht bewertet oder gar verurteilt....

dies ist auch das,was ich mit meinem bedürfnis nach regeln und grenzen meine...
ich sehe sie auch im sinne von : ich darf mich in diesen grenzen zeigen,wie ich bin...darf ich mich zeigen,so bilden sie einen angenehmen rahmen und ich muß sie nicht durchbrechen ...

roman und wohl wirr,aber hier bombardieren und wohl "bedürftig" noch anhänge

lieben gruß
jana

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