notiz: eine weitere rezension...

...zum thema psychopathen erinnert mich an einen geplanten beitrag, der z. zt. noch in arbeit ist. bis dahin können sich interessierte leserInnen noch mit der rezension beschäftigen, in der u.a. zu lesen ist:

"Die Hannibal Lectors, Dr. Jekylls und Mister Hydes sowie die Natural Born Killers sind unter uns. Und zwar nicht als einsame skurrile Wesen, wie wir sie aus der Literatur oder dem Kino kennen, sondern als scheinbar ganz normale Menschen, denen wir gelegentlich begegnen. Mindestens ein Prozent der Menschen sind Psychopathen, schreibt der Autor. Sie sind keine Ausnahmeerscheinung, allein in New York leben 100.000 von ihnen.
Offizielle Studien gibt es für diese Annahme nicht. Die Zahlen sind Schätzungen des Autors, der zu den weltweit renommiertesten Experten auf Gebiet der Psychopathen-Forschung gehört. Robert D. Hare ist Psychologe und beschäftigt sich seit über 30 Jahren mit dem Phänomen.
(...)
Und mit einen zweiten Mythos räumt Autor auch gleich auf. Psychopathen sind zwar Wölfe im Schafspelz, geschickt und anpassungsfähig, besonders intelligent sind sie aber nicht. Ihr IQ liegt nicht über dem Durchschnitt.
Psychopathen, können Nachbarn sein, der Chef oder ein Kollege, der neue Bekannte oder der Versicherungsvertreter. Sie lügen und betrügen aus rein egoistischer Motivation und ohne Rücksicht auf Verluste.
Sie empfinden keine Reue, denn Psychopathen haben eine angeborene genetische Unterfunktion für emotionales Handeln, erklärt der Autor. Messungen der Hirnaktivität belegen diese Annahme. In Tests zeigen psychopathische Personen im rechten Hirnareal keinerlei Reaktion. Dieser Abschnitt ist für Gefühle und Emotionen zuständig.
(...)
Psychopathen sind nicht therapierbar, sie sind und bleiben Täter. Emotionslos und berechnend!"


drastische worte - umso notwendiger erscheint es mir, hier bald einmal eine entsprechende diskussion anzuregen. ich werde versuchen, den beitrag vorzuziehen.
somlu (Gast) - 13. Okt, 21:18

"Sie empfinden keine Reue, denn Psychopathen haben eine angeborene genetische Unterfunktion für emotionales Handeln, erklärt der Autor. Messungen der Hirnaktivität belegen diese Annahme. In Tests zeigen psychopathische Personen im rechten Hirnareal keinerlei Reaktion. "

Wieder einmal wird von den Messungen an einem erwachsenen Gehirn auf die Genetik zurückgeschlossen. Damit wiedersprechen diese Forscher ihren eigenen Erkenntnissen über die Entwicklung des Gehirns. Manchmal ist es kaum zu ertragen, sowas zu lesen. Dass diese Menschen gefährlich sein können, will ich nicht bestreiten aber die Ursachen dafür in der Genetik zu suchen und damit absolute Aussagen zu machen, wie "Fehler der Natur" Pech gehabt, macht mich ziemlich sauer.

monoma - 14. Okt, 13:50

yo...

...für was die gene inzwischen alles herhalten müssen, bzw. für welche begründungen sie herangezogen werden, ist teils haarsträubend. liegt imo aber an einer sehr weit verbreiteten und zu simplen kausalitätsvorstellung bzgl. der rolle der gene - den meisten menschen ist nicht klar, daß nur eine sehr geringe zahl von genen deterministisch "funktionieren". es ist eher ein komplexes zusammenspiel von sozialer umwelt und genetischen dispositionen, die je nach umstand von eben den verhältnissen in dieser umwelt getriggert werden. das buch von j. bauer, "das gedächtnis des körpers" (literaturliste), macht da einiges ganz anschaulich klar.

zu den psychopathen selbst mehr im angekündigten beitrag - es ist, wie so ziemlich alle themen hier, ein minenfeld, auch und gerade was die möglichen gesellschaftlichen konsequenzen betrifft.

grüße
mo

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