assoziation: das "bedingungslose grundeinkommen" und seine psychophysischen hindernisse

ich bin immer noch innerlich sehr beschäftigt mit den neulich hier vorgestellten thesen von lloyd deMause und ihren möglichen konsequenzen in ganz verschiedenen richtungen. eine davon möchte ich im folgenden näher vorstellen.

*

die idee eines bedingungslosen grundeinkommens oder „bürgergelds“ (wobei es für das letztere auch konzepte gibt, die nicht mit dem gedanken des ersteren gleichzusetzen sind), taucht immer mal wieder am rande des medialen mainstreams auf und wurde vor ein paar wochen von einer eher unerwarteten seite etwas breiter popularisiert: der chef der „dm“-drogeriemarktkette, götz werner, ein angehöriger der ökonomischen – und damit auch gesellschaftlichen – elite also, finanzierte auf eigene rechnung eine halbseitige anzeige in der “zeit“, um für das bedingungslose grundeinkommen zu werben. dazu betreibt er eine eigene homepage zum thema, auf der u.a. die sätze zu lesen sind:

"Deutschland geht es ausgezeichnet! Wir haben noch nie so viel Wohlstand produziert wie heute. Unsere Wirtschaft hat jedoch nicht die primäre Aufgabe, Arbeitsplätze zu schaffen, sondern die Versorgung der Menschen mit Gütern und Dienstleistungen sicherzustellen – und das möglichst wirtschaftlich, mit möglichst geringem Verbrauch von Ressourcen, also auch der äußerst knappen Ressource menschlicher Arbeits- und Lebenszeit!“

womit er etwas anspricht – die tatsächliche ökonomische lage im land, besonders die gewinne und profitraten für große unternehmen – was aus so einer ecke eh bereits ungewöhnlich ist und noch ungewöhnlicher wird durch seine in einem interessanten interview geäusserten ansichten zur schaffung von arbeitsplätzen (fetisch und mantra zugleich!), was nicht aufgabe eines unternehmers sei, und seine schon gar nicht. erfrischende wahrheiten also, die innerhalb der täglichen medienproduktion aus dreisten lügen, puren behauptungen und unverstellter manipulationsabsicht sofort wie ein emotionaler peak auffallen.

sicher sind seine motive dabei nicht von purem altruismus bestimmt, aber darum soll es jetzt nicht gehen. und ebensowenig ist es hier meine absicht, die ökonomische umsetzbarkeit eines solchen projektes zu diskutieren – die halte ich nach allem, was darüber bisher öffentlich bekannt ist, für gegeben (wen diese diskussionen näher interessieren, sei z.b. ans archiv grundeinkommen verwiesen.)

nein, nicht nur mir ist etwas anderes aufgefallen: in den debatten zu diesem thema kommt auffallend häufig und sehr schnell die rede auf den „egoismus“, die angebliche wolfsnatur des menschen sowie die ansicht, dass ohne einen materiellen zwang doch niemand mehr arbeiten würden wolle und alles zusammenbrechen würde.

ich halte diese ansichten für den ausdruck von ganz bestimmten mentalen oder, präziser formuliert, psychophysischen zuständen bei denjenigen, die sie äussern – das gilt natürlich auch für diejenigen mit konträren ansichten. in den diskussionen auf der oben verlinkten website von g. werner lässt sich meiner meinung die existenz unterschiedlicher psychoklassen im sinne von deMause – gruppen von menschen, die ähnliche kindheitserfahrungen gemacht haben und im extremfall durch gewalt diverser art mehr oder weniger determiniert/eng begrenzt sind in dem, was sie an neuem, „fremden“ und überhaupt lebendigen tolerieren können ohne gefahr für ihr inneres gleichgewicht – sehr deutlich beobachten und macht auch schlagartig die hinter derartigen, als angeblich rational-politisch angesehenen diskussionen stehende struktur klar. verschiedene diskussionsbeiträge können das deutlich machen:

„Das *bedingungslose Grundeinkommen*(BGE) geht aus von und orientiert sich an den Bedürfnissen der Menschen. An einer Welt der Genügsamkeit,des Genug-seins. Und schenkt Frauen wie Männern die Wahl,sich - angstfrei - zu fragen:
Was will ich wirklich, wirklich ? Mit meinem Leben. Anfangen! Den Ausgang zu suchen. Aus der Unmündigkeit.“


es ist dabei gerade die frage, ob das wirklich angstfrei geschehen kann – sehr gerafft komprimiert: bei bestimmten erlebnissen in der eigenen biographie kann die folge von ständiger und chronischer anspannung des zentralen nervensystems mit damit verbundener angst bis hin zu paranoiden zuständen auftreten. um diese angst in schach zu halten und derart ein, wenn auch fragiles, inneres gleichgewicht aufrechterhalten zu können, muss die jeweilige persönlichkeit eine gewisse rigidität und starrheit entwickeln, was unvermeidlich mit wahrnehmungsverengungen gekoppelt ist. und alles, was die ursprünglich angstauslösenden momente wieder aktualisieren könnte – bei kindern sind das z.b. eigene wachstums- und unabhängigkeitsimpulse, die von den eltern nicht toleriert werden (können) – wird innerhalb einer solche persönlichkeitsstruktur als bedrohung empfunden. und möglicherweise aktiv bekämpft werden. übersetzen Sie diesen prozess einmal auf die sog. politische ebene.

“Die psychologischen und mentalen Hürden bei vielen Menschen sind ungeheuer, kommt das ganze doch einem Systemumbruch gleich, gegen den die Wende in der DDR wie ein Spaziergang erscheint.“

korrekt. das haupthindernis ist hier deutlich ausgesprochen. ebenso wie im nächsten statement:

“Leider befürchte ich, dass auf dem Weg zum Grundeinkommen noch ein paar tiefsitzende (z.T. religiös fundamentierte) Konditionierungen zu überwinden sind, insbesondere: "Was?! Ich arbeite hart und die Faulenzer sollen auch noch Geld kriegen?" An die Kosten des ganzen Kontroll- und Überwachungsapparates, mit denen wir Menschen zur Arbeit "anreizen" wollen, denkt kaum wirklich jemand.“

der bezug auf religiöse „konditionierungen“ ist hier interessant. ebenso ist hier der offensichtliche ökonomische wahnsinn der heutigen verhältnisse angesprochen – unsere sog. rationale ökonomie ist bei näherer betrachtung, was ihre versteckten kosten und ihre tatsächliche uneffektivität anbelangt, alles andere als vernünftig.

ein evergreen jeder „rechten“ „politik“:

“Alle Hochkulturen, angefangen im Zweistromland zwischen Euphrat und Tigris, haben sich nur als Reaktion auf Not, Herausforderung, Bedrohung entwickelt und nicht durch Nichtstun und Müßiggang.
Der Evolution liegt das gleiche Prinzip zugrunde: Kampf, Wettbewerb, Überleben.
Der Denkfehler von Herrn Werner liegt m.E. in der Annahme, dass die Menschen die frei sind von Arbeit und versorgt, im p o s i t i v e n Sinn Initiative entwickeln.“


„natürlicher“ kampf, auslese, überlebenmüssen führt automatisch zu einem „du musst“ in form von zwanghaftigkeit. abgesehen davon, dass in solchen a-sozialen vorstellungen bereits behauptungen über die menschliche geschichte und die menschlichen eigenschaften drinstecken, die höchst fragwürdig sind und möglicherweise eher durch die eigenen erfahrungen derjenigen erklärt werden können als durch als determiniert gedachte tatsächliche menschliche möglichkeiten und gegebenheiten – abgesehen davon also ist hier die vorstellung interessant, dass ein mensch ohne materiellen zwang sofort zu einem initiativlosen etwas werden würde. ein anderer kommentar darauf:

„Was mich immer wieder verblüfft, ist die Vorstellung,daß auf der faulen Haut liegen als ein begehrenswerter oder beneidenswerter Zustand angesehen wird.Ich kenne niemanden,der Nichtstun auf Dauer als befriedigend empfindet.“

das „nichtstun“ im sinne von purer faulheit kann eigentlich nur jemand als echte alternative empfinden, der/die noch nie die erfahrung von tatsächlich erfüllender arbeit – ohne zwang, leistungsstress, suchtcharakter und in eigener verantwortung – gemacht hat. die propagandisten der zwangs(lohn)arbeit im wortwörtlichen sinne scheinen hier ihre eigenen geheimen wünsche – nämlich selbst in der anderen unterstellten, halluzinierten art „faul“ sein zu dürfen – lediglich auf andere zu übertragen. erstaunlich immer wieder die spontanen vorstellungen vieler leute bei der frage, was sie mit einem unverhofften lottogewinn machen würden: nichtstun am strand, in der sonne aalend – was ja manchmal ganz nett sein kann, aber tatsächlich so ein leben dreißig, vierzig, fünfzig jahre lang? ganz schön stumpf. könnte es eher sein, das diejenigen, die derartiges von sich geben, niemals selbst einen entwicklungsstand erreicht haben, in dem sie „arbeit“ anders denn als inneren/äusseren zwang empfunden haben?

es geht auch anders:

“Ich arbeite gerne. Es spornt mich an mit anderen Menschen etwas zu schaffen. Es schreckt mich aber zunehmend ab mich "prostituieren" zu müssen. Ein Grundeinkommen würde Mut machen nicht alle korrupten und unsauberen Methoden der Auftraggeber und der Vorgesetzten mittragen zu müssen. Heute höre ich den folgenden Satz fast täglich :" Wenn Du es nicht machst, dann macht es eben ein anderer". Ein Grundeinkommen könnte die Unabhängigkeit und die Würde eines engagierten Mitarbeiters schützen und somit langfristig zu einem besseren Miteinander als zu grenzenloser Konkurrenz beitragen.“

und damit ist eher ein weiteres hindernis benannt. warum? weil es indizien dafür gibt, anzunehmen, dass unsere derzeitigen hierarchischen strukturen bestimmten persönlichkeitsstrukturen (bzw. –defekten) zu einem großen teil sowohl entspringen als auch eine bedürfniserfüllung für die betroffenen darstellen. anders: die realistische möglichkeit muss in betracht gezogen werden, dass ein großteil an heute existierenden gesellschaftlichen strukturen nicht tatsächlich ausdruck von rational-emotionalen, sondern irrational-emotionalen bedürfnissen darstellt. eine bühne zum idealen ausagieren eigener persönlichkeitsdefekte, wie es z.b. hier beschrieben wird. das legen die thesen von deMause, aber nicht nur von ihm, nahe. und das wäre weit jenseits aller „politik“, wie sie hier immer als „rational“ und „notwendig“ verkauft wird (notwendig höchstens in der wahrnehmung der gestörten protagonistInnen.)

das würde aber auch bedeuten, dass von dieser seite aus jeder tatsächlichen verbesserung der sozialen situation enormer widerstand entgegengesetzt werden würde – was ja auch regelmässig passiert. die „unsauberen methoden“, die korruption und die grenzenlose konkurrenz stellen keine beklagenswerten nebeneffekte dieses systems dar, nein, sie erfüllen direkt pathologische bedürfnisse bzw. stellen einen ausdruck dieser bedürfnisse dar.

“Leider hat sich in den Köpfen der Politiker, ob es nun Merkel, Clement Müntefering, oder Stoiber ist, manifestiert, dass den Armen( z.b Sozialschwache oder Arbeitslose) nicht nur kein Geld zusteht, sondern diese es verdienen unterzugehen. In Ihren Köpfen herrscht noch die Meinung: "Wer faul ist, verdient zu hungern" Wer arbeitslos ist, bekommt nur keine Arbeit weil er zu faul ist.
Deshalb auch der erneute Vorschlag, Hartz IV, weiter zu kürzen. Diesen Politikern sind die Armen ein Dorn im Auge, die es am besten verdienen würden, zu sterben.
Nun sollen diese ihnen auch noch, ein Bügergeld zukommen lassen. Unvorstellbar.“


dass die „parasiten“ es verdienen, unterzugehen, müssen wir wohl als realistische option in der psychophysischen struktur gerade unserer sog. „eliten“ annehmen. allerdings: wer wählt sich quer durch die vergangenheit bis heute diese eliten wieder und wieder und lässt dann stellvertretend die „bild“-zeitung endlose beschwerdelitaneien ablassen? wer duldet dieses treiben nicht nur, sondern nickt auch meistens beifällig zu klar antisozialen bis mörderischen „maßnahmen“ und sieht sich bei alldem noch als „realistisch“ und „nüchtern denkend“ an? wer klatscht dem gerede vom harten durchgreifen gegen die „schmarotzer“ beifall, ist unterwürfig-kriecherisch im angesicht angemaßter autorität und verächtlich-brutal bei vermeintlicher schwäche?

wilhelm reich hat einmal sinngemäß hinsichtlich der mehrheit der deutschen bevölkerung im nationalsozialismus gesagt, die deutschen wären keinesfalls verführt worden, sie hätten sich im gegenteil hitler und die nazis gewünscht. nicht aus „genetischen“ gründen, aber schon aus nachvollziehbaren ursachen heraus, die ich bei deMause hinsichtlich der nur noch in großen teilen als folter zu bezeichnenden art des umgangs mit den allermeisten deutschen kindern der vergangenheit heraus durchaus plausibel beschrieben finde.
im spruch „jedes volk bekommt die regierung, die es verdient“, steckt eine ganze menge wahrheit. aber anders, als gedacht.

ein weiterer kommentar stellt sehr interessante fragen:

“Macht es den Menschen aus, dass er als Anreiz "Zwangreiz" braucht? Nimmt uns ein Grundeinkommen einen notwendigen Anteil an Armen weg?

"... in einem freien Volke, wo die Sklaverei verboten ist, [besteht] der sicherste Reichtum in einer großen Menge schwer arbeitender Armer. Denn ... ohne sie [würde] es keinen Lebensgenuß geben, und kein Erzeugnis irgendeines Landes hätte mehr einen Wert. Um die Gesellschaft glücklich und die Leute selbst unter den niedrigsten Verhältnissen zufrieden zu machen, ist es notwendig, daß ein beträchtlicher Teil davon sowohl unwissend wie auch arm sei. Kenntnisse vergrößern und vervielfachen unsere Bedürfnisse, und je weniger Dinge ein Mensch begehrt, um so leichter kann er zufriedengestellt werden."
Bernard de Mandeville, 1714

Bildung, die uns über Arbeit nachdenken lässt, ist also mindestens genauso gefährlich, wie ein Grundeinkommen, das den "Anreiz" schwächt, an die Arbeit zu gehen. Ist das so?

Die Diskussion über ein Grundeinkommen ist schon deswegen wichtig, weil den Menschen dadurch ihre Menschenbilder klarer werden.“


was im letzten absatz steht, ist eine option. nicht mehr und nicht weniger, was keinesfalls heissen soll, sie nicht umsetzen zu versuchen. aber in diesem zitat von de mandeville (der name sagt mir nichts weiter), ist imo etwas beschrieben, was bis heute gültig ist: das bedürfnis eines mehr oder weniger großen teils einer bevölkerung nach hierarchien und zwang – „alle sollen gleich leiden“, so die rede von den einen, während ein anderer typ von defekt eher das bedürfnis produziert, selbst auf andere herunterzuschauen und sich als gnadenlos überlegen vorkommen zu dürfen.

und darüber genauer nachzudenken, ist tatsächlich eines der gefährlichsten dinge, die Sie unter den heutigen umständen überhaupt tun können. es kann Ihnen den boden unter den füßen wegziehen...stellen Sie sich vor, was wäre denn, wenn „der mensch“ gar nicht schlecht und böse wäre, sondern in zu vielen fällen schlecht und böse gemacht worden ist? oh graus, dann müssten leute wie der folgende kommentator ja gründlich beginnen, sich selbst besser kennenzulernen, am ende sich gar selbst – lieben lernen? und womöglich beginnen, die eigenen eltern zu kritisieren.

“Nach dem Niedergang des Kommunismus in seiner gelebten Form sollten wir uns als Menschen besser kennen! Schon allein der Egoismus *ich bin besser als Der* läßt ein solches Zusammenleben scheitern. Heute brauchen wir diesen Egoismus in unserem Wirtschaftsystem sogar.“

wer soetwas ernst meint und ernsthaft vertritt, muss sich, völlig unabhängig von den gründen für die entwicklung dieser einstellung, das attribut „antisozial“ gefallen lassen. und „denkfaul“ noch dazu, denn der „egoismus“ wird hier quasi wie ein naturphänomen hingenommen. was dann auch bedeuten würde, den schreiber selbst als egoistisch einzugruppieren – er steckt sich ja gleichfalls in diese schublade. so ähnlich wie der folgende, dessen kommentar ich mir für den schluß aufgehoben habe:

„Ich werde natürlich gewaltig Haue kriegen,von all den hochmögenden Damen und Herren,die sich äusserten oder Gedanken machen. Als Jesuitenzögling und gelernter Jurist,
der aber was ganz anderes macht,gerne macht,sage ich nur: diese Debatten sind gefährlich,weil sie Begehrlichkeiten weckt.Zu gross ist die Versuchung vieler,auf der faulen Haut liegen zu bleiben,Dank BGE.
Obwohl ich Katholik bin favorisiere ich eher in Sachen Lebensunterhalt den Calvinismus,oder meinetwegen die protetantische Arbeitsethik.“


einfach nur in kurzform: „die haue“ scheint als erwartung fest verankert zu sein, und das wird seine gründe haben, die allerdings sehr wahrscheinlich eher in den ganz persönlichen erfahrungen des kommentators liegen – kritik als „haue“ zu empfinden, ist bemerkenswert, allerdings recht verbreitet. dann: „gefährliche begehrlichkeiten“ und „versuchungen“ – wann, wo und von wem hat dieser mann gelernt, dass es gefährlich ist, eigenen begehrlichkeiten und fremden versuchungen nachzugeben? als „jesuitenzögling und gelernter jurist“ dann auch noch gleich in zwei institutionalisierten und organisierten produktionen (im sinne von abstrakten konstrukten, die sowohl religion als auch justiz bis heute primär darstellen) des objektivistischen bewusstseins involviert zu sein, macht das trostlose bild eines wahrhaft unfreien menschen, der seinen käfig allerdings für die einzige „freiheit“ halten muss, komplett. „unter zwängen sollst du leben“, könnte das (uneingestandene) motto solcher leute sein.

„alte psychoklassen aller länder, ihr habt nichts zu verlieren als eure ängste und wahnvorstellungen!“

in viel zu vielen fällen wird allerdings die gesamte existenz rund um diese ängste und wahngebilde herum organisiert (bzw. organisiert sich selbst). das wäre alleine für sich schon eine tragödie, hat allerdings bis heute für millionen wahrhaft tödliche folgen. und ist als womöglich primär gestaltendes element unserer sozialen verhältnisse schlicht völlig unakzeptabel.

*

einen nachtrag habe ich noch, und zwar ein zitat aus der sog. politischen klasse zur idee des grundeinkommens, das einiges deutlich macht:

Peter Glotz, ehemaliger SPD-Bundesgeschäftsführer, formulierte es für die politischen Parteien so: "Keine Partei findet das gut. Denn an der Arbeit hängt auch die Macht der Parteien und Organisationen."

dem ist nichts hinzuzufügen. machtmenschen brauchen hierarchien, ängste und zwänge.
jana (Gast) - 15. Nov, 17:47

ein...

lächelnder smilie und ein nickender ...
einmal vollständig dem gesamten artikel von dir zustimme...
huii...
es geschehen noch wunder ...

+
dir das hinzukopiere,was nach zwei jahren therapie "wichtig" wurd :

naja,den "schrecken" haben wir bisher gelebt und nun endlich kommt der klick im kopf,daß , um "normal" zu leben ,wir nur noch annehmen müssen + den blick drauf zulassen müssen,was da schön und leicht und gut und einfach ist....daß wir uns selbst es nicht länger "schwer" machen müssen.....
.....
....
die wurzeln sind ja da,nur wir haben sie auf "wasser" oder auch "eis" gelegt und ne undurchdringliche schicht drübergepinselt,um dem gefühl der entwurzelung zu entsprechen .....
...jetzt gehts halt eher darum,das eis abzukratzen und die "übermalungen" abzukratzen und warme erde auf das wasser zu schütten,daß die wurzeln,die ja da sind auch halt finden und geben ;-).....
.....
es geht nicht um : positiv-denken.....geht nur um die wirklich mühevolle und sogar "schmerzliche" akzeptanz und den blick darauf,daß es "schönes","gutes"...sonstwas in uns gibt + das auch endlich zu leben,sich erlauben,das leben zu dürfen.....
...
die "schatten" sind nämlich eigendlich das licht ....
...

+++++++++++++++++++

und genau das ist schwer,shite schwer und real schmerzhaft...
teils physiologisch wahrnehmbar schmerzhaft,wie paradox auch immer das klingen mag !
den blick wirft man sogar noch drauf,aber die akzeptanz is schwierig...

denke eh gen artikel...
würde "neid" stück für stück positiver bewertet nach und nach,bekäme dies "neidischsein" eher das vorzeichen "anreiz für eigenes tun"....so könnte diese art positiv bewerteter neid die "mißgunst" ablösen,die für die meisten menschen für neid steht....
ein abgelehntes "gefühl" wird nur durch die ablehnung so intensiv....es produziert sich selbst durch seine ablehnung,sein abgelehntwerden...

lg
jana

monoma - 15. Nov, 22:00

ot: linkprobleme...

...deren grund mir gerade unklar ist, führen leider momentan zu toten links. werde versuchen, dass so schnell wie möglich zu korrigieren.

***

so, erledigt - alle links im beitrag müssten jetzt wieder aktiv sein.

Morgaine - 16. Nov, 10:51

Schön, dass die Idee eines (bedingungslosen ) Grundeinkommens auch auf dieser Seite thematisiert wird. Leider fällt mir hier manchmal auf, dass doch sehr pauschale Urteile gesprochen werden über "Die Politiker" bzw. "Die politische Klasse" beispielsweise. Und soll aus dem o.g. Zitat eines Jesuiten in induktiver Manier auf Jesuiten oder gar Religion an sich geschlossen werden? Ich hoffe nicht, dass dem nicht so ist, denn das würde die Qualität Ihrer Thesen doch sehr schmälern.

Ihre Themen sind immer sehr nah dran an meinen aktuellen Diskussionen, Erlebnissen, Erfahrungen. Ich gehe davon, dass wir beide also nah dran sind am Zeitgeschehen, gelle? Aus aktuellem Anlass daher hier das Beispiel des Jesuiten Friedhelm Hengsbach.
http://www.das-parlament.de/2005/07/DaspolitischeBuch/003.html
mo (Gast) - 16. Nov, 17:03

eine längere...

... antwort habe ich als eigenen beitrag gepostet.

mfg
mo
anaximander (Gast) - 1. Dez, 22:28

Bürgergehalt

Hm, was da fehlt, ist der Hinweis auf das Buch von Christopher Ray
http://www.faktuell-verlag.de/autorenverlagstitel1.shtml

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Grummel (Gast) - 23. Jan, 21:22
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Grummel - 9. Jan, 20:16
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Grummel - 15. Sep, 16:50
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