Mittwoch, 21. Januar 2009

notiz: "...mindestens 130 millionen dollar..."

meine inhaltliche skepsis bezgl. des neuen us-präsidenten hatte ich bereits bei seiner wahl im vergangenen november skizziert; aber wenn ich mir sowohl die kosten der gestrigen, eher an pompöse monarchistische und/oder religiöse rituale erinnernde amtseinführung - aufgepimpt zu einer us-spezifischen show - betrachte...

(...)"Laut Medienberichten werden die Feierlichkeiten mindestens 130 Millionen Dollar kosten."(...)

...als auch die quellen und umstände, aus und unter denen dieses geld aufgetrieben wurde...

(...)"Ein Blick auf die Liste der großzügigsten Spender ist trotzdem aufschlussreich: Laut einem Bericht des Wall Street Journal sind Wall-Street-Angestellte bislang die fleißigsten Spender – 5,7 Millionen Dollar stammen aus ihren Taschen. Pikant dabei: Ausgerechnet jene Banken, die am meisten Geld von der US-Regierung kassieren, zahlen fleißig für Obamas Feiern."(...)

...und mir deutlich mache, dass der große rest natürlich aus steuermitteln bzw. budgets des bundes sowie der betroffenen bundestaaten kommt, dann muss ich sagen, das obama vermutlich nicht nur für mich wesentlich glaubwürdiger gewesen wäre, wenn er sinngemäß etwa folgendes gesagt hätte:

"liebe leute, im angesicht tatsächlich existenzieller not bereits hier unmittelbar vor meiner haustür, im angesicht von millionen mit hunger, obdachlosigkeit und krankheit bedrohter us-bürgerInnen bevorzuge ich einen formlosen und kostengünstigen akt - das geld, das hier ansonsten für show und glitter draufgehen würde, kann ganz aktuell ganz reale not lindern. ich bitte um Ihr verständnis."

da wäre ich der erste gewesen, der ein lautes "respect!" verkündet hätte. und ja, das wäre ein echtes zeichen gewesen.

so aber bleibt nichts anderes, als zusätzlich noch den üblichen "elitären"
zynismus zu konstatieren:

(...)"Die Stadt ist ausverkauft. Hausbesitzer haben ihr Heim für Tausende Dollar an Obama-Fans vermietet. Im Luxushotel Four Seasons gab es eine Suite zum Sonderangebot von 10.000 Dollar. Nur die wenigsten waren so generös wie der Unternehmer Earl Stafford aus Virginia: Er lud mehr als 400 sozial benachteiligte Bürger nach Washington ein, Arme, Obdachlose. Spendierte ihnen den Smoking, das Ballkleid, das Hotel, ein Ticket zum Ball, Limousinentransfers inklusive. Allein die Hotelzimmer ließ sich Stafford eine Million Dollar kosten."(...)

worüber jenseits dieses "wohltäters" nichts mehr geschrieben wird: durften denn die armen und obdachlosen ihren smoking und ihr ballkleid wenigstens wieder mit in ihren slum oder auf ihre parkbank nehmen?

wie ich schon im november schrieb: don´t believe the hype!

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