jana (Gast) - 23. Okt, 13:06

Wenn ein Grundsymptom dieser Zeit aus ihren Entwicklungen heraus : Angst vor dem Andren ....hieße (für mich ists das) .... so müßte der Weg über Vertrauen wiederfinden laufen oder auch darüber, das eigene Unschuldige, wissbegierige, fragende Wesen wiederzufinden, dem es,weil es nicht vorgeprägt ist, egal ist, was andre Menschen urteilen könnten oder tun oder lassen, dessen Selbstberechtung im Dasein auf "Unschuld" und "ohne bösen Vorsatz" beruht.

Wir hatten eine Art "Spiegeldiskussion" im Forum, ich komme leider nicht hinein, irgendwelche Störungen,sonst hätt ichs halt einfach kopiert.
Es ging drum, eben doch andre, reale Menschen als Gegenüber zu brauchen, um sich selbst zu finden Stück für Stück,um real spiegel zu haben eben,real beobachten zu können,was meine aktion als reaktion auslöst und draufhin wieder in mir zu reagieren und so weiter...

es kam der vergleich,daß in einem literaturcafe haargenau dieselben themen doch vorherrschen würden,wie eben in einem borderline-forum,nur ,daß dort in dem cafe reale menschen ein weiteres spektrum bieten,da nunmal real vor der Neese...


zitat :
“Bewegungsmuster, die im Gehirn aktiviert werden, wenn wir Handlungen einer anderen Person beobachten, enthalten auch Informationen und Wissen über die Funktionsweise unseres eigenen Körpers.

Die Bewegungsmöglichkeiten und -beschränkungen unseres eigenen Körpers sind also die Referenz, von der ausgehend wir die Handlungen anderer Personen verarbeiten und interpretieren.

Anders ausgedrückt: Was wir selbst können, verstehen wir auch bei anderen und umgekehrt, was wir selbst nicht können, verstehen wir auch bei anderen nicht. Rückmeldungen von unserem eigenen Körper tragen also offenbar zu unserem intuitiven Wissen über die Absichten anderer Personen bei.

Auf diese Weise können wir nicht nur Handlungsfolgen vorhersagen, sondern uns sogar in die andere Person "hineinversetzen". Ein solcher Mechanismus ist die Basis für Mitgefühl und Empathie und somit entscheidend für das Gelingen und Fortbestehen sozialer Beziehungen.“

+++++++++++

Wenn man nun eben davon ausgeht,daß ein offiziell "gestörter" wenig bis null Zugang zum eigenen Körper und dessen Kapazitäten hat, und wenn so ein "Gestörter" als Basis der sozialen Kontakte "Angst" empfindet und all sein Verhalten im Sozialen auf Angst ursächlich gründet, so ist dieser Mensch ,wenn er nicht ängstlich in Erscheinung tritt eben höchstens ein Plagiat eines andren Menschen,den er als Erscheinungsbild kopiert-bevorzugt.
ich-los eben.
Und dieser Mensch kann noch so sehr andre Menschen suchen und aus ihrem Reagieren auf ihn in sich selbst versuchen etwas zu finden, es ist nur beschränkt möglich,wenn die angst zu groß ist,sogar gar nicht,denn es wird ausschließlich auf ein Plagiat einer andren Person reagiert.

Mein Problem nun mit diesem Lernen,inneren Finden-Wollen ists, daß ,ginge ich nun in solchen einen realen Raum,wie das Literatur-Cafe und würde dort ja dieselben Probleme gern diskutieren wie in diesem Borderline-Forum und sei es,ich hätte im Grundsatz keine Angst mehr,sondern eher wie oben beschrieben eine Art Neugier, so passierte mir nun schlußendlich,da dies Grundsymptom der Angst vorm andren für mich jedenfalls gesellschaftlich verfestigt besteht, daß ich wiederum nur Plagiate erlebe, Rollen , Masken , nunja,eben ängstliche Menschen,die aber nichtmal was von ihrer Grundangst wissen.
Und so laufe ich ins Leere in solchem Sozialen Gefüge,wenn ich lernen will,mich finden will,wiederfinden will in mir,außer eben ein doch schon bekanntes rollenverhalten und die bekannte angst,die nun in dieser art aber nicht mehr besteht...

Seit ich diese Angst eben losbin,gelingts immer weniger von andren zu lernen,etwas über mich zu lernen,in mir wiederzufinden ...
Als wäre alles Lernen nur bis zu dieser Schranke der Angst möglich.

Nun wird also gefordert,was da steht...
und per psych.kram von dir diese beigabe...
Und am Ende dennoch steht Mensch nur da und fragt eben : Und,wie solls sich ändern ?

wie nimmt man den menschen die angst vor den menschen ?

Auch mein Fazit,daß ich dann doch wieder eher in einem Borderlein-Forum lernen kann,mich finden kann,denn dort sich sich die Menschen ihrer Angst bewußt und sie machen sich offen,sind offen teils und fehlt auch das face-to-face , so lerne ich im dortigen spiegeln anscheinend dennoch immernoch mehr,als im Realen.


ich hatte grade ein eigenartiges erlebnis gen "Körper" :
also zu :
zitat :
Wie man den Körper wahrnimmt
Gesunde Menschen können dies dagegen dank der Eigenwahrnehmung ihres Körpers (so genannte propriozeptive Rückmeldungen) problemlos. Die Eigenwahrnehmung vermittelt unserem Gehirn außerdem, wann und in welchem Umfang sich Muskeln zusammenziehen oder strecken und in welchem Ausmaß sich Gelenke beugen oder strecken. Erst dieser Sinn befähigt uns, bestimmte Körperhaltungen einzunehmen, Bewegungen auszuführen und ist entscheidend für das psychologische Bewusstsein, einen Körper zu haben.“

+++++++
Sagen wir,ich hatte eine entkrampfende,entspannende Nacht hmm, nicht allein ...
Und irgendwann lag ich da,spürte meinen Körper,alles und dies in absoluter Schmerzfreiheit,die mir erst da aber bewußt wurde,also eigendlich vielmehr bewußt wurde,daß ich eigendlich im Dauerzustand Schmerz fühle anscheinend, also einen schmerzenden Körper.
Ich konnt nur sagen : DAS muß Ausgeglichenheit sein,genau das.

Was ist,egal ob krank oder nicht, wenn auch der gesunde Mensch ausschließlich eine Eigenwahrnehmung seines Körpers auf Grundlage von Schmerzen in diesem Körper besitzt.
Sicher spürt man seine muskeln,Gelenke,alles ebenund das Hirn sagt : das ist dein Körper,das bist du (auch)...
Wie sollte es unter dieser Art zu denken,wahrzunehmen wundern,daß sich Menschenmassen gen "Autismus" bewegen ,also Menschen individuell für sich,aber im Gesamten eine solche Bewegung stattfindet ?
Was ist dann wiederum mit dieser eigenartigen Schmerzempfinden-Unfähigkeit bzw der Fähigkeit,Schmerzen als solche nicht werten zu müssen bei "Gestörten Menschen" ?

Absolute Entspannung als "Schmerzfreiheit", nunja, wie sowas heutzutage "bekommen" ?

+
zitat :
und hier muss ich einhaken: wie schon gesagt fällt empathie erstens nicht vom himmel, lässt sich zweitens als menschliche wahrnehmungsoption begreifen, die drittens geschädigt sein oder auch ganz ausfallen kann – letzteres eben z.b. bei den krankheiten, die unter dem label „autismus“ geführt werden (und bei einigen als solchen definierten persönlichkeitsstörungen ebenso). es spricht einiges dafür, davon auszugehen, dass unter unseren heutigen lebenbedingungen empathische fähigkeiten eher hinderlich sind – wenn Sie sich die bedingungen einer konkurrenz- bzw. sog. leistungsgesellschaft einmal vor augen führen. und dazu noch dieses: empathie basiert auf körperlich-materiellen grundlagen, jedenfalls nachdem, was wir heute wissen können. einmal wären da die bereits schon öfter genannten spiegelneurone, zum anderen aber auch das hier:......

+++++++++++
ich denke nicht,daß ursächlich emphatie als hindernis in dieser gesellschaft ....das fehlen dieser bestimmt,sondern sich zuspitzend ein Nicht-Lernen-Können in dieser Gesellschaft und dies nicht nur "pathologisch" sich äußernd in den Einzelfällen der registrioerten Gestörten,sondern als Grundentwicklung eben...

+++++
Woher nun also diese Grundangst bei scheinbar fast allen Menschen vor dem andren Menschen ?
Woher denn diese Entwicklung,die in diesem Manifest da gefordert wird ?

Und ursächlich die Frage : Welcher Art sind diese Körperwahrnehmungen ? Basieren sie auf Schmerz?der nicht als Schmerz empfunden wird,weil nie schmerzlos ?

...
diese "progressive muskelentspannung nach jakobsen" bei meiner kur vor öhhm,dreieinhalb jahren hat immermal in die nähe dessen gebracht,was ich als entspannung jetzt in ner art vollkommenheit,so blöd das klingt, erlebt hab.

diese "sucht" nach entspannung aus der eso-bewegung, diese suche nach "leere" ja auch, ists nicht alles die suche danach,angst loszuwerdenmal kurz,die diese allgemeinen immer daseienden körperlichen schmerzen verursacht,die den eigenen körper dann als existent wahrnehmen lassen ?

drausfolgend also wirklich : sich entschleunigen ...
der panischen raserei entziehen,auszeit nehmen und dies unschuldige,angstfreie in sich finden,suchen....?

und indem man eben sich schließlich relativ entspannt und angstfrei lebt,andren zeigen,daß es dieses "lebensimpulses"-angst nicht bedarf wirklich...?

ach zig gedanken dazu mal wieder,mal kurz....
naja,eher lang...
dir herwerf mal kurz,
oder lang ...

und nen lieben gruß auch,
jana
(immernoch irritiert von diesen schmerzfreien momenten grade und rot anlaufend,nich blau)

monoma - 23. Okt, 18:20

ja, aber...

hi jana,

Es ging drum, eben doch andre, reale Menschen als Gegenüber zu brauchen, um sich selbst zu finden Stück für Stück,um real spiegel zu haben eben,real beobachten zu können,was meine aktion als reaktion auslöst und draufhin wieder in mir zu reagieren und so weiter...


dazu brauchst du aber bereits die nötige ausstattung an fähigkeiten, andere eben auch überhaupt wahrnehmen zu können - und wenn diese fähigkeiten bereits geschädigt sind...?

*

was du zu deinem eigenen erlebnis geschrieben hast, finde ich spannend - im zustand der (relativen) weitgehenden entspannung eigentlich eine totale verspannung wahrzunehmen, die sich eben auch durch schmerzen äussern kann, ist, wie ich vermute, eine eigentlich recht weit verbreitete erfahrung - mein eigener eindruck ist der, dass uns die - wenn nicht eh im eigenen leben, so doch strukturell vorhandene und auch medial allgegenwärtige gewalt in einen chronischen angstzustand versetzt, der dann wiederum individuell variierende, chronische zustaände von dissoziation (betäubung, anästhesie) produziert, um überhaupt als subjekt - wenn auch eingeschränkt - existenzfähig zu bleiben.

danke für den knochen ;-)

grüße zurück,
mo
jana (Gast) - 23. Okt, 19:00

zitat :
Es ging drum, eben doch andre, reale Menschen als Gegenüber zu brauchen, um sich selbst zu finden Stück für Stück,um real spiegel zu haben eben,real beobachten zu können,was meine aktion als reaktion auslöst und draufhin wieder in mir zu reagieren und so weiter...


dazu brauchst du aber bereits die nötige ausstattung an fähigkeiten, andere eben auch überhaupt wahrnehmen zu können - und wenn diese fähigkeiten bereits geschädigt sind...?


wer beurteilt die schädigung dessen,den grad der schädigung usw ?
wer kann ein vergleichsmaß dazu stellen,darstellen ?
du?

und : wieso kannst du smilies schreiben und ich nicht,ohne irgendnen spruch zwecks "bildeinfügen" zu bekommen ??

okay,smilies wollt ich mir eh abgewöhnen,is schwer! sehr schwer!-zugeben muß...

okay,zu obigem noch...

ich gehe davon aus,daß es keine irreversiblen hirnschädigungen an meinem kleinen hirn gibt,sondern meine fähigkeit,andre menschen wahrzunehmen von einer übergroßen angst (du hattest mal mal was aus der säuglingsforschung,pränatalen forschung,naja,von ner angst aus diesem stadium heraus erwähnt...)
blockiert,wenn nicht gar über weite strecken ganz verhindert wurde--->soz.phobie dan auch rundum und all die folgeängste ...

nunja,wie schon so oft : entweder bin ich ein multi und meine neue persönlichkeit ,die seit etwa zwei jahren sich nach und nach festigt lebt nicht mehr in dieser angst oder es hat sich was verändert und ich als gesamtperson ohne n multi zu sein bin diese art übergroße angst los..
somit auch immer mehr in der lage,meine mitmenschen wahrzunehmen...folgeängsten werden nach und nach abgebaut,soz.phobie besteht gar nicht mehr...
ich muß sicherlich aufpassen,nicht reiz-überflutet zu werden,was nunmal menschenmassen dann doch an sich haben,aber das ist eher der grund,dem aus dem wege zu gehen,als die angst vor menschen an sich,wie früher...

somit wäre das beispiel schon nicht rein als hirnspielchen zu sehen,daß ich mich nun wiederum angstfrei in einem literatur-cafe an diskussionen bspw beteiligen möcht,interaktion möchte usw usf ... und nun wiederum bei vielen andren menschen auf diese angst treffe,bis dahin sind spiegel drin,über diese angstschwelle (der andren) hinaus aber selten ...

soweit

lg
jana
(tabak nachkaufen muß----->angst ohne was dazuhocken ...öhhm....naja....)
*zwinker*...

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