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kontext 50: "Da stimmt etwas ganz Fundamentales mit dieser Gesellschaft nicht"

mit diesen sätzen endet ein artikel, der eigentlich nicht nur bei spon als zumindest zeitweise ständige topschlagzeile präsentiert gehört, weil er wissen über uns selbst und unsere psychophysischen funktionen enthält, ohne dessen verbreitung und anschliessende weitreichende konsequenzen keinerlei entwürfe grundsätzlich sozialerer gesellschaftlicher verhältnisse mehr auskommen können. es geht um einen überblick hinsichtlich wichtiger ergebnisse der pränatalen forschung, und dieser überblick lässt sich als ergänzung und vertiefung meines eigenen basisbeitrags zur pränatalen phase nutzen. gleichfalls macht er auch wesentliche strukturen deutlich, die zu den unsichtbaren quellen von kriegen wie aktuell in nahost oder sri lanka gehören.

(...)"Die Annahme oder Ablehnung des Fötus ist die erste, ganz zentrale Erfahrung von Beziehung. Denn nicht nur über die Nabelschnur, auch über seine Sinnesorgane ist der Fötus eng an die Gefühlswelt der Mutter angeschlossen: Wenn sie Angst hat, schlägt ihr Herz schneller, ihre Blutgefäße verengen sich, die Gebärmutter zieht sich zusammen. Der Lebensraum des Fötus wird enger, der Sauerstoff in seiner Blutzufuhr knapp. Gleichzeitig dringen über die Nabelschnur Botenstoffe in seinen Organismus, die ihn biochemisch auf das Gefühl von Angst und Furcht programmieren. Über diesen Umweg hat auch der Vater Einfluss auf das neue Leben.(...)

Die Gefühlswelt des ungeborenen Kindes wird über biochemische Marker als Reaktionsmuster im Organismus tief verankert – mit gravierenden Folgen. Unerwünschte Kinder, deren Mutter keine Bindung zu ihnen aufbauen kann, produzieren deutlich weniger Oxytocin, das Bindungshormon, das für den Aufbau von Beziehungen, vor allem aber für die Liebe zwischen Mutter und Kind zuständig ist. Selbst wenn sie gleich nach der Geburt in die Obhut liebevoller Pflegeeltern kommen, bleibt ihr Oxytocinhaushalt ein Leben lang geschwächt, weil seine Basis bereits in der Schwangerschaft gelegt wird. "Die Fähigkeit oder Unfähigkeit zu lieben", so Pränatalexperte Ludwig Janus, "kann so über Generationen weitervererbt werden." Da jede Schwangerschaft immer auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Kindrolle mit sich bringt, können traumatische Erlebnisse im Uterus auch noch Enkel und Urenkel beeinflussen."(...)


und dieses fazit kann ich - wen wundert´s - nur dreimal dick unterstreichen:

(...)"Die Fähigkeit zum sozialen Miteinander, eine Tendenz zu Kriminalität und Gewalt, aber auch Friedfertigkeit und Empathie werden ganz entscheidend bereits in der Phase vor der Geburt geprägt."(...)

und dabei muss nicht nur an schwangere in offenen kriegsgebieten gedacht werden, sondern auch bspw. an schwangere frauen unter der knute von "hartz-IV" mit allem stress, der damit verbunden ist. solange wir uns unsere antisozialen mutanten auf diesen und anderen wegen selbst weiter produzieren bzw. wir diese vorgänge mehr oder weniger stillschweigend dulden, brauchen wir uns eigentlich über die folgen nicht zu
beschweren.

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