notiz: krisennews und -gedanken (22)

bei ansicht der im letzten beitrag dokumentierten liste der regierungs"berater" aus banken und konzernen ist natürlich gerade am beispiel des finanzministeriums schön zu sehen, wer da wirklich u.a. genau diejenigen gesetze und regelungen gestaltet hat, die jetzt ihren teil zur aktuellen situation beigetragen haben. so ziemlich alle namen dort sind inzwischen mehrfach extrem unangenehm aufgefallen; nicht zuletzt deswegen, weil sich die dort genannten schon seit längerer zeit selbst als "systemisch unverzichtbar" deklarieren und aus diesem grund mittels der gleichen staats- und demokratiesimulation, in der ihre gesetze stecken, jetzt auch den großteil der hiesigen bevökerung um milliarden erleichtern. ich hatte früher mal von den "neidischen mafiosi" im angesicht der wirklich großen dinger ihrer "legalen" brüder im ungeist geschrieben; mittlerweile dürften aus den tränen des neides ganze sturzbäche und weinkrämpfe geworden sein. zumindest bei denen, die noch nicht in der "legalität" mitspielen dürfen. und nun zu weiteren formen und folgen dieser hoch organisierten kriminalität - die news:
  • welthandel I: "baltic dry index" hat sich auf niedrigem niveau stabilisiert
  • welthandel II: aber warum? zu krisenauswirkungen im globalen transportsektor
  • argentinien 2002: wie fühlt sich eigentlich ein staatsbankrott an?
  • irland: kürzen, streichen, "opfer bringen" - die krise wird schmerzhaft
  • usa: die krise ist schmerzhaft - obdachlosigkeit in new york
  • panne oder inszenierung? zwei wirtschaftskommentatoren reden klartext zur "hypo real estate"
  • meldungen von großen und kleinen unruhen: china, polen, italien
  • prognose für deutschland aus bürgerlicher sicht: aufruhr zu erwarten?
  • italienischer gewerkschafter zu den wilden streiks in großbritannien und ihren nationalistischen tendenzen
*

zu denjenigen dingen, von deren existenz ich erst durch die krise erfahren habe, gehört auch der in mehreren krisennews des letzten herbstes erwähnte
baltic dry index, der v.a. deswegen zum thema wurde, weil er sich aufgrund seiner relativen unabhängigkeit von spekulativen prozessen als frühindikator für den welthandel eignet:

(...)"Ein Zusammenhang besteht von Frachtraten mit Rohstoffpreisen und der Nachfrage nach Metallen, Treibstoffen und Nahrungsmitteln. Da der BDI die Verschiffungskosten von Rohstoffen, der Vorstufe der Produktion ermittelt, mißt er präzise das Volumen des Welthandels auf der Anfangsstufe.(...)

Je größer die Anzahl der zu verschiffenden Güter ist, desto größer ist die Nachfrage und desto höher der Verschiffungspreis. Eine Aufwärtsbewegung des BDI signalisiert einen Anstieg des globalen Handels, eine Abwärtsbewegung das Gegenteil."(...)


vom herbst bis dezember letzten jahres befand sich der bdi auf einer bisher einmaligen sturzfahrt:

(...)"Auf den tiefsten Stand seit 1986 sank der Index am 5. Dezember 2008 mit einem Schlussstand von 663 Punkten. Seit dem Allzeithöchststand vom 20. Mai 2008 entspricht das einem Rückgang um 94,4 Prozent. Das ist der größte Sturz in der Geschichte des Baltic Dry Index."

seitdem hat er sich, wie es so schön heißt, "erholt":

"Am 27. Januar 2009 überwand der Index mit 1004 Punkten erstmals seit 27. Oktober 2008 wieder die Marke von 1000 Punkten."

und steht am heutigen tag bei aktuell 1974 punkten. woher nun kam der erwähnte sturz, und was sagt das aktuelle steigen aus?

(...)"International wurden 2007 Güter im Wert von 14 Billionen US-Dollar gehandelt (Waren-Exporte). Davon waren nach Angaben der Welthandelsorganisation (WTO) 90 Prozent durch Akkreditive (englisch: „letters of credit“) oder sonstige Zahlungsgarantien abgesichert. Im gleichen Jahr wurden weltweit Neubauaufträge für mehr als 10.000 Schiffseinheiten mit einem Wert von 233 Milliarden US-Dollar erteilt. Die Auftragszahlen bedeuten für den Seetransport einen historischen Rekord.

Die Finanzkrise hat zu einem Zusammenbruch der Handelsfinanzierung geführt, da die Banken untereinander kaum noch Zahlungsverpflichtungen eingehen. Überkapazitäten aufgrund fehlender Nachfrage und Konjunktursorgen bereiten der Schifffahrt Probleme. Zahlreiche Bestellungen neuer Schiffe mussten wegen Finanzierungsproblemen verschoben oder storniert werden, Reeder legten Frachter still oder schlossen ganze Betriebsteile."(...)


der anstieg des bdi zur zeit ist vor allem deswegen erstaunlich, weil sich die oben skizzierte situation keinesfalls verbessert hat,
im gegenteil:

(...)"Die weltweite Aufblähung des Finanz- und spekulativen Kapitals begünstigte die Produktionssteigerung im internationalen Schiffbau in einem Maß, das jeglichen Bezug zum tatsächlichen Transportsektor verloren hat. Da die real existierenden Werften seit 2005 mit Aufträgen auf Jahre hinweg völlig ausgebucht waren, wurden Verträge über Hunderte große Containerschiffe mit sogenannten Greenfield-Werften (Werften auf der grünen Wiese) abgeschlossen, die es noch gar nicht gab (und die es nun nie geben wird).(...)

Noch im Januar 2008 kostete die Beförderung eines Containers von China nach Europa rund 2500 US-Dollar. Anfang 2009 ist dieser Preis auf ein Zehntel, auf 250 US-Dollar gesunken. Oder, bezogen auf eine konkrete Ware: Vor einem Jahr lagen die Kosten für den Transport einer Flasche australischen Weins nach Europa bei rund 20 Cent. Anfang 2009 liegen sie bei weniger als zehn Cent. Diese – durch gewaltige Überkapazitäten bewirkten – Dumping-Transportpreise werden die Tendenz zu ständig absurderen Arbeitsteilungen und zu einer fortgesetzt erhöhten Beförderungsintensität – zu immer mehr Transportkilometern, die in einer Ware stecken – steigern.(...)

In den vergangenen Jahren haben die Reedereien im festen Glauben an ein göttlich vorgegebenes kontinuierliches Wachstum 1350 weitere Containerschiffe bestellt. Allein 2009 werden 470 neue Frachter mit einer Kapazität von 1,8 Millionen Standardcontainern die Werften verlassen – das ist ein Plus von 15 Prozent der gesamten Weltflotte in einem Jahr, in dem die realen Transporte in einer ähnlichen Dimension rückläufig sein dürften. Die Folge ist ein Absturz der Charterraten. Rund die Hälfte der Container werden von den großen Reedereien mit gemieteten Schiffen transportiert. Die Leihgebühren haben sich im Zeitraum März 2008 bis Januar 2009 auf weniger als die Hälfte reduziert. Die Frachtraten für Massengüter sanken sogar um mehr als 90 Prozent."(...)


das im letzten satz beschriebene ist genau das, was sich im sturz des bdi wiedergespiegelt hat. aber nochmal zur zentralen frage: woher entsteht die jetzige aufwärtstendenz, die hier und da schon als erstes und frühes zeichen eines baldigen "aufschwungs" interpretiert wird? als ich das erste mal von steigen des bdi erfuhr, kam mir spontan der gedanke, dass sich hier vielleicht die frühen auswirkungen der weltweit aufgelegten "konjunkturprogramme" manifestieren könnten, die in bestimmten, von diesen programmen jeweils besonders profitierenden branchen zu einer art aktivität auf vorschuß geführt haben. desweiteren könnte eine - wie auch immer - durchgesetzte entspannung hinsichtlich der sog. akkreditive den handel aus der ernstesten gefahr vorläufig gerettet haben - vielleicht erinnern sich manche leserInnen daran, dass im herbst tatsächlich auf bestimmten seeschifffahrtsrouten bereits tote hose war, und die gefahr von lieferengpässen bei bestimmten gütern durchaus genau so real war wie der anfang oktober in mehreren staaten stattgefundene "stille" bank run.

was sich nun aber genau im anstieg des bdi spiegelt, ist mir im kern durchaus unklar, zumal viele andere relevante krisenindikatoren weiterhin genau in die andere richtung tendieren. die börsen lasse ich dabei mal aussen vor, weil sich das geschehen dort meiner meinung nach schon länger von der realen ökonomischen situation verabschiedet hat. ich kann mich auch nicht so ganz mit erklärungsansätzen wie in einem
kommentar bei denwirtschaftsquerschüssen anfreunden:

"Die Stahlproduktion der letzten Wochen und Monate befindet sich auf den Weltmeeren, mangels Abnehmer. Die Schiffchen befahren mit Ihren Ladungen die Weltmeere mit der wagen Hoffnung auf Besserung. Vielleicht ist das der Grund warum der Baltic Dry Index "steigt". Habe ich vorhin am Telefon geflüstert bekommen. Und die Liquidität ist nur noch für 3 Monate austeichend was Thyssen-Krupp betrifft. Könnte mir gut vorstellen, dass das für andere Stahlproduzenten auch gilt."(...)

das liegt nicht nur an der nicht verifizierbaren quelle, sondern auch daran, dass stahl kein unverarbeiteter rohstoff ist. ähnliche gerüchte geistern momentan nebenbei gesagt auch bezgl. millionen barrel an rohöl herum, die sich in tankern befinden, die schon seit längerer zeit still auf den meeren liegen sollen - aus spekulativen gründen. das könnte ich mir irgendwie sogar vorstellen, sehe aber nicht die relevanz für den bdi. ich wäre sehr neugierig auf erklärungsansätze neben dem, dass sich hier tatsächlich eine kurzfristige "erholung" andeutet - was ich von einer solchen halte und warum, war oft genug thema in dieser reihe.

*

wobei gewissheit darin besteht, dass sich so einen aufschwung gerade am innigsten die "eliten" weltweit wünschen, hat die krise doch ein stadium erreicht, in dem ganz grundsätzliche fragen plötzlich nicht mehr in rubriken alá "spinnerei", "utopisch" oder "weltfremd" sortiert werden, sondern auch aus ecken zu vernehmen sind, aus denen so etwas als allerletztes zu nerwarten gewesen wäre - jüngstes beispiel der im vorletzten beitrag zitierte artikel der faz.

aber sie haben auch durchaus etwas zu verlieren, und das betrifft nicht nur materiellen reichtum, sondern auch machtpositionen. wie so etwas in zugespitzen ökonomischen momenten - und ein staatsbankrott lässt sich durchaus so einordnen - aussehen kann, hat der argentinische schriftsteller ariel magnus neulich in der taz genauer beschrieben -
lesetipp!:

(...)"Es ist schwer einzusehen, dass nicht mal der letzte Garant weiter zahlungsfähig ist. Als ob man das Fahrrad an einer Laterne gesichert hätte und bei der Rückkehr entdeckt, dass nicht nur das Fahrrad, sondern auch die Laterne weg ist. Wenn nicht nur das Angebundene, sondern das, woran es festgemacht wurde, selbst von Wind verweht wird, was bleibt dann noch stehen?

Als die Krise kam, gab der Finanzminister bekannt: Wer in Dollars anlegte, wird Dollars wiederkriegen. Das konnte nur eines heißen: Vergiss es! In der Tat wurden alle Dollars auf den Konten automatisch auf Pesos umgestellt. Dadurch verloren sich zwei Drittel ihres Wertes. Als ob von heute auf morgen - bloß ein Gedankenspiel, bitte keine Panik! - alle Euros auf den Privatkonten in Mark zurückgestellt würden. Mit dem Unterschied, dass man jetzt für jede Mark nicht wieder einen Euro, sondern nur 30 Cent bekäme.

Wie damals für uns die deutschen Haushaltsgeräte oder die US-amerikanischen Medikamente werden hier nun der venezolanische Sprit, das argentinische Fleisch und das chinesische Allesmögliche dreimal so teuer. Dreist, oder?

Und das war nicht das Schlimmste. Denn selbst wenn jemand die Reste seines Vermögens aus der Bank retten wollte, stand ihm sein Geld nicht zur Verfügung."(...)


und das sorgte dann für verdammt schlechte laune:

(...)"Auf einmal nahm Geld seine wahre Gestalt an: Es war all das, was wir versäumt hatten, vorher zu machen. Nicht Zeit war Geld, sondern Geld war Zeit, und zwar verlorene.

Die Mittelschicht entdeckte sich als politische Gruppe. Man sang das inzwischen klassische "¡Que se vayan todos!" ("Alle sollen weg!") gegen Politiker aller Parteien, während man durch die sommerlichen Straßen demonstrierte, machte alle Lichter zu einer gewissen Uhrzeit aus und klopfte eifrig auf die eigenen Küchentöpfe. Dies führte zu weiteren Gewinnen in Sachen Wortschatz: "apagón" (Stromausfall) wurde zu einem Kampfwort, während "cacerolazo" (Topfschlagen) für immer auf dem Soundtrack der Revolution der Kontoinhaber bleiben wird. Die "Alles, nur nicht mein Sparkonto"-Partei organisierte später auch Tausch-Flohmärkte mitten in der Stadt und "asambleas" (Volksversammlungen) in den Barrios. Auf einmal herrschte so etwas wie ein gemeinschaftliches Gefühl im Land, als hätten wir endlich wieder eine Weltmeisterschaft gewonnen. Und als wäre uns im Nachhinein die Trophäe unrechtmäßig geraubt worden.

Außer den Politikern galt die Wut natürlich auch den Banken, staatlichen wie privaten. Ihre Fassaden wurden mit allem Möglichen verschmutzt, von Eiern und Spucke bis Farbe und Kot.

Berühmt wurde ein Mann, der mit Sonnenschirm und Liegestuhl, Sandalen und Badehose seine Ferien vor seiner Bank verbringen wollte, nachdem das Geld für die wirkliche Reise ferner als der Strand selbst lag. Lehre Nr. 1 in einer Finanzkrise: Man lasse sich den Humor nicht nehmen."(...)


der mann spricht aus erfahrung. weitere lehren?

(...)" Lehre Nr. 2: Auch die massivsten Begriffe verlieren während einer Finanzkrise an Speck - ob sie nun Staat heißen, Sparkasse, absolut oder sicher. Die Proteste verloren allerdings nicht an Kraft. Sogar McDonalds-Filialen wurden attackiert, als ahnte man schon damals, woher die Krise wirklich kam (also von Landsleuten, die gute Geschäfte mit Auslandskapital machten).

Ende Dezember 2001 kam es dann zu massiven Plünderungen und Straßenkämpfen mit der Polizei, die zu vielen Toten führten. Der Präsident musste fliehen, im etymologischen Sinne: Er nahm einen Helikopter direkt vom Dach des Regierungssitzes, um den wütenden Massen auf der Straße aus dem Weg zu gehen. In den letzten Tagen dieses Schicksalsjahres hatte das Land mehrere Regierungschefs nacheinander, deren erster Verwaltungsakt ihre eigene Kündigung war.

Und während Neujahr hatten wir überhaupt keinen Präsidenten. Kurios: Niemand hat ihn vermisst.

Lehre Nr. 3 könnte deswegen heißen: Bloß nicht die Ruhe da unten bewahren, wenn man da oben was umrühren will."(...)


da muss ich einfach mal wieder sagen: strike! (und mal im ernst, würden Sie wirklich auch nur eine der fratzen vermissen, die hier unter dem label "regierung" ständig äusserst zweifelhafte sachen verbraten?)

*

ich hoffe ja sehr, dass es auch in irland menschen gibt, die sich den argentinischen umgang mit dem eigenen systemzerfall sehr genau betrachtet haben, und sich vielleicht die drei lehren zu herzen nehmen im kommenden
heulen und zähneklappern:

(...)"Der Weg aus der »schwersten Wirtschaftskrise seit 70 Jahren«, so Ministerpräsident Brian Cowen, wird die Iren teuer zu stehen kommen. Mit einem radikalen Sparprogramm versucht die konservative Regierung, den Staatsbankrott abzuwenden und in den nächsten fünf Jahren 16,5 Milliarden Euro (etwa zehn Prozent des BIP von 2008) einzusparen. In einem ersten Schritt werden nun für dieses Jahr die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes zur Kasse gebeten, die ab sofort erstmals in die staatlichen Pensionsfonds einzahlen müssen. Mit weiteren Maßnahmen – wie Kürzungen beim Kindergeld, Einsparungen in der Verwaltung und der Verschiebung von vereinbarten Lohnerhöhungen im öffentlichen Dienst – sollen allein in diesem Jahr zwei Milliarden Euro eingespart werden. Die Gewerkschaften versagten dem Sparpaket in letzter Sekunde ihren Segen.(...)

Die dramatische Verschlechterung ist ein Resultat der verheerenden Rezession, die Irland 2009 ein Schrumpfen der Wirtschaft um bis zu fünf Prozent bringen wird. Jeden Tag verlieren 330 Menschen ihre Arbeit, die Regierung erwartet eine Arbeitslosenrate von zwölf Prozent. Firmen gehen Pleite oder verlassen die Insel (wie der Computerriese Dell, der nach Polen abgewandert ist), ausländische Investitionen bleiben aus. Der »keltische Tiger« ist K.o..

Die Folge dramatisch sinkender Steuereinnahmen und wachsender Ausgaben sind ein Budgetdefizit, das in diesem Jahr auf bis zu 15 Prozent geschätzt wird. In dieser Situation musste die Regierung nun nach langer Realitätsverweigerung die Notbremse ziehen: »Dieses Jahr werden wir 55 Milliarden Euro ausgeben und bestenfalls 37 Milliarden einnehmen. Für jeden Mann, jede Frau und jedes Kind in diesem Land müssen wir 4500 Euro Schulden aufnehmen. Wir müssen ein Drittel unserer Ausgaben durch geborgtes Geld begleichen«, warnte Ministerpräsident Cowen. »So kann es nicht weitergehen.«

Für viele Jahre werden sich die Iren damit auf deutlich niedrigere Lebensstandards einstellen müssen."(...)


was vielleicht viele leute in anderen eu-ländern sogar mit befriedigung vernehmen werden - bis es ihnen dann selbst an den kragen geht. um keine mißverständnisse aufkommen zu lassen: ich bin sehr dafür, "lebensstandard" neu und anders zu definieren als die vulgärkapitalistische bisherige variante. aber bei den anstehenden streichungsorgien nicht nur in irland werden ohne jeden zweifel diejenigen am härtesten über die tische gezogen werden, die jetzt eh schon per definition als loser gelten. und das wird in letzter konsequenz auch tote produzieren.

*

und obdachlosigkeit ist nicht selten ein stadium auf dem weg dorthin; und dazu ein problem, das speziell in den usa ausmaße angenommen hat, die verstörend sind - war hier immer wieder thema, wird auch leider eines bleiben - heute eine art blitzlicht auf die
obdachlosigkeit in new york:

(...)"Rund hundert Menschen stürmten den Ballsaal im Grand Hyatt in Manhattan, sie trugen Schilder, auf denen stand, "Bürgermeister Bloomberg, rede mit allen New Yorkern“. "Anstatt sich um die Armen, um die Obdachlosen zu kümmern, interessiert sich Bloomberg nur für die Banker, die doch für die Rezession verantwortlich sind“, meinte einer der Protestler.

Die Demonstranten, die rasch von der Polizei aus dem Saal gedrängt wurden, gehören zu Bürgerinitiativen, die sich um Obdachlose kümmern. Denn diese sind ein wachsendes Problem. Ihre Zahl ist in einem der kältesten Winter des Jahrhunderts auf Rekordhöhen geklettert. Aber die Stadt hat ihren 600-Millionen-Dollar-Etat um 2,5 Prozent gekürzt."(...)

Obdachlos zu werden, kann in New York schnell gehen. Einer, den es erwischt hat, ist Harald Gardner, ein Taxifahrer aus Poughkeepsie, ein Städtchen im Norden der Bronx. Er hatte einen Unfall, bei dem er schwer verletzt wurde. Er verlor sein Haus und mietete den Wohnwagen eines Bekannten in einem Trailerpark. Der kostete jedoch 350 Dollar im Monat und Gardner bekam nur 300 Dollar Sozialhilfe — und bis er sie bekam, dauerte es mehr als sechs Wochen. Nach ein paar Monaten musste er auch aus dem Wohnwagen ausziehen. Heute lebt er in einem Obdachlosenheim. "Mit 300 Dollar schaffe ich es nie wieder, auf die Füße zu kommen”, sagt er. “Davon kann ich kaum das Essen bezahlen.”

Gardner ist kein Einzelfall. In New York City gibt es mehr Obdachlose als jemals in den letzten 25 Jahren: Im Februar waren 9427 Familien mit 15049 Kindern in Obdachlosenheimen untergebracht, 35.275 Menschen insgesamt, und deutlich mehr als Ende 2008. "Die Zahl der Familien in Obdachlosenheimen ist seit der Krise um 15 Prozent gestiegen“, meint Gordon Campbell, Präsident von United Way of New York City, ein Verein, der arme New Yorker unterstützt. Dazu kommen noch mindestens 3000 Menschen, die draußen oder in der U-Bahn schlafen."(...)


von 35000 menschen 15000 kinder - nicht, das erwachsene das unbedingt besser wegstecken könnten, aber kinder in so einer situation? die "beste aller welten" zeigt sich mal wieder jenseits ihrer unzähligen fakes und masken ganz real. und ganz widerlich.

*

wir machen einen räumlichen und gedanklichen sprung - das folgende video ist zwar schon an diversen stellen im netz zu bewundern, aber selbst, wenn es hier nur ein(e) leserIn noch nicht gesehen haben sollte, wäre die weitere veröffentlichung schon gerechtfertigt. ich bin mir immer noch nicht schlüssig, ob ich das eher für eine geschickte inszenierung halten soll, oder aber tatsächlich "nur" eine panne vorliegt - sehen Sie sich´s selbst an und erfahren Sie nebenbei ein paar fundamentale wahrheiten (ausdrücklich nicht: angemessene lösungen) zur "hypo real estate" - zumindest von einem der beiden ;-)



*

aber wieder ernsthaft: unter anderem genau die zustände, die auch im video thema sind, führen auf verschlungenen wegen in vielen ländern und planetaren regionen zu ereignissen, die als innere unruhen schon häufig thema der news waren. und beim folgenden handelt es sich um meldungen, die ich eher zufällig entdeckt habe, was zur frage führt, wieviel ähnliches wir gerade nicht erfahren. es handelt sich übrigens bei allen drei beispielen um länder, die diesbezgl. auch "offiziell" als kandidaten für solche krisenfolgen gelten -
china dabei an erster stelle:

(...)"Am Beginn stand das Verbot eines Drachentanzes, wie er zu den traditionellen Feiern des neuen chinesischen Jahres gehört. Die Sicherheitsgründe, die ins Treffen geführt wurden: Die Drachentänzer würden Feuerwerkskörper an ihren Kostümen tragen und gleichzeitig Alkohol konsumieren. Es folgte am Sonntag ein Protesttanz in der Verwaltungsmetropole der südwestchinesischen Provinz Guizhou und Zusammenstöße mit der Polizei, die diesen unterbinden wollte. Zwischen 2000 und 10.000 Menschen waren beteiligt, mindestens drei Polizisten und zehn Zivilpersonen wurden verletzt.

Dieser Vorfall zeigt die Spannungen in den ländlichen Regionen Chinas, auch wenn es meist um ernstere Anlässe geht: Mangelnde Entschädigung für Landkonfiskationen, Korruption und Umweltverschmutzung gehören zu den häufigsten. 2007, im letzten Jahr, für das Zahlen vorliegen, stieg die Zahl solcher Proteste auf 80.000 gegenüber 60.000 im Jahr davor."(...)


proteste= streiks, demonstrationen, betriebsbesetzungen und riots diverser ausmaße. jeden tag mehrfach an diversen orten. ich glaube, wir können uns keine rechte vorstellung machen von dem, was passieren wird, wenn die chinesischen millionen tatsächlich in großen aufruhr geraten.

zu polen ist es medial insgesamt gesehen erstaunlich ruhig; eher sind die (süd-)östlichen nachbarn ständiges thema. aber mit dieser ruhe dürfte es nach diesen
indizien bald vorbei sein:

(...)"Die Wachstumsprognose von knapp fünf musste mittlerweile auf 1,7 Prozent gesenkt werden, erklärte Premier Tusk. Um die lahmende Konjunktur anzukurbeln, setzt man in Polen nicht nur auf Ausgabenprogramme, sondern entwickelte ein straffes Sparpaket – fast 20 Milliarden Zloty weniger sind im Haushalt 2009 vorgesehen. Kritik am Sparkurs kommt aus dem nationalkonservativen Lager. Präsident Lech Kaczynski glaubt, dass die rigide Ausgabenpolitik den Abschwung noch verstärke.

Einen Vorgeschmack darauf, was dem Land dann blühen könnte, haben über tausend Stahlarbeiter gegeben. Im Rzeszow protestierten sie Ende der Woche gegen drohende Entlassungswellen. Reifen brannten, Absperrgitter wurden umgerissen. Nur der Einsatz der Polizei konnte Schlimmeres verhindern."


der dortige sicherheitsapparat weiß schon, warum er nach den unruhen im baltikum eine kooperation mit den dortigen staaten eingegangen ist. nebenbei: ist Ihnen auch aufgefallen, wie inhaltlich gleichgeschaltet in diesen tagen die wirtschaftsnachrichten aus fast jedem land der welt klingen? überall der gleiche und üble tenor.

eine kleine geschichte aus
italien noch:

"In Italien ist es bei Protesten von rund 100 Fiat-Mitarbeitern gegen Entlassungen zu Auseinandersetzungen mit der Polizei gekommen. Sieben Demonstranten wurden zur Feststellung ihrer Identität vorübergehend festgenommen, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die Arbeiter des Fiat-Werks in Pomigliano bei Neapel hatten versucht, die wichtigste Nord-Süd-Autobahn Italiens zu blockieren. Demonstranten klagten, sie sie von der Polizei geschlagen worden."(...)

hatte ich schon mal gesagt, dass sich solche und ähnliche meldungen zukünftig häufen werden. ja? dann habe ich das jetzt halt wiederholt. hier waren es "nur" hundert - dabei wird es nicht bleiben.

*

für dieses land hier gibt es nun - in buchform - eine weitere prognose unter dem titel "brennpunkt deutschland - warum unser land vor einer zeit der revolten steht". in einem
interview zu ihren thesen sagen die autorInnen unter anderem:

"LifeGen.de: Ihr Buch, das Sie nach dem Bestseller „Die Joghurt-Lüge“ geschrieben haben, trägt den Untertitel „Warum unser Land vor einer Zeit der Revolten steht“. Glauben Sie wirklich, dass es dazu kommt?

Vollborn: Vieles spricht heute dafür, dass wir in Deutschland französische Verhältnisse haben werden. Ich befürchte, dass Milliardenpakete für Banken und Kindergelderhöhungen von 10 Euro pro Monat wenig dazu beitragen, Vertrauen zu schaffen. Auch das Urteil gegen ex-Postchef Zumwinkel löst ungute Gefühle aus, zumal der Bundesgerichtshof im Dezember 2008 klar dargelegt hatte, wie Steuerhinterziehungen über eine Million Euro zu bestrafen sind: mit Gefägnis. Gilt das Urteil des BGH für Herrn Zumwinkel nicht? Bedauerlicher Weise braut sich neben den bevorstehenden und im Rahmen der Gesetze zu erwartenden Massenproteste auch weniger friedfertiges Potenzial auf. Die linksextreme Szene hat die seit zehn Jahren andauernde Militanzdebatte beendet und sich nun für den Einsatz von Gewalt ausgesprochen, zumindest sind Teile dieser Szene dafür. Am anderen Rand des extremen Spektrums plädieren rechte Parteien wie die NPD ganz offen für die „Abwicklung“ des demokratischen Systems der Bundesrepublik. Und die Mitte der Gesellschaft wendet sich von der Politik ab, weil sie sich verlassen und verraten fühlt – das sind die Zutaten, die als Mix mit dem anhaltenden soziale Abbau im Lande zu Unruhen führen können.

LifeGen.de:Aber im Lande ist es doch friedlich.

Vollborn: Glauben Sie das weiter, denn es gibt Ihnen ein Gefühl der Sicherheit. Die Sicherheitsbehörden wissen das anders, die Politik befürchtet es, doch man hält den Ball flach."(...)


neben solchen eher realistischen einschätzungen wie zu den nachweißlich geschönten offiziellen erwerbslosenzahlen ist der blick auf "extremisten" in unterschiedsloser aufzählung etwas, was micht dazu veranlasst, die autorInnen als eine art "besorgte staatsbürgerInnen" zu betrachten, was ich keinesfalls als kompliment meine. ich glaube aber, dass ihre recherchen bei den sog. "sicherheitsorganen" und deren einschätzungen teils ganz aufschlußreich sind, und weise speziell auf die aussagen zur neofaschistischen szene hin. denn deren entwicklung ist genau zu beobachten.

*

was mich inhaltlich nochmals zu den streiks der letzten woche in großbritannien bringt, die mit inhalten und untertönen daherkamen, aufgrund derer sich nicht nur nationalisten in england die hände gerieben haben dürften. eine gewerkschaftliche
stellungnahme aus italien (wo übrigens am freitag auch eine art generalstreik stattfinden soll) finde ich inhaltlich bedenkenswert:

(...)„Das ist ein schwerer Schlag. Das zeigt wie sich ein Arbeitskampf in eine Auseinandersetzung unter Arbeitern verwandeln kann.“ Der Sekretär der FIOM, Gianni Rinaldini versucht nicht die Pille zu versüßen. Im englischen Hafen von Lincolnshire spielt sich eine Tragödie ab.

Haben wir es mit Sozialdumping zu tun?

„Was im Moment in Großbritannien passiert, ist ein Zeichen dafür, dass diese Krise destruktive Dynamiken in Gang setzt und der Protest der englischen Arbeiter ist das Gegenstück zu den protektionistischen Logiken, die überall aus dem Boden schießen. Das erste, was deutlich wird, ist die Verzweifelung der Arbeiter. Gewiss gibt es die Gefahr von Dumping. Einerseits hast Du ein Unternehmen aus Syrakus mit geringem gewerkschaftlichen Organisationsgrad, andererseits hast Du die Arbeitslosigkeit in einem der Länder, die am heftigsten für die Krise bezahlen. Großbritannien hat unter Jahrzehnten der Deindustrialisierung zu leiden. Die industrielle Produktion wurde seit Thatcher durch die Finanzbranche und den Immobiliensektor ersetzt. Das erklärt die Rebellion der Arbeiter, die im industriellen Bereich tätig sind. Ja, wir stecken voll im Dumping. Ich würde gern genauer wissen, ob sich das bestätigt hat, was mir die englischen Gewerkschafter gesagt haben: Sie behaupten, dass der ((Subunternehmer-))Vertrag, den die italienische Firma ((IREM)) im Ausschreibungsverfahren gewonnen hat, nicht nur ein Lohndumping provoziert, sondern auch eine Klausel vorsieht, die die Einstellung lokaler Arbeitskräfte ausschließen und damit eine elementare Norm verletzen würde, die eine Anwendung der Arbeitsverträge aus den Ursprungsländern verbietet. In wenigen Worten: Wer ausländische Arbeiter nach Großbritannien bringt, muss dieselben Lohn- und Vertragsbedingungen garantieren, wie sie von der englischen Gesetzgebung vorgesehen sind.“

Was einen betroffen macht, ist die Unzulänglichkeit, ja fast die Inexistenz der Gewerkschaften angesichts der Globalisierungsprozesse.

„Es fehlt eine Organisation und damit ein Handeln auf globaler Ebene. Dieses Problem betrifft über die Gewerkschaften (die nur in der Lage sind, Land für Land zu agieren, wenn es gut läuft) hinaus auch die Linken, die keine Vorstellung eines anderen Auswegs aus der Krise anzubieten haben, das heißt eine solidarische und nicht protektionistische Idee. Über den englischen Fall müssen wir auf der nächsten Versammlung des Internationalen Metallarbeiterbundes diskutieren, die am 18. und 19.Februar stattfinden wird. Bei dieser Sitzung steht bereits ein Treffen mit den US-Gewerkschaften auf der Tagesordnung, das für uns nach dem geplanten Abkommen zwischen FIAT und Chrysler von grundlegender Bedeutung ist. Wir brauchen eine gemeinsame Aktion. Wir müssen Strategien und eine gemeinsame Praxis entwickeln. Zu meinen, dass man alles durch einen allgemein gehaltenen Appell an die Solidarität lösen könne, wäre eine Dummheit. Das hat in der Geschichte der Arbeiterbewegung noch nie funktioniert. Nötig sind eine Antwort und ein Vorschlag auf globaler Ebene.“


dem letzteren möchte ich zustimmen. wenn ich mir allerdings bisher die hiesigen gewerkschaften so anschaue...hm.
monoma - 11. Feb, 23:42

ein schönes beispiel...

...für die rasant abnehmenden halbwertszeiten für die äußerungen sog. "politiker" möchte ich noch erwähnen - dieses interview hatte ich ende januar hier u.a. so kommentiert:

"Es gibt immer noch Millionen Menschen in aufstrebenden Staaten wie Indien und China, die nach mehr Wohlstand streben - die wird auch diese Krise nicht stoppen. Es gibt die Antriebskraft des technischen Fortschritts ..."

ja, das sind auch so ungefähr die einzigen und höchst sinnstiftenden "inhalte", die die propagandamäuler des systems noch zur verfügung haben - selbstbeschiss mittels eigener sedierung, fixierung auf einen objektivistischen wachstumsbegriff sowie die hoffnung auf "die technik". ein großartiges programm, um noch schneller komplett gegen die wand zu fahren.


der, der da damals gegen die "weltuntergangsszenarien" wetterte, pfeift heute aus einem ganz anderen loch:

"Die Wirtschaftskrise löst in allen Industriesektoren Europas beispiellose Einbrüche aus. Zu dieser düsteren Einschätzung kommt die EU-Kommission. Eine interne Analyse stellt den Abschwung schonunglos dar.

"Völlig neu sind Ausmaß und Geschwindigkeit der Krise", sagte Industriekommissar Günter Verheugen, der die Analyse am Mittwoch in der Sitzung des Kollegiums vorstellte."(...)


aber sicher doch - das konnten wir ja nicht ahnen. das immerhin muss der politischen kaste hoch angerechnet werden: sie tun ihr bestes, um den crash noch härter und schneller werden zu lassen. im interesse eines schnellen systemkollapses durchaus lobenswert.

hartmut (Gast) - 14. Feb, 12:07

An dieser Stelle einfach einen allgemeinen herzlichen Dank für Dein Krisenblogging. Bin leider erst in den letzten Wochen hierauf gestoßen. Zieh Dir Kopien, dieses Blog wird eine wichtige historische Quelle werden - das meine ich Ernst.

Gruß aus Hamburg

monoma - 15. Feb, 01:28

da sage ich doch mal ganz bewußt und extra auf französisch "merci".

gruß aus der kleinen hanseatischen schwesterstadt zurück.
Lemmy Caution (Gast) - 17. Feb, 14:56

die eher technischen Hintergründe der Finanzmarktkrise in verständlicher...


monoma - 18. Feb, 01:59

auch danke!

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