Freitag, 17. Juni 2011

notiz: abwesenheiten [update am 18.06.]

abwesend bin zunächst ich selbst seit ein paar tagen und wahrscheinlich noch bis weit in die nächste woche hinein, wenn nicht noch länger - abwesend nämlich von einem regelmässigen online-zugang. aus diesem grund wird hier die nächste zeit auch erstmal wenig bis gar nichts passieren; ich komme normalerweise grad mal so zu kurzen leseviertelstunden, die auch nicht auf dem eigenen rechner stattfinden können - der ist gerade ebenfalls abwesend.

abwesend in vielerlei hinsicht scheint auch - bedauerlicherweise - archenoe in seinem
kommentar unten gewesen zu sein - updates bzw. eine zusammenfassung der weiteren entwicklung in sachen ehec folgen dann, wenn sich der anfangs geschilderte zustand wieder geändert hat. ansonsten würde ich Dir dringend empfehlen, nochmals beitrag und kommentare genau zu lesen und dann mit Deiner sammlung an unterstellungen zu vergleichen. zur "verärgerung" bleibt mir nur "dito!" zu sagen.

*

abwesend sind nach meinem sporadischen eindruck auch die meisten deutschsprachigen medien, wenn es zb. um die seltsame raucherei des atomaren schrotthaufens in fukushima am frühen dienstagmorgen geht:




übertroffen wird diese abwesenheit nur noch von derjenigen, die sich rund um das zur insel gewordene akw fort calhoun im us-bundesstaat nebraska medial breitmacht - das ding ist glücklicherweise im runtergefahrenen zustand gewesen, als die fluten des missouri kamen. die übrigens immer noch am steigen sind, was zu einem wettlauf zwischen flut und schutzmaßnahmen vor der selbigen führt - das naheliegende problem stellt dort das abklingbecken dar. dazu ist vor etlichen tagen bereits durch einen brand das kühlsystem ausgefallen, was alles zusammen zu einer wertung als ines 4 sowie einer flugverbotszone rund um das akw geführt hat. wie die offiziellen statements in dieser situation aussehen, muss ich wohl nicht extra erwähnen.

abwesend muss ich zu meinem bedauern auch im hinblick auf weitere aktuelle berichte bspw. aus spanien und griechenland bleiben, obgleich die situation in beiden länder mit fug und recht in verschiedener hinsicht als prekär zu beschreiben ist. wer dazu mehr lesen will, sei einmal mehr auf
die roten schuhe verwiesen; und auch telepolis berichtet meist zeitnah.

*

so, bis auf weiteres verabschiede ich mich mit einem nachdenklich-vertrackten musikalischen masterpiece, einmal mehr von needs. ich wünsche allen leserInnen eine möglichst gute zeit.




*

edit am 18.06.: von öffentlichen orten aus zu schreiben, finde ich immer mehr oder weniger anstrengend - aber letzteres nehme ich heute mal in kauf, um auf weitere, im deutschsprachigen raum ebenfalls ziemlich
abwesende informationen zur situation rund um fukushima hinzuweisen. der link führt zu einem englischsprachigen artikel, ich fasse die meiner meinung nach wichtigsten punkte mal zusammen:
  • die regionale verwaltung der präfektur iwate hat vor ein paar tagen neue und vor allem eigene strahlungsmesswerte veröffentlicht, die deutlich machen, dass sowohl die japanische zentralregierung als auch "tepco" die bevölkerung in japan weiterhin bewusst über ausmaß und gefahren der folgen des supergaus schlicht anlügen. in proben von gras aus landschaften 150 bis 200 kilometer nördlich des strahlenden schrotthaufens fand sich eine über den gültigen (und eh zweifelhaften) "grenzwerten" liegende cäsiumbelastung.
  • eine initiative von eltern, verschiedenen wissenschaftlern und am ende auch teilen der verwaltung verschiedener betroffener präfekturen hat zwischenzeitlich ein eigenes messnetz in gang gebracht und die ergebnisse auf einer karte (im link enthalten) dargestellt. und wie auf dieser karte zu sehen ist, erstreckt sich eine zone noch relativ "schwacher" radioaktiver belastung inzwischen auch weit in den süden hinein, u.a. deutlich richtung tokio. ich formuliere das bewusst kühl, wobei darauf hinzuweisen ist, dass es nach relevanten daten keine unschädliche radioaktivität im sinne von "folgenlos" gibt.
    jedenfalls machen beide meldungen in gewisser auch die info von neulich über den strahlenbelasteten grünen tee in anbaugebieten über 200 km entfernt von fukushima klarer - das alles zusammen bedeutet nichts anderes, als das die strahlenemissionen aus dem akw deutlich stärker sind, als die japanische zentralregierung und vor allem "tepco" ("wir bitten um entschuldigung!") bis heute einräumen
  • und der letzte teil des links bezieht sich auf etwas, was angeblich seit tagen in teilen des netzes als gerücht umhergeht und jetzt erstmals von einer japanischen zeitung aufgegriffen wurde: in der stadt koriyama, ca. 50 km vom akw entfernt, kommen vermehrt eltern mit ihren kindern in ärtzliche behandlung, weil die letzteren seit verschiedenen zeitpunkten im april teilweise wochenlang symptome wie nasenbluten, durchfall und eine allgemeine abgeschlafftheit aufwiesen. insgesamt wandten sich bisher ca. 50 familien mit kleinkindern verschiedenen alters an eine von einer ngo gegründete kostenfreie klinik in koriyama. die untersuchenden mediziner halten sich bisher mit endgültigen urteilen zurück, empfehlen aber weitere untersuchungen besonders der zahl von weißen blutkörperchen bei den kindern. diese ergebnisse sollten in der nächsten zeit bekannt werden.
und noch
das letzte vom schrottplatz.

*

im falle des zur insel gewordenen akw fort calhoun in den usa ist zu vermelden, dass sich die flut immer noch im langsamen anstieg befindet. beim schnellen surfen kam mir vorhin dazu eine empfehlung seitens örtlicher behörden in nebraska unter, sich von jedem kontakt mit dem wasser des missouri fern zu halten. begründet wurde das mit unspezifischem "schmutz", den die flut aus diversen quellen mit sich tragen wurde. das ist zwar bei einer flutkatastrophe durchaus nicht falsch, macht aber im zusammenhang mit den zuständen im betroffenen akw und der auch in den usa durchaus mangelhaften berichterstattung darüber einen - na, sagen wir beklemmenden, eindruck.

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