notiz: das "unsichtbare komitee" zur hiesigen debatte...

...über den kommenden aufstand - ich habe den text gerade erst selbst entdeckt und werde ihn noch ein paar mal lesen müssen, aber bereits beim ersten mal blieben mir besonders die folgenden passagen hängen:

(...) »Ich sehe sie, die vielen Unzulänglichkeiten, und ich bedaure sie, ja bekämpfe sie. Doch müssen wir froh sein, von allem Schlechten auf der Welt das am wenigsten Schlechte gefunden zu haben. Wir müssen hier aufhören, still halten, die Waffen niederlegen. Denn nach dem Gewaltmonopol bricht sich Bahn: das Chaos.« Man muss den Satz fünf, zwölf, hundert Mal wiederholen, bis der Schleier der Abstraktion fällt und seine Absurdität zum Vorschein kommt. Die Parteigänger des Gewaltmonopols sind sich sicher: Rational ist, eine Gesellschaft am Leben zu halten, in der Gewaltmittel aufs Unendliche angehäuft und, im Falle der Aktualisierung, in den Zugriffsraum einiger Weniger gestellt werden. Als naiv und utopisch gelten hingegen soziale Formationen, die sich dieser Irrationalität verweigern: all jene Räume, die sich in den metropolitanen Territorien bereits der Kontrolle der Maschine entzogen haben, und die neue, kommunale Wege des Zusammenlebens erzeugt haben; all jene Arbeit, die tagtäglich und in astronomischen Ausmaßen verrichtet wird, ohne dass Geld oder Zwang die Motivation zum Arbeiten herstellen; all jene Netzwerke und Nischen innerhalb des totalen Raumes, dort, wo die Argusaugen des Staates erblinden, in den Keimzellen der Selbstorganisation, an die die Gesellschaft nicht glauben will – weil sie eine ihrer letzten Wahrheiten aufs Spiel setzen: dass der Mensch ohne Staat zum Berserker wird.

In der Regel reicht allein der Hinweis auf den afrikanischen Kontinent, dessen imaginierte Finsternis uns erst die zivilisatorische Strahlkraft verleiht. »Sieh' genau hin! Wohin man blickt: Chaos regiert.« Neben Auschwitz, oder wahlweise dem Gulag, wird häufig genug auch Somalia als Kronzeuge für die Unmöglichkeit einer radikalen Alternative gehandelt. Zugleich ist das Land der mythische Ort, von dem man uns berichtet, dass der Mensch dort zu sich komme oder schon bei sich sei. Losgelöst vom staatlichen Sanktions- und Regulationsapparat, würde er endlich er selbst. Ein Monster: für sich wie für andere. Verschwiegen wird in dieser Konstruktion, dass dieser Mensch nicht ist, sondern bereits geworden ist. Wir kennen keine Gesellschaft, wo der Mensch zu sich kommt. Gesellschaft heißt gerade, dass er nicht bei sich ist. Er ist geworden in einer Umwelt, in der konkurrierende und hochgerüstete Gewaltmonopole über Jahrhunderte hinweg gewütet haben und in der sie nur fragiles, traumatisiertes und ausgebeutetes Menschenmaterial zurückließen, das sich in einem Wettlauf um das schnellere Sterben befindet. Selbst die Gewaltmittel lieferten sie mit und lehrten die so Subjektivierten die Mechanik der industriellen Vernichtung, bevor sie schließlich abzogen und schon bald begannen, über die Brutalität der »natürlichen« Zustände zu lästern, die sich ohne liberal-demokratische Gewaltapparate einstellten. (...)


spontane reaktion: treffer und versenkt, und zwar absolut zielgenau. mehr und weiteres
hier zum selberlesen.
sansculotte - 20. Dez, 01:04

Treffer?

Wieso Treffer? Wer wurde denn getroffen? Versenkt gar?

In dem Text werden "konkurrierende und hochgerüstete Gewaltmonople" angeklagt - einen solch anonymen und nebulosen Spiritus Rector zu treffen oder versenken ist schlichtweg nicht möglich. Die linken Traditionalisten kämpfen immer noch gegen das vage Prinzip des "Gewaltmonopols" und seine "Aktualisierung". Niedlich. Das erinnert an Don Quixotes Windmühlen und trägt etwas fast schon selbstaufopfernd Naives in sich.

monoma - 20. Dez, 01:27

wie du eigentlich bemerkt haben solltest...

... ist das ein abschnitt eines textes, der sich speziell mit den vielen deutschen medienreaktionen auf den "aufstand" beschäftigt - und genau dieser abschnitt geht auf ein "argument" ein, welches sich nicht nur in bezug auf den "aufstand", sondern weit darüber hinaus bei rechten aller coleur schwerer beliebtheit erfreut: die angebliche und "natürliche" wolfsnatur (aka bösartigkeit) "des menschen", die nur durch zucht, disziplin und eben das "gewaltmonopel" des staates (btw: was heisst hier eigentlich "vage"? knastmauern sind genauso wie tonfas bis hin zu panzern etwas sehr massives und keinesfalls "vage") unter kontrolle zu halten wäre. wer diesen mist glaubt, hat tatsächlich gründe, sich vor jeder emanzipatorischen strömung zu fürchten - "lassen wir alles lieber beim alten, wer weiß, was da ansonsten zum vorschein kommt..."

ich halte den zitierten teil diesbezgl. einfach für nachdrücklich demystifizierend. und nebenbei finde ich es sehr erfreulich, dass das "unsichtbare komitee" offensichtlich zumindest ansatzweise ein bewußtsein über die bedeutung der traumatischen matrix hat. und was ist an "konkurrierenden und hochgerüsteten gewaltmonopolen" falsch? ich betrachte das als platzhalter, zu ersetzen durch staaten, konzerne, religiöse institutionen, feudalherren & adel, diktatoren aller coleur etc.
sansculotte - 20. Dez, 01:44

Was ist falsch?

Der Mangel an Bewusstsein dafür, dass die "konkurrierenden und hochgerüsteten Gewaltmonople" tatsächlich nur Mittel zum Zweck sind und mitnichten ein selbständiges Agens darstellen. Die Blindheit gegenüber der Tatsache, dass jede "Aktualisierung des Gewaltmonopls" ihre Akteure braucht, ihre Protagonisten, die diese sehr konkreten Machtmittel nutzen und ausbauen. Die Weigerung, konkrete Personen und Personenverbände zu identifizieren und öffentlich zu machen, die Weigerung, anzuerkennen, dass diese Akteure die Instrumentalisierung der Machtmonople gezielt und planvoll betreiben, und dass wir beginnen müssen, der verhängnisvollen Desinformation über diese Akteure etwas entgegenzustellen, das mehr sein muss als nur Geraune über die "Platzhalter".
sansculotte - 7. Jan, 11:59

neuer text


demon driver - 16. Jan, 00:20

Der Feind

"Weltweit prangert er 'die Diktatur der Finanzmärkte' an (...). Die Blockade des Gazastreifens bezeichnet Hessel als das, was ihn am meisten empört."

Na herzlichen Glückwunsch. Da ist der Feind ja schon mal klar bestimmt.
sansculotte - 16. Jan, 12:51

Soso

Und wer ist nun der "klar bestimmte Feind"? Der Staat Israel, die Juden, internationale Investoren?

Na, herzlichen Glückwunsch. Da kann einer wieder mal nicht Religion von Staatsgebilde und verschiedenen Interessensgruppen unterscheiden. Eine Reflexerkrankung.
demon driver - 18. Jan, 17:46

Schade, ich hätte gedacht, dass sowas, wenn es denn schon nötig ist, auch mal ohne persönliche Unterstellungen und pathologisierende Beleidigungen diskutiert werden könnte.
demon driver - 19. Jan, 18:02

Der Feind

Vielleicht nochmal zur Klarifizierung.

Das ist zunächst völlig unabhängig davon, gegen wen sich der Irrtum richtet. Wer einerseits "eine Diktatur der Finanzmärkte" und andererseits "die Blockade des Gazastreifens" als so in etwa die zwei weltweit schwerwiegendsten bzw. "empörendsten" Probleme im Jahr 2011 u.Z. ansieht, der kann ja nun sowohl geoökonomisch als auch geopolitisch nicht richtig hingeschaut haben. Das mag man dem alten Herrn persönlich verzeihen – wenn ich mal so alt werden sollte, wer weiß, wie es dann um meinen Verstand bestellt ist. Das niedergeschriebene Resultat seines getrübten Blicks taugt aber deswegen nicht wirklich als Ratgeber. Wenn sich die Indignation, zu der er aufruft, nicht andere Ziele sucht, dann wird sie sich gegen das Falsche und gegen die Falschen richten.

Dass jetzt aber ganz konkret ein zu kurz gegriffenes Anprangern der "Finanzmärkte" tendenziell immer auch jenen Leuten als Stichwortgabe dient, denen das "Finanzjudentum" traditioneller Aufhänger für ihren Judenhass ist, und gleichzeitig die Empörung über den Gazastreifen im geopolitischen Zusammenhang eine klare Dämonisierung Israels darstellt, womit zwangsläufig eine Menge Juden mitdämonisiert wird, das macht die Juden nun mal faktisch – gewollt oder ungewollt, das will ich gar nicht beurteilen – zu Angesprochenen seiner Empörung.

Diese Feststellung basiert übrigens auf der exakten Unterscheidung zwischen dem Staat Israel, den Juden, internationalen Investoren and whatnot, nicht auf deren Nicht-Unterscheiden.
sansculotte - 19. Jan, 22:10

Da fehlt was

Eine Begründung wäre nett. Und vielleicht eine, die etwas mehr kann, als das Alter als verstandesschwach zu denunzieren.

Oder hältst du Argumentation für deine apodiktischen Sätzchen deshalb für verzichtbar, weil du dich innerhalb der Grenzen eines allgemeinen Konsens zu bewegen glaubst? Abgesehen davon, dass dies eine blatante Fehleinschätzung sein dürfte, gebe ich dir noch ein apodiktisches Sätzchen, diemal von Lichtenberg, obendrauf in dein ohnehin schon mit klischiertem Kitsch vollgezurrtes Gepäck: "Was jedermann für ausgemacht hält, verdient es am meisten, untersucht zu werden."

So, nun zu den Fakten: wenn man es einmal geschafft hat, die pro- und antisemitischen Denkschablonen beiseite zu legen, bleibt nichts anderes, als die bedauerliche Feststellung, dass die Landnahme der damals noch staatenlosen Zionisten in Palästina illegal war. Kein völkerrechtlicher Vertrag außer der verhängnisvollen Balfour-Deklaration hat das Vorgehen der damaligen terroristischen Gruppen gestützt. Die Enteignung der ansässigen Palästinenser erfolgte mit illegalen militärischen Mitteln und teilweise ungeheurer Brutalität. Ihre Vertreibung in Reservate kann auch durch die nachträgliche Anerkennung des Staates Israel nicht gerechtfertigt werden. Selbst unverdächtige Gewährsleute, wie der slowenische Kulturphilosoph Slavoj Zizek äußern sich wie folgt: "Die Palästinenser bezeichnen den Gaza-Streifen oft als 'das größte Konzentrationslager der Welt' - ein ziemlich drastischer und problematischer Vergleich, der aber im Laufe des letzten Jahres der Wahrheit gefährlich nahe gekommen ist." (frankfurter rundschau). In den Palästinenserreservaten werden tagtäglich die Menschenrechte mit Füßen getreten. Da Empörung nicht quantifizierbar ist, mag ich nicht beurteilen, ob der Gaza-Streifen das "empörendste" Problem ist. Ungeheuerlich ist es allemal.

Zum "Finanzjudentum" sag ich nix, weil mir das schlicht und ergreifend zu dumm ist.
demon driver - 20. Jan, 10:19

Da fehlt nichts

Ich habe begründet, nicht "apodiktisch", festgestellt, dass die Empörungsaufrufe des Monsieur Hessel, der mit seiner Veröffentlichung einen globalen Blick beanspruchen will, sich faktisch besonders gegen die Juden richten. Nicht mehr und nicht weniger.

Ich habe dabei nicht ein einziges Mal "Antisemitismus" gesagt und ich habe niemanden "verstandesschwach" genannt, geschweige denn damit irgendetwas zu begründen versucht. Das ist Deine Erfindung.

Was willst Du uns nun mit Deiner reichlich unangemessenen Empörung über diese schlichte Feststellung und mit dem Rückgriff auf die Früh- und Vorgeschichte des Staates Israel, der es auch Dir irgendwie besonders angetan zu haben scheint, nun aber sagen?

Dass Juden entgegen der Tatsache, dass Gaza, jetzt mal ganz unabhängig davon, wie man den Sachverhalt dort beurteilen mag, zum geopolitischen Hauptproblem des 21. Jahrhunderts erklärt wird, überhaupt nicht angesprochen wären?

Oder dass sie zu Recht angesprochen wären?

Aus Deiner Einlassung wird das nicht deutlich, aber eins von beiden muss es doch sein, sonst hättest Du ja keinen Anlass, meiner Feststellung zu widersprechen.
sansculotte - 20. Jan, 11:21

Ganz offensichtlich, lieber d.d.,


weißt du nicht, was du schreibst.

Zitat:

Wer einerseits "eine Diktatur der Finanzmärkte" und andererseits "die Blockade des Gazastreifens" als so in etwa die zwei weltweit schwerwiegendsten bzw. "empörendsten" Probleme im Jahr 2011 u.Z. ansieht, der kann ja nun sowohl geoökonomisch als auch geopolitisch nicht richtig hingeschaut haben. Das mag man dem alten Herrn persönlich verzeihen – wenn ich mal so alt werden sollte, wer weiß, wie es dann um meinen Verstand bestellt ist. Das niedergeschriebene Resultat seines getrübten Blicks taugt aber deswegen nicht wirklich als Ratgeber.

Das war deine "Argumentation". Kein einziges Faktum, kein einziges Sachargument. Stattdessen Auslassungen über den Verstand und den "getrübten Blick" des Herrn Hessel.

Da fehlt etwas.
demon driver - 20. Jan, 12:27

Ich sehe...

... keinen weiteren Begründungsbedarf. Da fehlt nichts.

Wenn wirklich immer noch nicht klar ist, wie sich meine Feststellung ergibt, und dass die persönliche Bemerkung gegenüber Monsieur Hessel damit nichts zu tun hat, dann kann ich nicht weiterhelfen, dann geht es um Spitzfindigkeiten, die nichts mehr mit der Sache zu tun haben, sondern darum, eine Auseinandersetzung auf persönlicher Ebene führen zu wollen. Dafür stehe ich nicht zur Verfügung.

Meine Fragen werde ich dementsprechend auch nicht mehr beantwortet bekommen, nehme ich an?
sansculotte - 23. Jan, 09:45

Jetzt überleg mal

Was willst Du [...] nun aber sagen?

Dass Juden entgegen der Tatsache, dass Gaza, jetzt mal ganz unabhängig davon, wie man den Sachverhalt dort beurteilen mag, zum geopolitischen Hauptproblem des 21. Jahrhunderts erklärt wird, überhaupt nicht angesprochen wären?

Oder dass sie zu Recht angesprochen wären?

Aus Deiner Einlassung wird das nicht deutlich, aber eins von beiden muss es doch sein, sonst hättest Du ja keinen Anlass, meiner Feststellung zu widersprechen.


Auf diese Art kannst du zu keiner Antwort kommen, weil die Frage unangemessen formuliert ist. Wenn du den reichlich engen und ziemlich gedankenfixierten Definitionsrahmen deiner Frage aber schließlich erweiterst und endlich zwischen Juden und der israelischen Regierung zu unterscheiden lernst, wirst du ziemlich rasch die Lösung für dein kleines Problemchen finden. Du musst nur den Blick von der Suppe lösen und über den Tellerrand schauen. Viel Vergnügen.

Und im übrigen gilt:

Affirmanti incumbit probitas.
demon driver - 23. Jan, 14:07

Unterscheiden

Die Antwort kommt nur deswegen nicht, weil sie die ideologische Zwickmühle sichtbar macht, in der Du mit deiner antiisraelischen Ideologie steckst.

Du glaubst doch nicht wirklich, Du könntest die Haltung der israelischen Regierung als etwas völlig vom Willen und den ureigensten und grundlegendsten Interessen der überwiegend jüdischen Bevölkerung Israels Unabhängiges hinstellen, die speziell in der Haltung zu Gaza zudem zu einem Großteil hinter der Regierung steht?

Du "verwechselst" Unterscheidung hier mit dem ideologischen Wegerklärungsversuch bestehender Zusammenhänge. Deine "Unterscheidung" ist der plumpe Versuch, mit rhetorischen Spitzfindigkeiten und Sophisterei simple Tatsachen wegzuerklären, um eine gegen Israel gerichtete Verblendung und Ideologie, die im übrigen ganz genauso abzulehnen wäre, wenn sie sich nicht ausgerechnet gegen Israel oder die Juden richtete, partout als die Juden in keinster Weise betreffend hinstellen zu können.

Du kannst aber nicht davon ausgehen, dass Dir das überall durchgehen gelassen wird.
sansculotte - 23. Jan, 15:11

Schon wieder übers Ziel geschossen

Es gibt auch in Israel Opposition und Widerstand gegen das derzeit laufende antipalästinensische Programm der Regierungsparteien. Im Jahr 2002 haben sogar Vertreter aus den Reihen der IDF unmissverständlich ihr Missfallen an der Besetzungspolitik, die sie durchzusetzen gezwungen waren und sind, geäußert:

http://www.nahost-politik.de/friedensbewegung/gush/westbank.htm

Im übrigen scheint es ein Tick von dir zu sein, ständig den Konnex zum Judentum zu suchen. Da gehen dann schon mal die Pferde durch und es kommt zu Ausritten in den Kräutergarten der Ideologen und solch humoristischen Einlagen wie "antiisraelische Ideologie" (welche ich mit dem Wort "antipalästinensich" zu konterkarieren versucht habe), "gegen Israel gerichtete Verblendung" usw. Und erneut galoppieren deine Behauptungen weitgehend faktenfrei daher.
demon driver - 23. Jan, 19:21

Nichts davon...

..ändert aussagenlogisch irgendetwas an dem, was ich hier sage, und was daraus folgt. Deine Logik ist so falsch wie Deine Ideologie. Ganz abgesehen davon, dass Du mit den Juden angefangen hast, nicht ich – und Dich nicht mal entblödet hast, gleich im ersten Widerspruchsexzess bis zur Vorgeschichte des Staates Israel zurückzugehen. Ist hier alles nicht Thema.
sansculotte - 23. Jan, 20:50

Muß ich

das jetzt noch ernst nehmen? Oder darf ich einfach mal laut lachen?

:-D

.
demon driver - 23. Jan, 23:43

Was Du ernst nimmst...

..., ist allein Dein Bier. Was ich schreibe, das ist ja im Grunde genommen auch völlig unwichtig, das muss niemand ernst nehmen – aber Du könntest mit dem Ernstnehmen ja im Eigeninteresse mal bei so Dingen wie der Realität und der Logik anfangen, das würde vielleicht helfen. Dann kämst Du irgendwann Leuten, die lediglich gesagt haben, "da ist der Feind ja schon mal klar bestimmt", nachdem da mal wieder jemand Israel für das größte Problem der Welt gehalten hat, vielleicht nicht mehr reflexhaft mit Dreck wie "Reflexerkrankung".
sansculotte - 24. Jan, 00:48

Hm, und ich sage lediglich,

da ist einer auf dem Weg vom Reflex- zum Zwangssymptom und weiters sage ich lediglich, dass zwanghaftes Schimpfen dem erkennbaren Anliegen nicht unbedingt sekundiert.

:-D

.
demon driver - 24. Jan, 08:16

Hätte...

...mich jetzt auch gewundert, wenn noch was mit Substanz gekommen wäre. Stattdessen nur ein neuerlicher Denkfehler: Als ob das Vorliegen oder Nichtvorliegen von "Schimpfen" ("Schimpfen"? Von wem stammte noch gleich die erste persönliche Beschimpfung hier?) irgendetwas an der Stichhaltigkeit in der Sache ändern würde. Aber Du darfst gerne weiter davon träumen, völlig richtig zu liegen, dass der Herr Hessel überhaupt niemals auch nur im Entferntesten in Israel ein maximal empörenswertes geopolitisches Problem gesehen hat, und ich werde Dir jetzt gerne auch das letzte Wort dazu überlassen, denn das hier ist mein letzter Akt von Zeitverschwendung zu dem Punkt. Immerhin weiß ich jetzt, dass die Diskussion mit Dir auch hier so sinn- und witzlos ist wie es wohl schon früher bei TP zutage getreten war; das wird unsere künftigen Zusammentreffen, wo auch immer das passieren mag, dann immerhin verkürzen und dann auch Mo's Blog nicht mehr so mit dem inhaltslosen Geplänkel vollmüllen (ich entschuldige mich an der Stelle für meinen Beitrag dazu, ich hätte das schon früher abkürzen sollen). [Edit 15:08: kl. Korrekturen]
demon driver - 24. Jan, 16:39

Zumal...

..., nur noch soviel an dieser Stelle, nachdem die "Finanzmärkte" des Herrn Hessel hier ja doch eindeutig zu wenig beleuchtet wurden, andere das viel besser erklären können als ich: http://www.exit-online.org/textanz1.php?tabelle=aktuelles&index=1&posnr=504
Wednesday - 20. Feb, 13:40

Um "die Verhältnisse" umzustürzen, helfen keine Demos und keine Initiativen, keine Aufklärung, solange der einzelne Abhängige, Leibeigene, Sklave nicht weiss, was ihn von innen heraus zerfrisst und von aussen müde haut. Das wird ihm leider auch kein Manifest erklären, dazu ist die herrschaftliche Demokratie-Simulation zu tief im Hirn verankert, also die Hoffnung auf Führer*, auf Wahlen, auf Reförmchen und ihre religiösen Begleiterscheinungen zu stark.

Wenn es so weit wäre, wird nur der bewaffnete Kampf die Herrschaft zerstören. Und woher die Waffen (nein, ein Pistölchen reicht nicht) und die Kampferfahrung? Ein bißchen Barrikade und Häuserkampf wird's nicht bringen. Davor schrecken die theorielastigen Linken zurück: vor dem echten, blutigen Kampf, mit schrecklichen Verlusten und der Gewissheit, danach nur vergessener Dünger für die Zukunft zu sein, und vor der Glorifizierung des Krieges: daß er uns gefallen könnte. :-)

* Es ist höchst amüsant zu beobachten, wie viele Leute (man erkennt das an "Meinungen" in diversen Medien) sich darüber erbosen, daß man dem Guttenberg zu nahe tritt. Da lügt einer und schämt sich keinen Moment, und das deutsche Volk bedauert ihn, hat Mitleid, denn da geht einer flöten, der einen strammen Führer abgegeben hätte, einer, der weiss, welche Posen in Uniform am besten taugen, einer, der forsch glotzen und frech reden kann, so meisterproper auf "ich-weiß-gar-nicht-was-man-von-mir-will" schalten kann, das ist schon was sehr Schönes. Die BürgerInnnen-Hirne rosten, aber das Rot ist leider nicht das des Umsturzes, sondern das der beleidigten Umnachtung, und meine Häme tut mir wohl.

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