Sonntag, 22. August 2010

notiz: (nichts grundsätzlich) neues aus der anstalt

liebe insassen der geschlossenen station der milchstraße,

heute möchten wir in einer weiteren folge unserer beliebten medialen rundblicke wieder einmal einen blick auf das vielfältige treiben unserer mitpatientInnen wagen. betrübliche verrückt- und tollheiten allerorten sind weiter zu verzeichnen und aufgrund der fülle sehen wir uns zum wiederholten male gezwungen, den focus eher auf die zwischenzeitlich angesammelten und zu kurz gekommenen fälle zu legen. die themen peak oil/öl sowie alles rund ums klima werden in nächster zeit mit eigenen beiträgen fortgesetzt.

*

zum tödlichen geschehen auf der diesjährigen
loveparade gibt es eigentlich nur soviel anzumerken, dass das erwartetet schauspiel seinen trostlosen verlauf nimmt - der ob ist immer noch im amt, und bis dato geht das gegenseitige fingerzeigen zwischen stadt, veranstalter und polizei / innenbehörden fröhlich weiter. einer derjenigen gründe, warum diese katastrophe länger als sonst üblich zumindest in teilen der öffentlichen aufmerksamkeit präsent ist, liegt neben dem offen erkennbaren skandalösen versagen aller organisatorisch beteiligten auch darin, dass von beginn an quasi auch ausserinstitutionell "ermittelt" wurde, und zwar von direkt involvierten genauso wie von etlichen, denen aufgrund des schauspiels nach dem unglück der mund offen stehen blieb. die fülle von besonders im netz verfügbaren augenzeugenberichten und videomaterial machte das in diesem fall und in einem solchen ausmaß zumindest hierzulande zu einer premiere; ich kann mich jedenfalls an nichts vergleichsbares erinnern. exemplarisch für die relativ zahlreichen seiten und blogs, die in der zeit nach der katastrophe versuchten, zur aufklärung beizutragen, sei hier nur auf loveparade2010doku hingewiesen, die sich mit der inzwischen so ziemlich alles öffentlich zugängliche material enthaltenen sammlung zu einer art portal für alle entwickelt hat, die sich jenseits der öffentlichen verlautbarungen selbst ein bild machen möchten. die seite sollte im gedächtnis bleiben, falls es irgendwann in ferner zukunft dann doch noch zu juristischen konsequenzen kommen sollte.

*

da ich vermute (und hoffe ;-), dass ein größerer teil meiner leserInnenschaft hier auch oder gerade trotz virtueller präsenz gerne umgang mit altmodisch analogen büchern pflegt, sei hier auf das
"Nichts" der autorin janne teller hingewiesen:

(...) "Kurz nach den großen Ferien beschließt Pierre Anthon, seine Klasse zu verlassen, weil ihm eben nichts etwas bedeutet. Er wird nie wieder in den Unterricht zurückkehren. Stattdessen sitzt er tagelang auf einem Pflaumenbaum in der Nähe der Schule und provoziert seine Kameraden mit Sprüchen: "In demselben Moment, in dem ihr geboren werdet, fangt ihr an zu sterben. Und so ist das mit allem." Oder er ruft ihnen nach: "Das Ganze ist nichts weiter als ein Spiel, das nur darauf hinausläuft, so zu tun als ob - und eben genau dabei der Beste zu sein." Und dazu wirft er mit reifen Pflaumen." (...)

ein stück sehr umstrittener, weil angeblich jugendverderbender, literarischer - nihilismus? klingt jedenfalls (und zwar nicht nur wegen den oben zitierten passagen) sehr interessant. als nachschlag gibt´s noch ein interview mit teller:
"Lehrer sagten, dieses Buch ist schädlich".

*

womöglich wird es auch etwas einfältige zeitgenossen geben, die solche bücher mitverantwortlich machen für etwas, was sich schon seit jahren als tendenz immer wieder in klinischen studien, krankenkassenreports etc. ablesen lässt:
"Jedes vierte Kind wird krank":

(...) "Hoher Leistungsdruck führt bei Kindern und Jugendlichen zunehmend zu psychosomatischen und psychischen Problemen. Rund ein Viertel der bis zu 18-Jährigen in Deutschland leiden nach einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) etwa an Kopf- und Bauchschmerzen, Unruhe, Depression oder Ängsten. In den 90er Jahren lag der Anteil noch bei etwa 20 Prozent, wie der Kinder- und Jugendpsychiater Prof. Michael Schulte-Markwort sagte. (...)

"Kinder sind heute unglaublich diszipliniert und leistungsbereit", betonte Schulte-Markwort. "Im Prinzip ist das ja etwas Gutes - aber nicht, wenn sie nicht mehr merken, dass sie sich überfordern, oder wenn ihre Eltern überhöhte Anforderungen stellen." (...)


im prinzip ist das ja etwas gutes - pfff. für wen denn eigentlich? und warum?

(...) "Ein großes Problem dabei: Diese Beschwerden sind häufig die "Eingangssymptomatik" für psychische Auffälligkeiten. "Wenn man das nicht behandelt, bilden sich psychische Symptome oder Störungen aus", sagte der Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychosomatik.

Ursachen für die zunehmenden psychosomatischen und psychischen Probleme seien Reizüberflutungen und hohe Anforderungen an Kinder - vor allem in den weiterführenden Schulen. "Das ist Ausdruck der veränderten Umweltbedingungen, unter denen Kinder heute groß werden." Eltern, Ärzte und Erzieher seien bei solchen Symptomen aber auch aufmerksamer geworden, betonte der Wissenschaftler: "Früher wurde das eher bagatellisiert und für unwichtig erklärt." (...)


letzteres würde ich eher noch mal differenzieren wollen, und zwar ungefähr so: 1. es gibt einen realen anstieg realer psychophysischer störungen. 2. es gibt eine tendenz (gründe gerade außenvorgelassen), früher eher als "normal" betrachtetes verhalten gerade von kindern im schlechten sinne zu pathologisieren 3. beides kann die bezugspersonen von kindern ins rotieren bringen. 4. letzteres dürfte besonders in bürgerlichen und materiell (noch) besser gestellten milieus der fall sein, weniger in der sog. unterklasse.

ich bin gerade unwillig, alles nochmal herauszukramen, aber gerade das thema vielfältig gestörter kinder / jugendliche hat hier in all den jahren im blog in verschiedensten zusammenhängen eine traurige rolle gespielt. bei interesse sehen Sie bitte im
index nach. dazu passt auch die folgende meldung im juni aus berlin: Immer mehr Erstklässler müssen zum Psychiater:

(...) "Besonders angespannt ist die Lage in den Problembezirken, in denen die Hälfte der Kinder zur sozialen Unterschicht gerechnet werden. Ausgerechnet hier sind die Ärzte so knapp, dass sich die Einschulungsuntersuchungen zum Teil bis in den August ziehen. In den Vorjahren war hier etwa jedem fünften Kind akuter Förderbedarf bescheinigt worden.

„Rund 20 Prozent der Kinder sind gefährdet“, bestätigt Michael Aster, Chefarzt am DRK-Klinikum Westend. Wenn man sie nicht „massenhaft opfern“ wolle, müssten sich die Schulen genau auf ihre Bedürfnisse einstellen. Das aber gelinge offenbar nicht überall, und dann würden „die Kinder, die scheitern, schnell in die Kinder- und Jugendpsychiatrie überwiesen“. (...)


das ist nebenbei auch ein weiteres lehrstück darüber, wie in diesem land die ökonomischen prioritäten gesetzt werden.

*

nicht nur bezgl. des obigen spielt dabei die entwicklung immer ausgefeilterer diagnostischer methoden und entsprechender technik ebenfalls eine rolle. das folgende lasse ich für den moment mal unkommentiert, halte es aber als
information für durchaus wichtig:

"Es könnte eine Revolution in der Autismus-Diagnose sein: Forscher haben eine Methode entwickelt, die die psychische Störung per Hirnscanner aufspüren soll. Der Test soll binnen 15 Minuten ein zu 90 Prozent sicheres Ergebnis liefern. (...)

Das Team um Christine Ecker vom King's College London hat die Hirnstruktur von Freiwilligen mit Hilfe eines Magnetresonanztomografen und einer speziellen Software präzise untersucht. Unter den Probanden befanden sich 20 Autisten, bei denen Diagnose zuvor anhand von IQ-Tests, psychiatrischen Interviews und physischen Übungen sowie Bluttests erfolgt war. Als Kontrolle dienten 20 gesunde Menschen und 19 Probanden mit Aufmerksamkeitsdefizit- oder Hyperaktivitätsstörung (ADHS). Die psychische Störung ähnelt in ihren Symptomen einigen Autismusformen.

Mit Hilfe des Magnetresonanztomografen und der Software untersuchten die Wissenschaftler die graue Hirnsubstanz der Freiwilligen auf bestimmte Veränderungen in Form, Struktur und Dicke. Das Computerprogramm war auf Basis von Daten aus Gehirnscans anderer Autisten erstellt worden, schreiben die Forscher im "Journal of Neuroscience" (Bd. 30, Nr. 32). Die Ergebnisse hätten sie sich als erstaunlich präzise erwiesen: Die Trefferquote habe bei 90 Prozent gelegen. (...)

Das Computerprogramm gebe sogar Hinweise auf die Schwere der Erkrankung. Schon in einem oder zwei Jahren könne man die Untersuchung klinisch einsetzen. Dazu müsste man nicht einmal neue Geräte kaufen, betonte Ecker. "Alles, was man braucht, ist ein Software-Update für die Hirnscanner." (...)


(die rechtschreibung des originals im ersten absatz habe ich mal korrigiert; den begriff "psychische störung" jedoch müsste man eigentlich aufgrund gleich mehrfacher unsinnigkeit in diesem zusammenhang rausschmeissen.)

*

auch nix neues, wenn ich mir nur mal entsprechendes material im index betrachte:
Der Konsum von Antidepressiva nimmt zu:

(...) "Demnach habe sich das Volumen der verschriebenen Antidepressiva unter Deutschlands Beschäftigten in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt: Im Vergleich zum Jahr 2000 gebe es eine Steigerung von 113 Prozent.

Statistisch gesehen erhielt jeder Berufstätige 2009 für acht Tage Medikamente zur Behandlung von Depressionen. Frauen erhielten im Schnitt mit 10,5 Tagesrationen deutlich mehr Antidepressiva als Männer, die Medikamente für sechs Tage verschrieben bekamen.

Zwischen einzelnen Bundesländern gibt es gravierende Unterschiede. Während die Berufstätigen in Bayern mit neun Tageseinheiten bundesweit das höchste Pro-Kopf-Volumen verschrieben bekamen, erhielten die Sachsen-Anhaltiner nur knapp sechs Tage Antidepressiva." (...)


lustig-bizarr finde ich ja die zitierte verwunderung darüber, warum ausgerechnet in bayern die verschreibungsquote am höchsten ist, wo doch gleichzeitig dort die "wenigsten psychisch bedingten krankschreibungen" zu verzeichnen wären. tja, diese welt ist halt voller rätsel - besonders, wenn man den kopf tief und fest im sand stecken hat.

*

die junge welt hatte neulich einen lesenswerten text rund um die zusammenhänge von medialer beeinflussung, schönheitsidealen, "selbstoptimierung" des "eigenen" körpers und essstörungen veröffentlicht - der eignet sich aufgrund der fülle an auslösenden assoziationen für eine ruhige stunde.
"Wow, das sieht aber geil aus". dazu empfehle ich nochmals verschiedene adäquate blogbeiträge hier - keywords sind dafür borderline, tattoos, piercing, models, popkultur und narzissmus.

*

abteilung evolutionsbiologie: unter der überschrift
Sex macht einsam gibt es bei spon ein eindrucksvolles beispiel dafür, wie man mit fehl- und kurzschlüssen sowie unzulässiger analogiebildung vermutlich in ihrem rahmen durchaus zutreffende wissenschaftliche beobachtungen in ein schäbiges stück ideologie verwandelt. das wird besonders hübsch deutlich im letzten absatz:

(...) "Es gibt keinen Grund, warum der Grad der Treue nicht auch bei Säugetieren inklusive den Primaten die Ausbildung eines sozialen Netzwerks beeinflussen sollte", sagt Griffin. "Sex behindert, zumindest was die Evolution betrifft, tatsächlich das Sozialverhalten."

So könnte der Mensch etwa von der Blattschneiderameise noch eine Menge lernen. Zumindest, wenn es um Selbstlosigkeit geht. Tag für Tag arbeiten die Insekten unentwegt für ihren Staat, schleppen Blätter zum Bau, zerkauen sie und ernähren mit dem Brei ihre Nahrungsgrundlage, einen Pilz - eine perfekte Symbiose. Jede der Arbeiterinnen ist ein kleines Puzzlestück in einem großen Kollektiv. Das soziale Geflecht kann aus zwei Gründen bestehen: Die Insekten sind sich genetisch ähnlich - die Arbeiterinnen sind Schwestern. Und sie sind unfruchtbar. Sexabstinenz hält den Ameisenstaat zusammen."


das hier selbstlosigkeit und sexabstinenz umstandslos als (positive) grundlagen für ein (menschliches) staatswesen dargestellt werden, ist eine wertvolle erkenntnis, die ich jedoch aller wahrscheinlichkeit nach leicht *hüstel* anders begreife als spon. ansonsten hat es sich dort offensichtlich auch noch nicht herumgesprochen, dass es zwischen menschen und (staatenbildenden) insekten doch so ein paar nicht unwichtige unterschiede gibt. aber insgesamt passen die aussagen des artikels durchaus zum zeitgeist, in dem sich ja sowieso heuschrecken und parasiten tummeln...

der vollständigkeit halber sei aber auch noch angemerkt, dass ich den oben zitierten letzten satz des forschers nicht grundsätzlich für falsch halte - es gibt durchaus formen von sexualität bzw. von pseudosexuellem verhalten, die ich selbst als hochgradig antisozial betrachten würde. überall da nämlich, wo sich machtbedürfnisse in sexualisierter art und weise ausdrücken oder sich quasi sexuell "maskieren". ich fürchte aber, dass der satz nicht unbedingt in diesem sinne gemeint wurde.

*

bleiben wir noch etwas bei der (sozio-)biologie, diesmal in der abteilung
olfaktorische belästigungen:

"taz: Deopflicht am Arbeitsplatz - das fordert Ursula Frerichs, die Präsidentin des Unternehmerverbands mittelständische Wirtschaft. Herr Hatt, warum stört uns Schweißgeruch so sehr?

Hanns Hatt: Das ist ein kulturelles Problem. Es gibt keine genetische Disposition, Schweiß als unangenehm zu empfinden. Durch unsere Erziehung definieren wir Schweißgeruch als negativ. Eltern erzählen ihren Kindern, sie würden nach Schweiß "stinken". Das war nicht immer so. Vor 200 Jahren war Schweißgeruch für manche Nasen durchaus attraktiv. Napoléon hat seiner Joséphine immer geschrieben: "Wasche dich nicht, ich komme!" (...)


finde ich persönlich ein sehr spannendes thema - ich fühle mich durchaus nicht von schweißgerüchen belästigt (klar, es gibt da durchaus ausnahmen), sondern in aller regel von aufdringlich-betäubenden parfüm- und sonstigen duftwolken, gerade in öffentlichen räumen. ebenfalls verzichte ich seit jahrzehnten auf deos und kann nicht sagen, dass das von anderen groß als störend empfunden wird.

(...) "Botox für die Achseln, die Schweißdrüsen entfernen lassen: Die Methoden zur Schweißhemmung werden immer extremer. Herrscht in unserer Gesellschaft ein Hygienewahn?

Wir haben mit der Zeit sicher ein gestörtes Verhältnis zu den natürlichen Dingen entwickelt, die unser Körper produziert. Im Moment ist die Gesellschaft in einer gegenüber Düften sehr zurückhaltenden Phase. Ich persönlich finde es schade, dass wir diesen Sinn so ausklammern.

Warum ist das so?

Wir leben in einer technologischen Welt und denken, wir kommunizieren gar nicht mehr auf diese Weise. Wir gehen nicht mehr mit offener Nase durch die Welt, sondern nur noch mit offenen Augen. Ich bin aber zuversichtlich, dass sich das ändern wird und wir uns in zehn oder zwanzig Jahren wieder mehr der Nase zuwenden. Man sieht das ja auch mit dem Rauchverbot in Lokalen. Da kommt wieder viel mehr Eigenduft zutage und plötzlich erstaunt es einen, was man alles wieder riechen kann.

Wenn unsere Gesellschaft Gerüchen so zurückhaltend gegenübersteht, verlernen wir dann auch das Riechen?

Riechen hat mit Übung zu tun und die Nase arbeitet 24 Stunden am Tag. Aber auch wenn wir nicht mehr so stark auf Gerüche achten, die Nase registriert sie trotzdem. Das heißt, die Duftinformation läuft ständig und verändert so unser Gehirn, beeinflusst unsere Erinnerungen und Emotionen. Würden wir die Düfte bewusst wahrnehmen, könnten wir mit den Informationen mehr anfangen. So entscheiden wir uns für etwas, wofür eigentlich der Duft die Ursache war, rechtfertigen unsere Entscheidung aber mit visuellen Faktoren." (...)


yo. das vergessen anscheinend die meisten, die sich da täglich einnebeln: gerüche sind informationen, und innerhalb unserer spezies auch und gerade im sozialen bereich relevant - ein satz wie "ich kann dich nicht riechen" verweist unmittelbar auf diese tatsache. es gibt da ja eine schon etwas ältere these, die sinngemäß ungefähr besagt, dass die verbreitung von synthetischen "wohl"gerüchen auch damit zusammenhängen würde, dass wir uns inzwischen bevorzugt auf relativ engem raum innerhalb großer städte tummeln und ein quasi "reiner" geruchstransfer von mensch zu mensch allerhand unerwünschte, weil das soziale leben sehr komplizierende, folgen haben würde; als herausgehobenes beispiel wurde dann immer etwas skizziert, was sich als territorialprobleme unter (männlichen) säugetieren bezeichnen ließe - fremdgerüche, die u.a. hormonell induziertes kampf- und revierverhalten induzieren würden. keine ahnung, wieviel da wirklich dran ist, wobei sich das teilweise für mich plausibel anhört. aber insgesamt finde ich, dass sich die abneigung nicht nur gegen fremde, sondern auch eigene körpergerüche bei vielen zeitgenossen durchaus als symptom der umfassenden entfremdung verstehen lässt. interessantes thema allemal.

*

so. fast zum schluß noch etwas, was ich als eines der bisher wenigen erfreulichen ereignisse dieses jahres in erinnerung behalten werde. meinen persönlichen sommerhit nämlich, der heisst "tightrope", kommt von janelle monáe aus new york, und ist teil des letzten albums von ihr, "the archandroid" - ein heutzutage seltenes exemplar aus der spezies der konzeptalben, welches sich thematisch mit sci fi-haften visionen der kommenden interaktionen von menschen und maschinen beschäftigt. und zu allem überfluss passt das ambiente des videos auch noch perfekt zu diesem beitrag...

also, wer auch nur den hauch von gefallen an black music - funk, soul - findet, sollte sich das nicht entgehen lassen. mich persönlich treibt der bass immer in den lachenden wahnsinn, und dazu ist der song voll von verschiedensten stimmungen und hat schlicht einen umwerfenden groove (herrjeh, ich rede schon wie ein verdammter werbetexter ;-) - aber in diesem fall: sei´s drum.




*

die musik ist auch durchaus als untermalung für das nun wirklich letzte fundstück für heute geeignet, welches mal wieder aus der beliebten rubrik "psychiatry meets popculture" stammt. und ganz im ernst:
haben wir das nicht immer schon geahnt?

"Der Psychiater Eric Bui diagnostiziert bei Anakin Skywalker eine Borderline-Persönlichkeitsstörung - und sieht in der Krankheit einen Grund für den Erfolg der "Star Wars"-Filme." (...)

(und ich finde, da ist durchaus nicht alles nur an den haaren herbeigezogen).

User Status

Du bist nicht angemeldet.

US-Depeschen lesen

WikiLeaks

...und hier geht´s zum

Aktuelle Beiträge

Es geht ihm gut? Das...
Es geht ihm gut? Das ist die Hauptsache. Der Rest...
Grummel (Gast) - 23. Jan, 21:22
Im Sommer 2016 hat er...
Im Sommer 2016 hat er einen Vortrag gehalten, in Bremen...
W-Day (Gast) - 23. Jan, 14:49
Danke, dir /euch auch!
Danke, dir /euch auch!
Grummel - 9. Jan, 20:16
Wird er nicht. Warum...
Wird er nicht. Warum auch immer. Dir und wer sonst...
Wednesday - 2. Jan, 09:37
Ich bin da, ein Ping...
Ich bin da, ein Ping reicht ;) Monoma wird sich...
Grummel - 15. Sep, 16:50
Danke, Grummel. Das Netzwerk...
Danke, Grummel. Das Netzwerk bekommt immer grössere...
Wednesday - 13. Sep, 10:02
Leider nicht, hab ewig...
Leider nicht, hab ewig nix mehr gehört.
Grummel - 12. Sep, 20:17
Was ist mit monoma?
Weiss jemand was? Gruß Wednesday
monoma - 12. Sep, 14:48
Der Spiegel-Artikel im...
Den Spiegel-Artikel gibt's übrigens hier im Netz: http://www.spiegel.de/spie gel/spiegelspecial/d-45964 806.html
iromeister - 12. Jun, 12:45
Texte E.Mertz
Schönen guten Tag allerseits, ich bin seit geraumer...
Danfu - 2. Sep, 21:15

Suche

 

Status

Online seit 7181 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 15. Jul, 02:08

Besuch

Counter 2


assoziation
aufgewärmt
basis
definitionsfragen
gastbeiträge
in eigener sache
index
kontakt
kontext
lesen-sehen-hören
notizen
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren