Freitag, 30. Dezember 2011

notiz: zwischenzeiten

ja, ich habe mich etwas rar gemacht die letzten wochen - primär sind´s zeitgründe, dann immer noch das angewiesensein auf fremde onlinezugänge. dazu kommt dann noch ein größeres engagement im (halböffentlichen) forum unseres örtlichen "echte demokratie jetzt"-ablegers. in der nächsten woche jedoch habe ich mehr zeit und raum, um mal zumindest einiges liegengebliebene aus dem dann vergangenen jahr nachzuholen. es war ohne jeden zweifel ein jahr mit diversen zäsuren, und ich würde einiges darum geben, einen zeitsprung von zwölf monaten unternehmen zu können - das nächste jahr muss und wird einige einschneidende entscheidungen zur zukunft dieser welt bringen.

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für die nächsten tage bietet sich das schauen des folgenden films an:




ich werde in der nächsten woche noch einiges zu meinen eigenen erfahrungen und eindrücken von und mit "occupy / echte demokratie jetzt" schreiben und spare mir deshalb an dieser stelle einen kommentar zum film.

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und sonst? die indexaktualisierung muss weiter warten; eventuell muss ich das teil für teil in angriff nehmen. da der fehlende zeitraum nun über eineinhalb jahre umfasst, wird das ein hübsches stück arbeit werden. die linkliste(n) werde ich mir ebenfalls noch mal anschauen; es gibt besonders bei den blogs ein paar kandidaten, die nachzutragen wären.

und zum schluß: danke an die leser und leserinnen hier für Ihre / eure aufmerksamkeit und die kommentare. kommen Sie gut rein und rüber.

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edit: hab noch was vergessen, und zwar zwei links auf interviews, deren themen und auch deren art & weise ich sehr interessant und ansprechend fand, und die sich beide auch für die nächsten tage zur lektüre eignen, weil sie etwas zeit voraussetzen. einmal wäre das
"Es gibt eine quasi-religiöse Sehnsucht der Menschen, etwas Überwältigendes zu erleben" - ein interview über die sich seit ca. mitte der 1990er jahre in europa wahrnehmbar ausbreitenden ayahuasca-"ritualkreise". es ist wahrscheinlich - neben lsd - die überhaupt stärkste bekannte psychoaktive mischung verschiedener pflanzlicher inhaltsstoffe, und hat eine sehr spannende geschichte, wie ich finde. weitere infos finden sich hier. überflüssig zu erwähnen, dass ich den konsum weder empfehle noch verdamme.

und dann wäre da noch ein interview mit zwei dozentInnen der "psychologischen hochschule berlin" zum oberthema
"Warum haben die Menschen psychische Störungen?". beide interviews berühren natürlich inhaltlich an vielen stellen dieses blog und haben auch untereinander etliche verbindungslinien; darum seien sie hier empfohlen.

Freitag, 16. Dezember 2011

notiz: "wir sinken nicht, wir sinken nicht, wir sinken ni...blubb"

statt vieler worte zur eindeutig tag für tag immer absurder werdenden zeit heute ein passender filmischer kommentar, entstanden vor jahrzehnten unter der regie von terry jones (mitglied bei monty python, wie sich unschwer sehen und hören lässt). passt perfekt.

Montag, 12. Dezember 2011

notiz: in der kommenden nacht...

...empfiehlt es sich für alle, die zeit und gelegenheit (ich habe weder das eine noch das andere gerade) haben, einen medialen blick auf die westküste der usa zu werfen:

westcoastportshutdown

das hat neben den zunehmenden aktionen in sachen zwangsräumungen und hausbesetzungen in den usa das potenzial dafür, eine echte kraftprobe in vielerlei hinsicht zu werden - über die häfen der westküste laufen faktisch alle china-importe, die reaktionen der hafen- und transportarbeiter werden interessant sein, und nicht zuletzt stellt sich auch wiederholt die frage, wie die staatsgewalt reagieren wird.

direkt zur mobilisierungsseite:
westcoastportshutdown.

vielleicht kann jemand noch livestreams nachtragen?

Samstag, 10. Dezember 2011

assoziation: und, wie geht´s so?

"mögest du in interessanten zeiten leben"

(chinesische verfluchung)


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yo, warum irgendwann irgendwer in china darauf gekommen ist, ist bei ansicht der täglichen nachrichten lebhaft nachzuvollziehen. wahrhaft interessante zeiten sind´s, so interessant, dass einem davon tag für tag nur noch übler wird. im folgenden rühre ich ein wenig in dem aktuellen interessanten gebräu herum und füge ein paar eigene gewürze bei - wohl bekomm´s!

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ich hatte mir neulich beim ersten kommentar
hier kurz überlegt, ob ich das so stehenlassen will - und dann fielen mir entsprechende analoge äusserungen aus all den jahren nach 2008 ein, die mal mehr, mal weniger, aber mit stetig zunehmender tendenz selbst in den foren von "spon", "zeit", "standard", "süddeutsche" etc. zu lesen waren bzw. sind - wünsche nach der guillotine, die erwähnung von laternenpfählen und bäumen mit namen von politikern und bankern in einem satz, selbst das gar nicht verschämte bedauern darüber, "dass die raf sich aufgelöst hat" - das sind analog zum krisenverlauf gar nicht so seltene sätze, die zu lesen sind. nun kann man das als verbalradikalismus, gefördert durch die scheinbare anonymität des netzes, abtun. ich empfehle eher, das als vorwarnzeichen zu betrachten. und zwar vorwarnungen bezgl. dessen, was sich im "kollektiven unbewussten" (den begriff verstehe ich, anders als c.g. jung, eher als metapher für handfeste und verbreitete psychophysische prozesse) möglicherweise zusammenbraut. ich bewerte das an dieser stelle nicht, weil mir persönlich das weder überraschend noch unverständlich vorkommt. eher ist die überraschung, dass bei all den tag für tag sichtbarer (und für immer mehr menschen global auch direkt spürbarer) werdenden zerstörungs- und zusammenbruchsprozessen im globalen system die gegenreaktionen nicht noch drastischer und auch militanter ausfallen, als das bisher der fall ist. möglicherweise ist das aber nur noch eine frage der zeit - die selbsternannten "eliten" jedenfalls tun alles dafür, diesen status quo zu ändern, während sie ihren status quo am liebsten für alle zeiten einzementieren würden. das wird aber so oder so scheitern - die frage ist eher, welcher art dieses scheitern sein wird.

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in der aktuellen "taz" ist ein interessanter beitrag zu lesen, der das scheitern auf breitester front für alle nichtmitglieder der "elite" nicht nur als wünschenswert, sondern als große chance begreift -
Wir wollen die Krise!:

"Hoch das Herz, nieder mit der Angst! Wir werden sie lieben, die Krise. Wir wollen die Krise. Uns ist langweilig! Wir wollen die totale Eskalation. Wir haben keine Lust mehr auf Rettungsschirme und Rettungsschirme und noch mehr Rettungsschirme. Das ewige "Immer weiter so" widert uns an. Wir wollen die Zerstörung, den Systemwechsel, den ultimativen Neuanfang. (...)

Die Zerstörung ist notwendig, damit etwas Neues entstehen kann. Warum sollten wir das alte System retten? Arbeitslosigkeit, globale Armut, Hunger, Umweltzerstörung, Finanzhaie, steigende Mieten, Hedgefonds, ungerechte Verteilung von Einkommen und Vermögen und so weiter und so fort. Weg damit! Systemwandel! Wir brauchen neue Regeln, eine andere Politik, ein gerechteres globales soziales Miteinander. Wir wollen gleiche Lebenschancen für alle! (...)

Raus aus dem stahlharten Gehäuse der Moderne, hinein in das fantasievolle Chaos. Die Krise würde die Langeweile zerstören. Niemand könnte sich mehr die Langeweile leisten. Wir müssten unsere Ärsche endlich von der Fernsehcouch erheben und neue Lebensstrategien entwickeln, um zu überleben. Weg mit der Angstkultur, her mit dem wahren Leben

Und diese gottverdammte Sinn- und Identitätssuche wäre auch beendet. Jeder würde von einer existenziellen Wucht getroffen werden, die ihm oder ihr den Sinn des Lebens direkt ins Gesicht schreien würde. Das wäre auch das Ende von diesem allerdümmsten Satz auf Gottes Erden: "Ach, wir leiden ja auf so hohem Niveau."

Ist das System erst einmal ruiniert, dann lebt es sich ganz ungeniert. Die Krise würde unser aller Leben wieder spannend und abenteuerreich machen. Adieu, Mittelmäßigkeit - tschüss, Versicherungsmentalität - auf Nimmerwiedersehen, Angstkultur.

Die Krise toleriert keine Mittelmäßigkeit, die Krise bedarf der Extreme. Die Fesseln der versklavenden Selbstzufriedenheit wären gesprengt, es würde zu einer ungeheuren Freisetzung von schöpferischer Energie kommen. Wir würden uns alle wieder lebendig fühlen, ja lebendig. (...)

Fühle dich umarmt, du wunderschöne Weltwirtschaftskrise! Zerstöre unsere Banken, zerstöre unser Geld, zerstöre unser Wirtschaftssystem, zerstöre unser sinnloses Dasein! Komm, Krise, und mach unser Leben wieder interessant!"


es gibt schon eine menge von kommentaren dazu, die neben etlichen interessanten argumenten auch eine deutliche polarisierung zeigen - was den artikel grundsätzlich schon mal rechtfertigt. ist das nun versteckte satire, ironie, oder ernstgemeint? so ganz schöüssig bin ich mir dabei noch nicht, obwohl ich grundsätzlich zum letzteren tendiere. denn nochmals klipp & klar ausgeprochen:
  • es wird nie wieder diese art wirtschaftswachstum geben, geben können, an das sich alle innerhalb der letzten jahrzehnte - faktisch seit dem weltkrieg II - in den westlichen ländern als anscheinend naturgegebene normalität gewöhnt haben
  • dieser letzterwähnte zustand wird in künftigen historischen rückblicken eher als einzigartige anomalie, als die illusionäre und mit realem blut, schweiß und tränen von milliarden menschen und anderen lebewesen aufgepumpte blase erscheinen, die er real immer gewesen ist
  • was nicht zuletzt fundamental mit der energetischen basis dieser "zivilisation" zusammenhängt, die real ebenfalls viel fragiler und instabiler ist, als wir es mit unseren ansozialisierten tunnelrealitäten wahrnehmen - und wahrhaben - können
  • aus diversen perspektiven betrachtet ist der kommende zusammenbruch absolut wünschenswert; nicht nur aus ökologischen erwägungen, sondern auch und gerade dann, wenn man sich die u.a. hier im blog vielfach thematisierten sozialen verwüstungen betrachtet, die dieses implizit zutiefst sinnlose system (ein system, welches "(ökonomisches) wachstum" als einzigsten relevanten daseinszweck, ja lebenssinn betrachtet, IST sinnlos!) zwangsläufig anrichten muss. die risiken in solchen historischen prozessen sind enorm und nicht zu unterschätzen, andererseits gefällt mir am artikel oben eben auch jenes "no risk, no fun" zwischen den zeilen. und tatsächlich zeugt es in meinen augen mehr von intelligenz, die absehbaren und teils schon laufenden umwälzungen zu antizipieren, auch und gerade emotional, anstatt alle kräfte damit zu verschwenden, das, was stürzen muss und wird, noch länger zu unterstützen
noch ein absatz aus dem artikel:

"Wir würden brutal, herzlich, niederträchtig, solidarisch und kaltblütig sein. Echte Gefühle, wahres Leben. Kein Gerede mehr von virtuellen Realitäten."

yo. gerade das letztere ist entscheidend - wir erleben gerade auch den finalen zusammenbruch der "konstruktivistischen epoche" (die auch als
"postmoderne" bezeichnet werden könnte), was konsequenterweise zwingend spätestens dann geschieht...

...wenn es blutig und schmerzhaft wird...

vor diesem skizzierten kontext werden sich zukünftige psychohistorikerInnen auch die frage stellen müssen, ob es analog dem im obigen link erwähnten phänomen der individuellen "selbstverletzung" auch etwas ähnliches auf kollektiver ebene gibt, eine art wunsch, der sich dann u.a. im breiten tolerieren und aktiver/passiver unterstützung von verhaltensweisen, vorgelebt und repräsentiert von den "eliten", manifestiert, die zu einem zivilisatorischen zusammenbruch führen müssen. das gemeinte ließe sich auch als wunsch nach einer karthasis verstehen. im gegensatz besonders zu orthodoxen psychoanalytischen strömungen halte ich aber solche prozesse nicht nur für symbolhaft, sondern für psychophysisch relevant, weil es im zusammenhang mit unserem dasein in dieser aktuellen gesellschaftsformationen auch immer um reale verantwortlichkeiten geht.

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und nicht nur verantwortlichkeiten, sondern auch um schuld. wobei ich den begriff gar nicht mal im moralischen sinne verstehe:



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die im video erwähnte "selbstbezogenheit" (eigentlich ein falsches und irreführendes wort, weil es hier um den terror von virtuellen egos geht, die erst dann überhaupt entstehen können, wenn das authentische selbst bereits geschädigt ist), ist implizit auch thema eines kommentars bei den
querschüssen, wo "paule panther" am 10.12. an fünfter stelle schreibt:

"Das Problem ist, daß die Maßlosigkeit der Bevölkerung (die meiner nach völlig korrekt attestiert wird und in meinen Augen nicht radikal genug sein kann, um das Bewußtsein der Massen für ihr eigenes Handeln zu sensibilisieren) vermischt wird mit der Annahme, daß die “Eliten”, die Politiker, Banker, Reiche usw. die Massen nur ausnehmen wollen und ihn deshalb jetzt die Finanzkrise untergeschoben haben bzw. unterschieben wollen um sie noch mehr zu schröpfen.

Es ist sicherlich so, daß die Masse immer ausgenommen und geschröpft wird, aber doch wohl mit wohlwollender Billigung derselben, da sie, genau wie die “Eliten” die Vorzüge dieser Wirtschafts und Lebensweise bis jetzt gar nicht mal so schlecht fanden.

Massenkonsum, Eigenheim, “Fortschritt”, “Kultur” usw. ist ja wohl doch ganz angenehm und hat bis zum jetzigen Zeitpunkt (jedenfalls im “reichen Westen”) nicht dazu geführt, daß die fleißigen Bürger aufgemuckt hätten und auf einmal gegen ihr eigenes Verhalten protestiert hätten.

DIe Bürger haben von den Finanzinnovationen und den Banken und den Zinsen (wer hat denn bitte ernsthaft geglaubt, daß 5, 6, 7 und mehr Prozent Zinsen längerfristig möglich sind auf Ersparnisse und Anlagen) profitiert.

Sie haben freiwillig ihr Geld angelegt, freiwillig an die Lügen geglaubt, daß sich jeder so aufführen kann wie er will ohne an die Konsequenzen denken zu müssen.
Die böse Finanzindustrie hat durch ihre Produkte und ihr Verhalten das Verhalten der Masse möglich gemacht. Ohne Innovationen, ohne Hebel (alles auf der Welt ist gehebelt), ohne Kredit ohne Spekulation usw hätte es die Party der letzten Jahrzehnte, Jahrhunderte gar nicht gegeben!

Und das wär natürlich auch nix für die verwöhnte Masse, die schon schreit, wenn mal 2 Tage die Sonne nicht scheint oder das I-Phone keinen Empfang hat.

Aber jetzt will natürlich niemand von dem System profitiert haben.

Ich wiederhol es immer wieder gerne: Die Bürger sind durch ihr Verhalten SELBST DER AUSLÖSER DES PROBLEMS!
Hätten sie keine “Eliten” oder andere “Eliten”, würden sie genauso handeln, weil sie kleine Kinder sind, die alles wollen aber ihr Handeln nicht abschätzen können.

Es wollen alle nur, daß es genauso weitergeht wie bisher, nur eben ohne negative Folgen.
DAS GEHT NICHT!"


im prinzip kann ich das so unterschreiben, mit zwei gewichtigen einschränkungen: erstens wollen nicht alle, "dass es genauso weitergeht wie bisher". auch, wenn es sich dabei nur bisher um eine kleine minderheit handelt, halte ich diese pauschalisierung für falsch. und zweitens steckt da auch wieder - leider - das beliebte ideologische konstrukt von der "selbstverantwortlichkeit" drin, die in der form, egal ob beabsichtigt oder nicht, dann zwangsläufig zur entlastung der "eliten" führt. diese aber dürfen und sollen dieses mal nicht mehr so relativ ungeschoren davon kommen wie in früheren zeiten - eigenverantwortlichkeit ist keine angeborene fähigkeit, sondern muss im sozialen zusammenhang erst erlernt werden. in dieser gesellschaft wird letzteres aber weitgehend durch komplexere prozesse auf vielen ebenen behindert und unterbunden, während der begriff dann gleichzeitig in form einer allgemeinen forderung als faktische keule benutzt wird, wenn leute aufgrund dieser behinderungen nicht in der lage sind, dieser forderung zu entsprechen. dazu kommt noch, dass unter eigenverantwortlichkeit im totalitären kapitalismus ausschliesslich die egozentrische fixierung auf den persönlichen profit, und zwar in allen lebensbereichen, verstanden wird. und vor diesem hintergrund wird der begriff dann zu einem klassischen
double-bind, einer situation, in der der betroffene nur verlieren kann, weil egal was getan wird, jede handlung nur zu nachteilen für sich führt - eigenverantwortlichkeit im systemisch gewünschten sinne führt mittel- und langfristig durch die gelebte antisoziale egozentrik zum zusammenbruch nicht nur der sozialen infrastruktur, während die "unfähigkeit", dieser eigenverantwortung nachzukommen, oft genug den gesellschaftlichen ausschluß - hierzulande exemplarisch anhand von "hartz-IV" zu sehen - mit sich bringt. in so einer situation hilft nur, den begriff neu und qualitativ anders zu definieren.

und zu dieser definition muss dann auch gehören, dass es durchaus unterschiedliche level von verantwortlichkeiten für das globale desaster gibt - klar sind persönliche verhaltensweisen wie vorlieben für billige urlaubsflugreisen, spritfressende autos oder auch maßlosen fleischverzehr kritikwürdig, aber das treiben von bankern, kriegsbefehle gebenden politikern und militärs oder auch folternden staatlichen institutionen ist anders und auf einer anderen ebene zu werten als das erstere. das eine lässt sich nicht mit dem anderen relativieren, aber das gilt aus meiner sicht in beide richtungen.

und das treiben all der narzisstischen antisozialen und/oder strukturellen soziopathen in den globalen führungspositionen muss und soll durchaus für sich bewertet werden, und das macht auch ganz persönliche konsequenzen für die betreffenden nötig.

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es läge in diesem kontext nahe, auch auf die seltsam anmutende briefbombe an ackermann einzugehen, aber dazu nur soviel: bei aller begründeten skepsis gehen mir entsprechende
ansätze, hier wie hartmut finkeldey gleich von einem "hoax" zu sprechen, durchaus auf die nerven. ja, klar gibt es spitzel und v-leute, provokateure und seltsame gestalten in politischen bewegungen - das war zu allen zeiten so. andererseits würde ich eher mal darüber nachdenken, dass möglicherweise diejenigen, die heute zum teil als aktivistInnen bezeichnet werden können, eben auch und vor allem kinder unserer gestörten zeiten sind, mit allen konsequenzen, die das hat - und vor dem hintergrund wird dann auch so ein phantom wie die "informelle fai" nicht unvorstellbar, die mich in ihren bisherigen (mageren) stellungnahmen von der struktur her eher an "anonymous" erinnert als an "klassische" bewegungen, auch und gerade anarchistische. womöglich haben sie das konzept der propaganda der tat im hinterkopf, dann aber fehlt noch eine ganze menge - diese aktionsform zeichnet sich eben nicht primär durch derlei aktionen aus. im übrigen würde ich bei diesem thema auch noch mal die lektüre einiger gedanken von günther anders empfehlen.

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die gerade erwähnte erwähnte "propaganda der tat" spielte u.a. historisch im vorrevolutionären russland eine gewisse rolle, was mir dann auch gleich die gelegenheit zur überleitung auf die aktuellen proteste dort gibt - in dem zusammenhang beweist insbesondere die us-regierung einen sinn für
bizarren humor:

(...) "Die US-Regierung appellierte an die Demonstranten und an die russische Regierung, keine Gewalt anzuwenden. Washington erwarte, dass sich Demonstranten wie Behörden friedlich verhalten, sagte Außenamtssprecherin Victoria Nuland. Die USA unterstützten das Recht auf friedlichen Protest überall in der Welt, auch in Russland." (...)

solche statements zur gleichen zeit abzulassen, während in boston vergangene nacht ähnliche szenen zu sehen waren wie aus vielen anderen us-cities in den letzten wochen...




...zeugt schon von einer besonderen art der realitätswahrnehmung. btw: die zahl der im zusammenhang mit occupy in den usa zeitweise oder auch länger verhafteten ist inzwischen auf landesweit über 6000 gestiegen. da muss sich putin schon noch anstrengen (was er zweifellos auch im falle des falles tun wird).

ansonsten nehme ich zu kenntnis, was sich in russland abspielt. bei der besonderen geschichte der gesellschaft dort - unaufgearbeites kollektives traumatisches erbe durch den stalinismus, autoritäres system mit deutlicher demokratiesimulation unter existenz verbreiteter mafiöser strukturen besonders in der ökonomie, starke nationalistische bis faschistische strömungen - halte ich das land für einen potenziellen krisenherd erster güte. die dortigen widersprüche werden irgendwann die bevölkerung dort ebenso zwangsläufig zum handeln zwingen wie anderswo auf dem planeten auch. möglicherweise sehen wir gerade die anfänge. achja, und für die vt-fraktion: natürlich ist es wahrscheinlich, dass sich die usa und andere westliche länder dort "oppositionell" engagieren. bloß lässt sich damit nicht die ganze hausgemachte dynamik erklären, und ebenfalls habe ich starke einwände gegen die tendenz dieser fraktion, die welt als quasi-marionettentheater zu sehen, wo eine ganz kleine minderheit die fäden zieht, während der große rest nur an den fäden tanzen kann. das ist schlichtweg eine reaktionäre anschauung, die nicht nur den opferstatus auf ewig festschreibt, sondern auch implizit die "eliten" mit "superkräften" und totalem durchblick mystifiziert. aber das hatte wir ja neulich schon mal.

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zum abschluß noch kurzes, zu beginn wieder aus den
usa:

"Die USA rüstet auf. Die Rede ist jedoch nicht von den Droh(n)gebärden gegen den Iran, sondern vom befürchteten Kampf gegen das eigene Volk. Das harte Vorgehen der US-Polizei gegen die Occupy Wall Street Demonstranten am Union Square in New York City und später in Oakland und an der Universität in Kalifornien war wohl erst der Anfang. Denn über das Pentagon-Programm „1033“ verschenkt das Verteidigungsministerium derzeit Militärausrüstung im großen Stil, berichtet The Daily. In diesem Jahr wurden so Granatwerfer, Hubschrauber, Militärroboter, M-16 Sturmgewehre und gepanzerte Fahrzeuge im Wert von 500 Millionen Dollar an Polizeidienststellen im ganzen Land verteilt. Ein neuer Rekord: Im letzten Jahr war es weniger als die Hälfte. Im nächsten Jahr jedoch soll die Aufrüstung noch einmal um 400 Prozent steigen.

Das Programm „1033“ wurde bereits 1997 ins Leben gerufen, um Behörden mit Ausrüstung und Hilfsmittelns zur Verfolgung von Drogendelikten und Terrorismus zu versorgen. Seitdem haben sich rund 17.000 Dienststellen mit Militärausrüstung im Wert von 2,6 Milliarden Dollar eingedeckt." (...)


na, da wird dann das bild des
panzers in tampa neulich gleich besser verständlich - solche ausrüstung will dann auch benutzt werden.

und wer noch vom letzten beitrag unten zu griechenland deprimiert ist, kann zur abwechselung den blick auch nach
spanien lenken:

(...) "Javier Hernando, Koordinator der Cáritas Madrid berichtet, dass sie seit Beginn der Krise 2008 über 300.000 Bedürftige versorgen müssen, fast doppelt so viele wie zuvor. „Vor allem immer mehr spanische Familien, die aus stabilen wirtschaftlichen Situationen stammen und infolge der Krise vom sozialen System ausgegrenzt werden, kommen zu uns.“ Wie die Zeitung El Páis mitteilt, stieg die Zahl der Sozialhilfeempfänger im Vergleich zum letzten Jahr um 80 Prozent.

Diesen Zustand bestätigen auch andere wohltätige Organisationen wie Sant Egidio, die ihr Volumen der Essensvergabe verdoppeln mussten. Die Obdachlosen-Organisation para el Desarrollo Solidarios berichtet von einem deutlichen Anstieg von Menschen, die vor allem Nahrung und Kleidung benötigen. Überdies können viele kein Geld für Gas, Wasser, Strom und Miete aufbringen." (...)


und, wie geht´s so?

Samstag, 3. Dezember 2011

notiz: zustandsbericht aus griechenland

ich hatte vor einigen wochen schon die schulkinder erwähnt, die im unterricht vor hunger ohnmächtig werden, oder aber auch die pflegekräfte einer psychiatrischen klinik, die hauptsächlich ihre zeit damit verbringen, nahrung für ihre patientInnen zu organisieren - das solche meldungen keine übertreibungen sind, macht eine momentaufnahme aus dem "gelben forum" deutlich - die autorin lebt als auswanderin in griechenland:

(...) "Was die soziale Lage vor Ort betrifft, so muss ich aufpassen, nicht in Katastrophismus und Gejammere zu verfallen. Nicht mich persönlich betrifft das, Gott sei Dank. Ich versuche das mal, in recht dürre Worte zu fassen. Die Krise hat nunmehr die „unteren Schichten“ voll erfasst. Die Medien sind mehr und mehr voll von Berichten über Hunger, Obdachlosigkeit, Verzweiflung. Auch in meinem Umfeld kenne ich nunmehr mehrere Familien, die vor dem absoluten Nichts stehen. Keine (NULL) Einnahmen, weil es ein soziales Netz in Griechenland nicht gibt. Sie sitzen in kalten Häusern (in Nordgriechenland derzeit Nachttemperaturen gegen Null, tagsüber maximal 10) und freuen sich, wenn Bekannte vorbei kommen und etwas zu Essen vorbei bringen. Ein wenig Brot zaubert ein Lächeln auf die Lippen.

Ich kenne Kinder, die keine Winterschuhe haben, keine warme Jacke. Es ist erschreckend, wie schnell das ging – und (mal ganz ehrlich), es macht auch sprachlos. Ich gehöre zur privilegierten Generation, ich kannte keine Not. Alles wenn dann nur aus dem Fernsehen oder Büchern. Jetzt ist es in der Nachbarschaft, bei Freunden angekommen. Wie gesagt, kein Gejammere. Nur eine Nachricht an alle, die so was immer noch nicht für wirklich möglich halten, für surreal da außerhalb des Erfahrungshorizontes: Es geht schnell. Sehr schnell.

Heute war ein relativ windstiller Tag. Die Luft ist durchzogen von Rauchschwaden. Über Thessaloniki hängt dicker Smog wie sonst im Sommer. Die Menschen heizen mit Holz. Heizöl ist zu teuer geworden. Heute wieder gesehen: Ein alter Mann, der einen Bollerwagen mit Reisig hinter sich her zog. (...)

An den Straßen verkaufen Menschen das, was sie grad anzubieten haben. Eier, ein paar Kräuter, selbst gestrickte Socken ...

Die „mittleren Schichten“ sind verzweifelt. Denn sie wissen, dass sie nur noch ein Schrittchen von all dem entfernt sind. Das Schlimmste ist wirklich die Hoffnungslosigkeit. Keiner weiß, wie es weiter gehen soll. Und die Troika spricht von weiteren Austeritätsmaßnahmen als Voraussetzung für das nächste „Hilfspaket.“ In Milliardenhöhe. Fünf Pensionsfonds sind pleite." (...)


behalten Sie das im hinterkopf, wenn Sie das nächstemal wieder die fratzen von merkel, sarkozy, lagrange, barroso, ackermann et al. irgendwo sehen - das ist das, was diese herrschaften real produzieren. und auch diejenigen, die immer von "schwarzmalerei" reden, sollten sich besonders das merken:

"Es geht schnell. Sehr schnell."

Mittwoch, 30. November 2011

notiz: kurznachrichten aus der welt des globalen widerstands [2. update am 03.12.]

heute findet in großbritannien ein landesweiter streik besonders des gesamten öffentlichen sektors - schulen, krankenhäuser, verkehr u.a. - gegen die kommenden spar- und streichungsorgien statt. aktuelle berichterstattung bspw. im liveblog des guardian, mit etlichen videos und photos. telepolis mit einem ersten fazit:

(...) "Die Gewerkschaften sehen den Streiktag als Erfolg. In Nordirland brach der gesamte öffentliche Personentransport zusammen. Staatliche Behörden mussten schließen. 18.000 von 20.000 Schulen blieben geschlossen. Erstmals wurde der Gesundheitsbereich landesweit bestreikt. Tausende Operationen fielen aus. Anrufe an die Polizei blieben unbeantwortet, da die zivilen Beschäftigten der Polizei streikten.

Das ist nur eine kleine Auswahl von bestreikten Bereichen. Zehntausende beteiligten sich an Demonstrationen in ganz Großbritannien, allein in Manchester über 50.000. Kopfzerbrechen hatte der Regierung im Vorfeld die Lage auf den Flughäfen bereitet, da hier die Beschäftigten der Ausländerbehörde streiken. Deshalb wurde unter anderem das Militär zur Durchführung von Passportkontrollen herangezogen." (...)


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die camps von occupy los angeles und philadelphia wurden in der letzten nacht geräumt; in la wurden dabei ca. 200 leute festgenommen, und ca. 1400 cops waren im einsatz:




für beide städte sind heute und in den kommenden tagen weitere aktionen angesetzt, analog dürfte es auch in anderen cities zu reaktionen kommen. das camp in la war mit an die 500 zelten eines der größten in den usa. ebenfalls angekündigt ist eine unmittelbar bevorstehende räumung von occupy oklakoma city.

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in ägypten haben hafenarbeiter in suez eine ganz besondere fracht
blockiert:

(...) "Es handelt sich um insgesamt 7,5 Tonnen Tränengas, das aus den Vereinigten Staaten nach Ägypten gebracht werden sollte. Das berichtet die staatliche Tageszeitung Al-Ahram. Die unabhängige Tageszeitung Al-Shorouk zitiert einen Zollbeamten, der von Wutausbrüchen der Hafenarbeitern berichtet, nachdem das Containerschiff „Danica" mit der Tränengas-Lieferung angelegt hatte.

Tränengas von „Combined Systems Inc.", einem Waffenproduzenten aus Jamestown, Pennsylvania, wurde von Sicherheitskräften in der vergangenen Woche gegen Demonstranten auf dem Kairoer Tahrir-Platz eingesetzt. Einige kamen durch direkten Beschuss ums Leben." (...)


vorbildliche aktion!

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neuigkeiten auch aus
spanien:

(...) "Die spanischen Indignados (Empörte) bereiten sich nun auf einen Generalstreik vor. Das wurde auf einer Versammlung am Sonntag in der Hauptstadt Madrid beschlossen. Zuvor waren Hunderte aus den verschiedenen Stadtteilen ins Zentrum gezogen, um dort vor dem Parlament gegen die Sparpolitik der Regierung zu protestieren. Aufgerufen zu dem Sternmarsch hatte eine der vielen Arbeitsgruppen, in die sich Bewegung strukturiert, die seit Mai mit vielen Protesten eine "wahre Demokratie" fordert und die harte Sparpolitik angreift. "Marschieren wir gemeinsam gegen die Krise und das Kapital zum Generalstreik", lautete das Motto, mit dem die Vorbereitungen nun aktiv in die Öffentlichkeit getragen werden." (...)

dazu ist ein revival einer alten tradition zu beobachten:

(...) "Dazu gehört, das Überwintern der Bewegung zu meistern, denn auch die Nächte sind in Spanien zum Teil schon empfindlich kalt. Plätze zu besetzen, um über die Strategien und Proteste zu debattieren, sei nun keine Option. "Wir überwintern in den selbstorganisierten Zentren und werden neue Gebäude besetzen", erklärt Higueras und verweist auf das "Hotel Madrid". Am zentralen Platz in der Hauptstadt, haben die Aktivisten am 15. Oktober das Hotel besetzt, als am internationalen Aktionstag im Land Millionen gegen die Sparpolitik auf die Straße gingen. (...)

So wurde auf der Versammlung nach der Besetzung des Hotels entschieden, es denen zur Verfügung zu stellen, die aus ihren Wohnungen geräumt wurden, weil sie wegen Arbeitslosigkeit ihren Kredit nicht mehr bezahlen konnten (Fotoreportage zum Hotel und seinen Bewohnern) "In Madrid werden täglich 300 Wohnungen geräumt, das ist sehr brutal", sagt Lorenzo. Man tue das, was eigentlich die Aufgabe des Staates wäre, der aber versage. Er empört sich darüber, dass auch mit Steuermilliarden gerettete Banken die Familien auf die Straße werfen lassen.

Im Hotel dienen untere Stockwerke für Versammlungen und der Rest ist Wohnraum. Weil es längst voll ist, wurde schon ein weiteres Wohngebäude besetzt, das aber gleichfalls schon voll ist. Die Belegung verwaltet die Plattform der Hypothekenbetroffenen (PAH), mit der die Empörten gemeinsam auch immer wieder Räumungen verhindern. Die Besetzungen haben sich längst im Land ausgebreitet. Auch in der katalanischen Metropole Barcelona wurden schon Gebäude für obdachlose Familien besetzt, in Sevilla eine leerstehende Markthalle und in Leon ein ehemaliges Landwirtschaftslabor." (...)


ebenfalls sehr nachahmenswert, und diese naheliegende idee der verhinderung von zwangsgeräumungen bzw. besetzung von geräumten wohnungen und häusern findet auch in den usa
anklang.

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der nächste globale aktionstag der unter den labeln "occupy" und "echte demokratie jetzt" arbeitenden bewegungen und gruppen ist für den
10. dezember unter dem motto "alternativer tag der menschenrechte" ausgerufen worden. zu dem, was sich allgemein innerhalb der deutschen und im speziellen im hiesigen ableger tut, folgt noch ein eigener beitrag.

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edit am 01.12.: die wildcat hatte ich öfter in den krisennews seit 2008 verlinkt; nun wird´s mal wieder zeit, da sie ein flugblatt eines us-amerikanischen linken online-magazins namens "Insurgent Notes" übersetzt haben, welches bei diversen aktionen vor allem an der ostküste verteilt worden ist und inhaltlich an das letzte thema oben - besetzungen - anschließt.
"Der nächste Schritt für Occupy Wall Street: HÄUSER BESETZEN, BETRIEBE BESETZEN":

"Nach zwei Monaten der Besetzungen und nachdem sie in Portland, Oakland und jetzt in Manhattan angegriffen wurden, könnte die Occupy-Wall-Street-Bewegung (OWS) heute kurz davor stehen, einen Schritt weiter zu gehen – die massenhafte Versammlung der StudentInnen am Union Square und die von ArbeiterInnen am Foley Square könnten versuchen, den zunehmenden Ruf nach einem Generalstreik in die Tat umzusetzen. Dann sollten nicht mehr nur Plätze, sondern auch Häuser im Hinblick auf den kommenden Winter besetzt werden. Darüber hinaus sollten Betriebe besetzt werden, wodurch die Arbeiterklasse das ganze System blockieren könnte. Dies wäre ein weiterer Schritt in die Richtung, die Verwaltung der Gesellschaft auf eine völlig neue Grundlage zu stellen. Was immer heute (am 17. November) und in der kommenden Aktionswoche geschehen mag, es ist an der Zeit, die Stärken und Schwächen der Platzbesetzungen in New York und in den ganzen USA abzuschätzen.

Es steht außer Frage, dass es sich hier um die wichtigste Bewegung handelt, die wir in den letzten vierzig Jahren auf den Straßen der USA erlebt haben. Allein schon die Tatsache, dass sie sich innerhalb weniger Wochen auf tausend Städte ausweitete, bezeugt dies. Das lawinenartige Anschwellen der «Forderungen» hat die gesellschaftliche und ökonomische Misere von vierzig Jahren, deren passives Erdulden nur von gelegentlichen Ausbrüchen des Widerstands unterbrochen worden war, mit einem Mal zu einer nicht mehr zu leugnenden Realität gemacht. Politiker, Fernsehikonen und diverse Experten sind völlig unvorbereitet von einer Bewegung erwischt worden, die in ihrem plötzlich völlig bedeutungslos gewordenen Universum nicht mehr mitspielen wollen. Auch wenn viele Statements der Bewegung wie aus einer »Wundertüte« zu stammen scheinen, hat sie es ganz zu recht vermieden, sich zu sehr mit bestimmten Forderungen, Ideologien oder Anführern zu identifizieren. Aus der jahrelangen alltäglichen sozialen Realität hat sie nur zu gut gelernt, nicht auf dieses Spiel hereinzufallen. Hinter allem steht das, was die Bewegung zum Ausdruck bringt: Die Ablehnung einer Gesellschaft, die immer mehr Menschen auf den Schrotthaufen wirft. Würde sich die Bewegung zu sehr auf irgendeine Wunschliste von Forderungen beziehen, würde sie zurückbleiben hinter ihrem eigenen tiefen Gespür dafür, dass sich alles ändern muss, und der Gewissheit, das nichts so bleiben kann, wie es ist.

Die wichtigsten Kräfte, die über das Potenzial zur Umlenkung dieser Bewegung in geordnete Kanäle verfügen (die Demokratische Partei und die Gewerkschaftsvertreter), ringen nun darum, die Bewegung zu kontrollieren, zu zerstreuen und zu unterdrücken, so wie sie es zum Beispiel im Frühjahr in Wisconsin1 geschafft hatten. Aber ganz so einfach gelingt ihnen das nicht.

Angesichts von Platzbesetzungen in tausend Städten verbieten sich vorschnelle Verallgemeinerungen. Die Medien hatten versucht, den Kern der Bewegung als jung, weiß, arbeitslos und »Mittelschicht« zu beschreiben – wobei letzteres sich zunehmend als irreführende Bezeichnung für die Arbeiterklasse entpuppt. Aber unabhängig davon, wie sich die Bewegung in der Anfangsphase zusammensetzte, hat sie sich in verschiedenen Städten durch die starke Beteiligung von Schwarzen, Latinos und älteren Menschen deutlich ausgeweitet (am sichtbarsten wurde dies bei der Massendemonstration zum Hafen von Oakland am 2. November2).

Wir wollen hier nicht näher auf die tausenden von Slogans eingehen – diese Vielfalt ist nur zu verständlich bei einer so jungen Bewegung, die zum großen Teil aus Menschen besteht, die zum ersten Mal in ihrem Leben eine solche Erfahrung machen. Vorstellungen wie die »1%«, »die Reichen sollen ihren fairen Anteil bezahlen«, »lasst die Banken blechen« oder »schafft die Zentralbank ab« finden sich dort genauso wie Angriffe auf den »Kapitalismus«. Mit der starken Konzentration auf die »Banken« wird sicherlich übersehen, dass die Quelle des massenhaften Elends in der Krise des kapitalistischen Systems, eines Systems der Lohnarbeit, liegt. Daher gibt es auch keine Vorschläge, die Krise durch den Aufbau einer Welt jenseits der Lohnarbeit zu überwinden, also durch eine sozialistische oder kommunistische Gesellschaft (wobei wir uns darüber im Klaren sind, dass diese Worte in allzu vielen Fällen missbraucht worden sind). Um zu einer solchen Orientierung zu gelangen, müsste offen über die Klassenfrage gesprochen werden. Es ist offensichtlich, dass sich die große Mehrheit der Menschen aus der Arbeiterklasse in den USA trotz ihrer Sympathien für die Bewegung nicht aktiv an ihr beteiligt – vielleicht nicht zuletzt deswegen, weil sie arbeiten und um ihr tägliches Überleben ringen.

Die Bewegung der Platzbesetzungen muss die kreative Militanz von tausenden Menschen auf der Straße nutzen, um die große Mehrheit zu erreichen, die manchmal nur ein paar Blöcke von den Straßenkämpfen entfernt ganz normal ihren Geschäften nachzugehen scheint. Die zunehmende Zahl von Aktionen gegen Zwangsversteigerungen und Zwangsräumungen hat zur Ausweitung der Bewegung beigetragen. Ein wichtiger nächster Schritt könnte darin bestehen, Häuser zu besetzen, um Orte für Versammlungen und dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, oder für Workshops und Veranstaltungen. Darüber hinaus sollte die Bewegung mit Arbeitsniederlegungen und Betriebsbesetzungen verbunden werden, wodurch in schärferer Weise als bisher die Frage des Privateigentums und die Frage »Wer herrscht?« aufgeworfen würde.

Ein nahe liegender Anknüpfungspunkt sind die anstehenden Tarifverhandlungen des Local 100 der Transit Workers Union (Gewerkschaft der Bus- und U-Bahn-FahrerInnen in New York City). Ein weiterer wäre die anhaltende Pattsituation zwischen dem Local 21 der Hafenarbeiter an der Westküste (ILWU) in Longview (Washington) und der EGT-Corporation, die massenhaft Streikbrecher einsetzt3. Oder die geplante Besetzung von fünf öffentlichen Schulen in Oakland zusammen mit Eltern und SchülerInnen, um ihre Schließung zu verhindern. Wir sind uns sicher, dass es der Bewegung im Rahmen solcher Aktionen nicht schwer fallen wird, zwischen den ArbeiterInnen an der Basis (die sich bereits bei einigen Gelegenheiten beteiligt haben) und den Gewerkschaftsbürokraten zu unterscheiden, die eine zahnlose „Solidaritätserklärung“ nach der anderen verabschieden, ohne die geringste, noch nicht einmal symbolische Mobilisierung.

Noch weniger müssen wir uns mit den Politikern der Demokratischen Partei aufhalten, allen voran der Bürgermeisterin von Oakland Jean Quan4, die versucht haben, die Bewegung für ihre eigenen Ziele zu benutzen, bevor sie dann die Bereitschaftspolizei schickten. Besetzungen sind jedoch nur ein weiterer Schritt: Darüberhinaus wird es darum gehen, die gesellschaftliche Produktion zu übernehmen, sie an unseren Bedürfnissen auszurichten und sie auf eine völlig neue Grundlage zu stellen. Was auch immer in der nächsten Zukunft geschehen wird, die Mauer des Schweigens über 40 Jahre lang aufgehäuftes Elend ist durchbrochen worden. Jeden Tag werden neue Angriffe auf die arbeitenden Menschen bekannt, während der globale Kapitalismus außer Kontrolle gerät.

Noch nie war so klar, dass die kapitalistische »Normalität« auf der Passivität derjenigen beruht, die unterdrückt werden, um das System zu retten. Mit dieser Passivität ist es vorbei – von Tunesien und Ägypten über Griechenland und Spanien bis nach New York, Oakland, Seattle und Portland. Heute stellt sich die Aufgabe, alles dafür zu tun, diesen point of no return zu erreichen, an dem die Verhältnisse danach schreien: »Wir haben die Chance, die Welt zu verändern – ergreifen wir sie!«


da stehen eine menge dinge drin, die ich so unterschreiben kann - angefangen von der hier kürzlich ebenfalls herausgestellten historischen bedeutung der bewegung für die usa bis hin zum umgang mit der forderung, forderungen zu stellen (bei der gegenwärtigen lage kann eine minimalforderung "an die eliten" nur lauten, analog den rufen in argentinien 2002: sie sollen alle verschwinden!)

und es wird klar, dass jetzt in der phase massiver landesweiter räumungen tatsächlich neue taktiken und strategien gefragt sind, primär um weitere bevölkerungsgruppen einzubeziehen, erst sekundär wegen des anbrechenden winters. insgesamt schöner text, gefällt mir.

*

zu der "forderung nach forderungen" gibt es auch ein schönes statement der von mir sehr geschätzten krimiautorin
sara paretsky bei occupy writers, wo sie schreibt:

(...) "When I look at Zuccotti or McPherson or Grant Park, I’m not surprised the Occupiers don’t have a fixed agenda. For decades, we’ve been like a tether ball in a schoolyard, pummeled by so much abuse from so many different directions that we’ve just spun around in circles. Now, the Occupiers are stopping the ball, and demanding that we play a new game, one where the one percent don’t get to pummel the ninety-nine." (...)

das gilt, in jeweils modifizierter form, grundsätzlich für alle länder mit kapitalistischer ökonomie, korporatistischen strukturen und demokratiesimulation.

neben occupy writers gibt es inzwischen auch weitere "kulturbranchen" mit support: so wären da einmal die
occupy filmmakers, und natürlich die occupy musicians, bei denen sich auch die "üblichen (prominenten) verdächtigen" finden, wie bspw. tom morello (rage against the machine), jello biafra (dead kennedys), oder auch john zorn. nicht auf der liste ist miley cyrus, absoluter mainstreampromi in den usa, die sich kurzerhand auf den zug gesetzt hat und ein bereits vor über einem jahr veröffentlichtes stück (schlechter) musik namens liberty walk neu aufgenommen, mit den bildern der letzten monate von strassen und plätzen unterlegt und das ganze den "tausenden gewidmet" hat, "die für das einstehen, an das sie glauben". mir hingegen fällt es angesichts der bisherigen glatten funktionalität von miss cyrus schwer zu glauben, dass sich da tatsächlich eigene gedanken manifestieren. wobei sie gewollt-ungewollt nun tatsächlich eine nicht unbeträchtliche zahl von teens und twens weltweit eventuell dazu bringt, sich mit occupy zu beschäftigen.

*

edit 2 am 03.12.: die "los angeles times" (via
huffpost) hat ein paar interessante statistische angaben zu den bei der räumung verhafteten veröffentlicht - danach waren die occupiers...

* between the ages of 18 and 79

* white, black, Hispanic and "other"

* mostly male (208 men vs. 78 women)

* employed in a wide variety of jobs, including office manager, actor, taxi driver, laborer, director, bartender, teacher, florist, barista, massage therapist, security guard, nanny and architect.


ich finde, das spricht für sich selbst.

*

afrika ist ein - bis auf nordafrika - in jeder hinsicht zu kurz kommender kontinent, auch was die berichterstattung selbst jenseits des mainstreams anbelangt. um so erfreulicher ist es, einmal nachrichten wie die folgende zu lesen:
occupy nigeria!

"A coalition of Civil Society in Abuja said that it would begin a mass protest come January 2012 tagged (Occupy Nigeria) over the controversial fuel subsidy removal.

This revelation was made today by the National Convener of the group ,Jaye Gaskia, at a press briefing. Gaskia said that the group would mobilize all Nigerian and other organized bodies for permanent street protest which would cut across the country if Government go a finally go ahead with the removal of the fuel subsidy.

The group which comprises of Action Aid , United Action for Democracy (UAD), Nigeria Labour Congress (NLC), Legislative Advocacy Center (CISLAC)." (...)"


es ist dabei von besonderer brisanz, dass sich der protest ausgerechnet an der streichung der subventionierung von öl und gas für die breite bevölkerung festmacht - nigeria ist bekanntlich ein wichtiger ölförderstaat, mit einem bis in die knochen korrupten politischen system unter der quasi-führung von
"shell":

(...) "Das Unternehmen habe schon vor Jahren Mitarbeiter in allen wichtigen Ministerien installiert. So sei Shell jederzeit über alle politischen Vorhaben und Entscheidungen in dem ölreichen Land informiert. "Sie wissen alles", sollen die Diplomaten berichtet haben. Managerin Pickard soll laut Guardian vor den Diplomaten sogar damit geprahlt haben, dass die nigerianische Regierung offenbar vergesse habe, wie tief sie von Shell infiltriert sei." (...)

zusammen mit den katastrophalen und ebenfalls durch die ölförderung bedingten ökologischen zuständen im land ist dieses land eigentlich ebenso überfällig wie etliche andere, eine potenziell revolutionäre massenbewegung zu erleben. für andere occupy-ableger weltweit bietet sich durch die rolle von shell dazu die möglichkeit, nicht nur praktische solidarität zu üben, sondern auch noch anhand der situation beispielhaft die zusammenhänge innerhalb der globalisierten kapitalistischen wirtschaft aufzuzeigen und selbst besser zu begreifen. dazu besteht ein direkter zusammenhang zum zukünftig immer dringlicher werdenden ölthema.

Montag, 28. November 2011

notiz: es ist wieder einmal montag, und die uhr tickt

heute nur kurz - vorgemerkt als themen sind u.a. ein rückblick auf den bundesdeutschen naziterror, und zwar nicht nur deshalb, weil mir diverse verharmlosungs- und beschwichtigungstendenzen bis hin in die "linksliberale" blogosphäre schwer auf die nerven gehen. dazu gibt es neues zum thema peak oil zu berichten, und weiteres in sachen occupy. aber wie gesagt, das kommt alles peu à peu.

*

passend zur kleinen
diskussion über den finalen abgrund unten kommt telepolis aktuell mit einer meldung über angebliche hochoffizielle britische vorbereitungen auf eine variante des finales, das "eurogeddon":

(...) "Wenn stimmt, was die britische Zeitung Telegraph berichtet, dann liegen die Pläne für Gegenmaßnahmen zum Eurogeddon schon nicht mehr in den Schubläden der Ministerien, sondern auf dem Schreibtisch. Ein ranghoher Minister soll der Zeitung verraten haben, dass die Regierung davon ausgeht, dass der Währungszusammenbruch nur mehr eine Frage der Zeit sei. Dass sich Merkel, Sarkozy und Monti gegen das Unausweichliche noch wehren - umso besser, sagt der Minister, so habe man mehr Zeit für die Vorbereitungen:

"It's in our interests that they keep playing for time because that gives us more time to prepare."

Laut Informationen der Zeitung hätten das Außenministerium und das Commonwealth Office längst Botschaften und Konsulate dahingehend instruiert, dass diese im Notfall Pläne bereit halten, die sich auf extreme Szenarien, namentlich soziale Aufstände und Unruhen, einstellen. Chaotische Reaktionen, "civil disorder", seien keineswegs auf Griechenland beschränkt. Die britischen Diplomaten sollten darauf vorbereitet sein, dass sie Zehntausenden von britischen Staatsangehörigen, die sich in der Eurozone aufhalten, helfen können, wenn sie nach einem Zusammenbruch des Euros mit Bankomaten außer Betrieb und ohne Zugang zu ihrem Konto zurechtkommen müssen." (...)


hier noch der
link zum originalartikel.

Samstag, 26. November 2011

notiz: unruhen in saudi-arabien

im märz dieses bemerkenswerten jahres hatte ich zu diesem land u.a. geschrieben:

(...) "eine der übelsten diktaturen des planeten, entscheidender öl-lieferant für den westen, nachweislich exporteur religiös-fundamentalistischen terrorismus in die ganze region - wenn und falls die ölprinzen fallen sollten, dann ist die ganze jetzige schon atemberaubende dynamik wahrscheinlich nur eine art vorspiel - die "mutter aller aufstände", wie ein entsprechendes szenario in us-amerikanischen foren gerne genannt wird, könnte von weltweiten massiven erschütterungen begleitet werden, bis hin zu denkbaren kriegerischen auseinandersetzungen in der region und dem endgültigen ausbruch einer neuen und schwereren phase der schwelenden weltweiten wirtschaftskrise, die dann angesichts der eh schon prekären situation vieler staaten tatsächlich das ganze globale system sehr sehr nahe an den finalen abgrund bringen würde. (...)

die diktatur sieht sich, wenn ich das recht verstehe, gleich vier potenziellen konfliktpunkten gegenüber: einmal ein kulturell-religiös motivierter, nämlich den bereits stattfindenden protesten der schiitischen minderheit im osten des landes. dann wäre da zum anderen die situation der vielen jugendlichen, denen keine langfristige perspektive geboten wird. drittens die - analog den kleinen golf-monarchien - vielen als arbeitskräfte ins land geholten migranten aus anderen arabischen staaten, aber auch aus asien, die weitgehend rechtlos am untersten ende der gesellschaftlichen hierarchie stehen. und viertens die wie kaum in einem anderen land so offen patriachalische herrschaftsstruktur mit religiöser verbrämung, die potenziell große teile der weiblichen bevölkerung quer durch alle klassen hindurch zur rebellion bringen könnte." (...)


mir ist völlig entgangen, was sich da seit ein paar tagen verschärft und vor allem im schiitischen osten des landes abspielt -
via daeva...



...der dazu schreibt:

(...) "Die im Video dokumentierten Proteste finden im Osten des Landes statt. Es ist ein wenig müssig festzulegen, wer am schlimmsten in Saudi-Arabien unterdrückt wird (Schiiten, Ausländer, Frauen, Schwarze), aber die Schiiten liegen dabei recht weit vorne. Im Gegensatz zu den tunesischen und ägyptischen Protestlern ruft man nicht “Hau ab”, sondern “Tod dem saudischen Königreich”.

und ein kurzer
artikel bei "spon":

(...) "Bei Unruhen im ölreichen Osten Saudi-Arabiens sind seit Montag vier Zivilisten ums Leben gekommen. Das berichtete das Innenministerium in Riad am Donnerstag. Neun weitere Menschen seien bei den Ausschreitungen in Al-Katif verletzt worden, darunter eine Frau und zwei Angehörige der Sicherheitskräfte.

Zwei junge Männer aus der Region, in der vorwiegend Schiiten leben, wurden bei einer Demonstration erschossen. Zwei weitere starben nach Angaben des Ministeriums, als "unbekannte Kriminelle" während der Trauerfeier für einen der Getöteten auf die Sicherheitskräfte schossen, die dann das Feuer erwiderten.

Das Ministerium erklärte, der "Aufruhr" sei das Ergebnis "ausländischer Planung". Damit ist nach Einschätzung von Beobachtern das schiitische Regime im Iran gemeint." (...)


letzteres kann sein, kann aber als behauptung ebenso nur propaganda sein - in sachen religiös verbrämter diktatur stehen sich beide regimes bei aller feindschaft prinzipiell recht nahe.

jedenfalls sollte eins klar sein: wenn sich diese unruhen intensivieren und ausbreiten sollten, dann ist bei der bedeutung dieses staates mein einleitender absatz aus dem märz durchaus als prognose zu verstehen, die eine hohe wahrscheinlichkeitschance hat. mit dem iran im hintergrund, peak oil vor der nase und den weiter laufenden revolutionären prozessen in der ganzen region kann uns dieses fass bei einer explosion auch hier mächtig um die ohren fliegen.

*

vieles andere muss gerade wieder liegenbleiben; ich werde versuchen, das innerhalb der nächsten tage nachzuholen. aber die nachrichten von oben gehören in meinen augen mit zu den wichtigen - und eindeutig unterbelichteten - dieser woche.

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