in eigener sache

Sonntag, 16. Mai 2010

aktualisierter index

während ich heute so am friemeln daran war, sind mir ein paar fragen durch den kopf gegangen - ich begreife den index wie schon früher erwähnt als einen service besonders, aber nicht nur, für neue leserInnen - es ist die einzige halbwegs praktikable möglichkeit hier, auch ältere bis sehr alte beiträge, die aber in einem quasi-themenblog wie hier deswegen nicht unbedingt inhaltlich irrelevant werden, auch weiterhin verfügbar zu halten (das archivtool hier bei twoday halte ich nicht für sehr gelungen).

deshalb werde ich trotz des recht großen arbeitsaufwands auch weiterhin unregelmässig aktualisieren. aber von meinen gedanken möchte ich aus purer neugier heraus dann doch mal eine frage loswerden (und würde mich über rege beteiligung freuen - auch, wenn´s hier nix zu gewinnen gibt):



wie nutzen Sie / Du den index ?

häufig bis regelmässig
manchmal bis (sehr) selten
nie
ich würde ihn bei einer noch detaillierteren verschlagwortung mehr nutzen

  Resultate

monoma, 18:32h.

Samstag, 24. April 2010

veränderungen in der blogroll und eine ausdrückliche leseempfehlung

als ich gestern mal so interessehalber in der bloglandschaft nach reaktionen auf den tod von alice miller geschaut habe, bin ich regelrecht erfreut über ein blog gestolpert, welches - neben allen anderen positiven aspekten - mir in gewisser hinsicht einen teil der arbeit hier abnimmt bzw. schon abgenommen hat: unter dem titel

Kriegsursachen, destruktive Politik und Kindheit

beschäftigt sich der autor sven fuchs dort ausführlich unter explizit psychohistorischen prämissen - angelehnt an autorInnen wie etwa lloyd deMause, arno gruen und auch alice miller - mit den gesellschaftlichen folgen der traumatischen gewalt vor allem gegen kinder in unserer spezies. ich konnte bisher vieles nur querlesen, werde aber mit sicherheit öfter links setzen. gerade der ansatz von deMause wird dort in einer ausführlichkeit und detailliertheit anhand von vielen themen behandelt, die ich hier einfach arbeitsmässig nicht schaffen würde (unabhängig von der bedeutung, die deMause hier im blog als einer von vielen für mich relevanten forschern hat).

besonders schön finde ich, dass sven fuchs dort eine beitragsreihe laufen hat, die ich als "psychohistorische biographieforschung" bezeichnen würde - ähnliches habe ich selbst hier bereits anhand von leuten wie saddam hussein, adolf hitler, aber auch isaac newton u.a. begonnen. als sehr informativen einstieg möchte ich zum reinlesen deshalb einfach mal die folgenden historischen persönlichkeiten empfehlen:
francisco franco, kaiser wilhelm II., napoleon bonaparte - es gibt noch wesentlich mehr ähnliche und auch positive beispiele, wie bspw. astrid lindgren - aber wie gesagt, konnte ich selbst erst einen kleinen teil querlesen. jedenfalls auf alle fälle und unabhängig von aller potenziellen kritik, die ich hier und da hätte, ein wirklich wichtiges blog und eine absolut erfreuliche entdeckung für mich, die ich allen leserInnen hier wie gesagt dringend empfehlen möchte.

*

im "capitalverbrecher" hat sich jetzt leider seit über einem jahr nichts mehr getan, deshalb entlinke ich das blog vorläufig. dafür kommen die
geheimrätin (meine antwort ist übrigens in arbeit) sowie feynsinn hinzu - wer sie bisher noch nicht kennt, sollte unverzüglich mit beiden blogs bekanntschaft schließen.

*

und sonst? ja, eine indexaktualisierung ist mal wieder überfällig *seufz* - ich sage mal, das passiert innerhalb der nächsten drei wochen.

Samstag, 30. Januar 2010

schon wieder...

... glück im unglück im januar - ich hoffe bloss, das das keine persönliche tradition wird.

der reihe nach: die letzten wochen habe ich mich hier rar gemacht, was zum einen mit eingeschränkten onlinezugängen, zum anderen mit viel nachdenken über das thema soziopathie und ihre möglichen auswirkungen auf ganze gesellschaften zu tun hatte. ich wollte - und will - hier den focus wieder mehr auf die "eigentlichen" kernthemen, d.h. die menschlichen psychophysischen zustände, legen. in dieser woche allerdings rückte das alles in den hintergrund, nachdem ich einen arbeitsunfall produzierte, bei dem ich noch wesentlich mehr glück hatte als im letzten jahr auf dem fahrrad.

wenn man auf einem gabelstapler sitzend rückwärts mitsamt dem gerät - etwas über eine tonne schwer - von einer hebebühne kracht, kann das sehr, sehr böse ausgehen - vor allem, wenn man dann noch mit dem hinterkopf auf steine, eis oder alte bahnschienen aufschlägt, vermutlich war´s von allem ein bißchen.

um es kurz zu machen: ein (leichter) unfallschock und eine ebenso im verhältnis leichte gehirnerschütterung sind vermutlich tatsächlich die mir bis heute am glimpflichsten vorkommenden möglichen folgen überhaupt bei einer solchen aktion. und langsam komme ich wieder klar, auch wenn mir der moment des unfalls immer wieder wie ein film vorbeizieht. zwei tage im gleichen krankenhaus wie vor zwölf monaten (dialog in der ambulanz "Sie kenn ich doch - waren Sie nicht erst neulich hier?" "das war nicht neulich, sondern vor einem jahr" "nee, das war doch erst kürzlich?" anscheinend herrscht in unfallambulanzen eine ganz eigene zeit), welches ich dann immerhin ohne krücken, aber mit einem bangen blick auf vereiste wege, verlassen konnte zwecks bettruhe zuhause.

leider weiss ich zumindest soviel über neurologie, um bei der vorstellung von kopfverletzungen unruhig zu werden - trotz ausgiebiger und befundloser diagnostik im krankenhaus, u.a. eine ct, gibt es da immer ein gewisses restrisiko hinsichtlich eventueller spätfolgen, die sich nicht vorhersehen lassen. aber damit muss ich für den moment leben. wie gesagt: nochmal glück im unglück, jetzt schon bei vier unfällen in den letzten drei jahren.

soweit erstmal zur erklärung für die vergangene ruhe hier. in der nächsten woche wird´s dann langsam wieder losgehen.

Donnerstag, 24. Dezember 2009

"früher war mehr lametta !"

zeitlos schön - die loriot´sche weihnachtsapokalypse bei familie hoppenstedt, incl. atomarem gau, fraglichen geschlechtsidentitäten und einem deutlichen hinweis auf die ausufernde verpackungsmüllproblematik ;-)



ebenfalls unverzichtbar die mörderische weihnachtsgeschichte aus dem tief verschneiten forsthaus:



"...vom knall geweckt
rümpft nur der hase
zwei- drei- viermal
die schnuppernase..."


in diesem sinne: machen Sie das beste aus den kommenden tagen.

Montag, 21. Dezember 2009

kurzer hinweis auf ein update...

...zum thema der hier vor langer zeit dargestellten zunahme von diagnostizierten kindern im autistischen spektrum speziell in den usa.

Sonntag, 29. November 2009

indexaktualisierung

für neue leserInnen möchte ich nochmal auf folgendes hinweisen: um vergangene beiträge zu finden, auf die ich ja oft genug bezug nehme - weil hier thematisch vieles aufeinander bezogen ist und ich nicht immer wieder jene grundlagen wiederholen möchte, von denen ich persönlich inhaltlich ausgehe - bietet sich einmal die seiteninterne suche unten rechts in der sidebar an - zu bedienen wie jedes andere beliebige suchfeld auch.

zum anderen habe ich damals beim beginn des blogs eine extrarubik, den
index, als service für die leserInnen eingerichtet. hier sind alle thematisch relevanten beiträge seit beginn des blogs zu finden, aufgeschlüsselt mit stichworten (wenn der titel des jeweiligen beitrags nicht für sich selbst spricht). ausnahmen sind weiterhin die rubriken definitionsfragen; in eigener sache und lesen-sehen-hören (in letzterer rubrik finden sich hinweise, tipps und teils rezensionen von filmen, büchern und anderen medien, die aus meiner sicht eine gewisse zeitlosigkeit besitzen, was ihre aussagen anbelangt - darum empfehle ich hier bewusst das herumstöbern).

letzteres gilt auch für den index, weil sich eigentlich auf keinem anderen weg besser für interessierte nachvollziehen lässt, worum es hier im blog geht und warum ich wie argumentiere.

die ganz aktuelle fassung sei ausnahmsweise hier direkt verlinkt:
assoziation, notizen 2009, notizen 2008, notizen 2007, notizen 2005 / 2006, kontext und basis.

fundamentale und kontroverse diskussionen sind im
index spezial gelistet.

(und um etwaiger verwirrung der stammleserInnen vorzubeugen: aus platz- und übersichtsgründen habe ich die rubriken basis und assoziation getrennt, am inhalt ändert das natürlich nichts.)

Samstag, 29. August 2009

zwischenzeitlich...

...war und bin ich nicht nur lohnarbeitsmässig etwas mehr ausgelastet als sonst, auch das bisher recht erfreuliche sommerwetter ließ mich meine zeit mehr in realen grün- als in den virtuellen räumen verbringen. dazu kommt noch mein sich verfestigender eindruck, dass sich große teile der gesellschaft bis zu den sog. wahlen unbeirrbar in den eigenen konstruierten welten bewegen wollen, was speziell, aber nicht nur, für die veröffentlichte "meinung" gilt. alles zusammen bildet den hintergrund für die derzeitige blogabstinenz - das nur zur erklärung besonders für die stammleserInnen.

*

da ich mich nun seit ein paar tagen mit symptomen herumplage, die ich selbst als vorzeichen einer möglichen grippe betrachte, und die mich seit gestern mehr oder weniger lahm- und flachlegen, möchte ich dann die gelegenheit gleich nutzen, einige herumflottierende gedanken loszuwerden. grippe ist dabei ein gutes erstes stichwort, hat kandinsky doch
neulich u.a. folgendes geschrieben:

(...) "So, sag mal hast du Erfahrung im privaten Bereich und im Foren Bereich Internet mit dem Thema "Schweinegrippe" ? Leute, die ich sonst für besonnen und klug gehalten habe, drehen bei diesem Thema durch und können es kaum erwarten bis sie sich impfen lassen können. Auch in den Internet Foren, bis auf wenige Ausnahmen(DasGelbeForum), sind kritische Anmerkungen scheinbar verpönt und "man" muß sich auf eine gehörige virtuelle Tracht Prügel einstellen, selbst dann, wenn Fakten für sich sprechen, wie zum Beispiel einige knochenhart korrupte "Wissenschaftler" bei der WHO, die diesem Irrsinn einer Pandemie, die keine ist, Vorschub geleistet haben, trotz gegeteiliger Beweise durch renommierte Wissenschaftler." (...)

nun, die sog. schweinegrippe - ich persönlich bevorzuge bis auf weiteres eher das attribut "nordamerikanisch", weil mir alles, was bei mir so an diesbezgl. infos hängengeblieben ist, auf diesen raum als ursprung hindeutet - ist bisher in meinem umfeld eher der anlaß für mehr oder weniger gute jokes - d.h., sie wird nicht ernstgenommen. ich weiß über einen arbeitskollegen von einer bestätigten infektion in dessen strasse, und ansonsten verfolge ich mit mässigem interesse die - hm, seuchenpolitischen und medizinischen vorbereitungen, soweit sie denn bekannt werden.

ich habe vor der grippe - egal, welche viren jeweils aktuell verantwortlich sind - respekt, aber bisher keine angst. respekt aus eigenen erfahrungen - meine letzte echte grippe ist jahre her, und ich erinnere mich mit unbehagen an eine sehr scheußliche woche - und dem wissen, dass es unter den bekannten infektionskrankheiten eigentlich keinen größeren killer gibt. dazu habe ich den eindruck, dass viele leute immer noch nicht von dem unsinn ablassen können, jede harmlose erkältung / schnupfen umstandslos mit einer grippe gleichzusetzen. zum letzteren kommt dazu noch die unterschätzung der tatsache, dass grippeviren sehr mutationsfreudige gesellen sind, und eben aus diesem grund teile ich auch die medizinischen einschätzungen, dass wir es irgendwann wieder mit einer globalen pandemie ernsterer natur zu tun bekommen werden. ob das jetzt schon der fall ist, vermag ich nicht zu sagen - die todesraten scheinen sich bisher in den grippeüblichen saisonalen rahmen zu bewegen, und auch der bisher bekannte krankheitsverlauf dürfte eher als vergleichsweise harmlos anzusehen sein, die diesbezgl. einschränkungen für die bekannten risikogruppen - menschen mit atemwegserkrankungen, ältere leute etc. - mal aussen vor gelassen.

impfungen finde ich, wenn überhaupt, nur bei absehbaren schwereren infektionsverläufen sinnvoll, und dann auch eher nur bei den benannten risikogruppen. über mögliche quarantäne und meldepflicht mache ich mir erst seit gestern aus gründen mehr gedanken, wobei für mich gleichfalls klar ist: wenn hohes fieber dazukommt, von dem ich bisher verschont bin, ist der gang zum arzt fällig. vielleicht ist es ganz sinnvoll, die klassischen grippesymptome noch mal aufzulisten:


* plötzlicher Krankheitsbeginn
* ausgeprägtes Krankheitsgefühl im ganzen Körper
* hohes Fieber bis 40 Grad Celsius
* Schüttelfrost
* Kopfschmerzen und Müdigkeit
* Gliederschmerzen
* Augentränen
* trockener Husten
* trockene Kehle
* angeschwollene Nasenschleimhaut
* Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen


ich stelle bisher bei mir 1, in maßen 2, 5, 8, leichten schnupfen und eine ebenso leichte übelkeit fest. und will mal hoffen, dass es dabei bleibt. interessant finde ich, dass mir bisher der appetit trotz übelkeit nicht vergangen ist, aber dafür die allgemeine mattigkeit dafür sorgt, dass ich teils selbst zum lesen zu schlapp bin - ja, und der morgen ist erträglicher als der abend (auch ganz klassisch).

insgesamt halte ich den medienhype zum thema für kontraproduktiv, weil er erstens abstumpfung befördert, zweitens aber auch auf paradoxe weise die potentielle gefahr verharmlost, indem einerseits die bisher größtenteils leichten verläufe hervorgehoben werden, andererseits aber immer die alarmglocke geläutet wird. sollte sich dieser virus in ein paar monaten als wirklich fieses ding herausstellen, kann da so ein effekt bei rumkommen wie bei der geschichte vom schäfer und den (zu vielen) wolfswarnungen - niemand mehr nimmt das ernst, um dann umso schlimmer unter die räder zu kommen.

das die pharmaindustrie dabei auch die glocken läutet bzw. läuten lässt, sollte nun wirklich niemanden mehr überraschen. und die spekulationen, dass es sich bei den medizinischen vorbereitungen - die ich grundsätzlich für geboten halte - nur um die maskerade eines quasi global geplanten notstandsregimes handelt, halte ich ganz ehrlich gesagt für einen mythos aus den weiten welten der verschwörungstheorien. so ein projekt würde tatsächlich die existenz einer strategisch weitblickenden und globalen lenkenden zentrale erfordern, für deren existenz ich keine anhaltspunkte sehe. und das bringt mich gleich zum nächsten thema.

*

hartmut finkeldey hat schon drauf
bezug genommen, mit etwas entgegengesetzter gewichtung auch das opablog - der artikel Unter Infokriegern schlägt weiterhin wellen und hat die "junge welt" inzwischen zu einem weiteren statement mit etwas ironischer note veranlasst. ich bin da nach wie vor zwiegespalten - einerseits verweise ich bspw. gerne (und berechtigt) auf gladio als geradezu paradigmatische reale verschwörung, andererseits muss ich auch aus dem basisbeitrag paranoia zitieren:

(...) "und am wichtigsten ist vielleicht die feststellung, dass es fließende übergänge zwischen real begründeten ängsten und paranoiden wahngebilden gibt - das ist eine situation, die für alle, die sich heute mit destruktiven gesellschaftlichen entwicklungen beschäftigen, sehr relevant ist - als beispiel sei hier nur der breite und bunte bereich diverser verschwörungstheorien genannt, bei dem sich mehr oder weniger große teile paranoiden denkens und fühlens ohne größere probleme finden lassen. gleichzeitig aber lässt sich ebenfalls hier auch der beleg für die oben erwähnte aussage finden, paranoia "sei bisweilen der beste weg, um mit dem leben fertig zu werden". der "gladio"-komplex bspw. enthält so ziemlich alle zutaten für eine wüste verschwörungstheorie unter beteiligung diverser geheimdienste, faschisten, geheimlogen etc. sowie verschwundenen zeugen, dokumenten, vertuschungsaktionen und intrigen - aber das alles war bzw. ist in einem gewissen sinne immer noch realität.

andererseits ließe sich auch sagen, dass derartige projekte ausdruck hochgradiger paranoia bei ihren protagonisten darstellen - die paranoia steckt hier nicht nur im detail, sondern ist geradezu systembedingt und womöglich in einem gewissen ausmaß auch systemkonstituierend." (...)


ich finde die position der "jungen welt" zwar in den grundzügen richtig, halte jedoch einen punkt für sehr ärgerlich: das nicht benennen der tatsache nämlich, dass sowohl formen als auch die inhalte grundsätzlicher linker systemkritik zu lange selbst in quasi esoterischer art und weise daherkamen (und noch kommen), und damit nicht unwesentlich zum aufblühen der vt-szene beigetragen haben. längst nicht alle, die sich in den benannten blogs und foren tummeln, lassen sich als nazis beschimpfen. und das durchaus authentische unbehagen an der heutigen ultrakomplexen gesellschaft lässt sich eben u.a. in personalisierungen und der suche nach zusammenhängen - auch da, wo womöglich keine sind, jedenfalls nicht solche - am leichtesten formulieren und ausdrücken. das hat direkt etwas mit den im paranoia-beitrag angesprochenen eigenarten unserer psychophysis zu tun, aber auch eben mit der erwähnten eklatanten schwäche vieler linker theoriemodelle. von daher ist nun das eindreschen auf diese szene von links zwar wohlfeil, aber eben auch heuchlerisch. und die unbezweifelbaren stärken vieler blogs und foren mit themen jenseits des mainstreams hinsichtlich der gewachsenen informationsmöglichkeiten fallen so ebenfalls unter den tisch.

*

zum schluß noch ein punkt, der mir verschärft - und nicht zum ersten mal - bei meinem kleinen
sommergespräch aufgefallen ist: die beziehungen und unterschiede zwischen dissoziativen zuständen und der soziopathie sind etwas, was ich thematisch in nächster zeit mehr aufgreifen möchte. die verwechslungsgefahr scheint mir hier sehr groß zu sein, und ich finde die für mich vorhandenen qualitativen differenzen, aber auch die unterschwelligen verbindungen zwischen zwei psychophysischen extremzuständen sowohl interessant als auch gesellschaftlich relevant. bis dahin: bleiben Sie - oder werden Sie - gesund!

Montag, 10. August 2009

heute nur der kurze hinweis...

...auf ein update zur situation in italien, wo seit dem vergangenen wochenende "bürgerwehren" "legal" streife gehen dürfen - wenn auch (noch) nicht in den gewünschten uniformen.

Dienstag, 7. Juli 2009

ein paar nötige anmerkungen...

...möchte ich dann zu diesem tösenden gezeter doch loswerden - wäre es nur die demonstrierte ignoranz, die offensichtliche unfähigkeit in sachen recherche und textverständnis sowie selbst die attitüde chronischen beleidigtseins, so würde das trotzdem bestenfalls zu einem "so what?" geführt haben. und könnte einmal mehr als beleg für das folgende gelten:

"virtuelle kommunikation ist nämlich in sich grundsätzlich immer und unter allen umständen eine simulative kommunikation. warum? weil die entscheidende bedingung der körperlich-materiellen präsenz der kommunizierenden wegfällt, was alle beteiligten zwangsläufig in den bereich der konstruktivistischen wahrnehmungssurrogate des objektivistischen bewusstseins hineinzwingt. ich kann mir niemals sicher sein, wer im chat, hinter der mail oder dem forumsnick steckt und noch weniger darüber, wie der aktuelle psychophysische zustand des anderen tatsächlich aussieht - beste projektionsflächen also, um sowohl meine eigenen fiktionen unterzubringen als auch zum objekt fremder fiktionen zu werden."

wenn dazu aber bei einem blogger im projizierenden delirium offensichtliche unterstellungen bis schlimmstenfalls glatte lügen kommen, werde ich bei so einem verhalten mehr als ärgerlich. der reihe nach: "momorulez" fühlte sich erkennbar durch
diesen beitrag bezgl. michael jackson so auf den schlips getreten, das er dazu u.a. die folgenden sätze produzierte:

(...)"Und da ich mich über diesen therapeutokratischen Quark da drüben immer noch ärgere, wo man dort in der eh schon anmaßenden Pathologisierung und Stigmatisierung von allem und jedem außerhalb eigenen, höheren Bewußtseinstufe sich selbst feiert, auch ‘ne Form von mentalem Faschismus, nicht umsonst hat Marcuse eine Erziehungsdikatatur gefordert, na, dass man da, ganz als Zensursula im Geiste, sich auch noch erfrecht, kritische Kommentare nicht freizuschalten, um stattdessen eine Horde hochnotpeinlicher Groupies um sich zu scharen, das macht mich dann doch kiebig."(...)

und so weiter und so fort quillt es da freigiebig mit derart konstruierten rundumschlägen, dass es beinahe mitleiderregend sein würde - aber eben nur beinahe.

da ich weder zeit noch lust habe, auf so einen müll satz für satz zu antworten, hier nur ein paar punkte ganz speziell an den autor:

1. kommentare werden hier generell nicht moderiert/freigeschaltet, sondern allerhöchstens von mir gelöscht - und das ist in all den jahren bisher viermal passiert - einmal wg. spam, einmal wg. erkennbarem scientology-hintergrund, und zweimal wg. inhaltlicher unverständlichkeit. alles andere ist sofort lesbar (und ich nehme auch nicht an, dass zwei weitere menschen mit administrationsrechten hier ohne information an mich irgendwas löschen würden). für einen technischen fehler gibt es bisher keinerlei anzeichen, und so bleibt also nur ein bedienungsfehler Ihrerseits oder aber eine form von böswilliger unterstellung (die in der art & weise eine glatte lüge wäre) übrig. aus dort nachlesbaren gründen moderiert werden einzig die beiträge im
gästebuch.

2. "mentaler faschismus": von jemandem, der sich mittels der eigenbezeichnung "demokrat und verfassungspatriot" sowie dem tapferen streiten für die "freiheit, sich selbst neu zu erfinden" selbst bis zur kenntlichkeit entstellt, ausgerechnet einen solchen vorwurf zu erhalten, lässt spontan das bild eines boomerangs in mir entstehen.

3. die kommentatorInnen hier sind mir bis auf ausnahmen durchaus unbekannt, und ich gehe bis zum beweis eines eventuellen gegenteils durchaus von ihrer selbstverantwortlichkeit aus. gleichfalls nehme ich mir die freiheit, nicht auf jeden kommentar zu antworten, selbst wenn ich inhaltliche differenzen feststelle.

4. auch bei einzelnen kommentaren Ihrerseits an verschiedenen orten in der vergangenheit war festzustellen, dass Sie offensichtlich nicht von der fixen idee abzubringen sind, ich würde in irgendeiner form für die klassische freudsche psychoanalyse eintreten. ist der grund dafür wirklich nur Ihre augenscheinliche unfähigkeit zur
recherche?

5. musik: ich bedaure, Ihre vorurteile doch arg enttäuschen zu müssen - von jazz- und 70erfunk über frühe electronic bis hin zu detroittechno, deep house, lounge, abstract hip hop und drum`n´bass reicht mein bevorzugtes spektrum - ohne das ich mir daraus allerdings eine - womöglich noch als irgendwie "widerständig" aufgepimpte - identität konstruieren müsste. diesen von Ihnen gehegten mythos der "popkultur" haben schon die sex pistols lächerlich aussehen lassen (btw: sid vicous würde ich übrigens durchaus in die reihe gestörter öffentlicher personen aufnehmen); spätestens aber die pogrome anfang der 1990er - "the kids are not alright". dämmert da was?

6. textverständnis: lesen Sie sich den entsprechenden abschnitt einfach noch mal durch, und Sie werden entdecken, das nicht nur Ihre bemerkungen bzgl. videoclips ein klassischer rohrkrepierer sind.

*

aus meiner perspektive würde ich den betreffenden autor durchaus in der rubrik der sog. "postmoderne" sehen, mit all den (de-)konstruktivistischen fatalen irrwegen, die sich heute aktuell u.a. in einer weitgehenden unfähigkeit gerade der verbliebenen "linken" zeigen, in den zeiten einer tiefgreifenden globalen systemkrise tatsächlich qualitative alternativen zu entwickeln und zu vermitteln. fragmente der bisherigen auseinandersetzung finden sich - für interessierte - in diesem blog bspw.
hier; einen schwerpunkt auf diesbezgl. erfreuliche entwicklungen in den kulturwissenschaften setzt zb. dieser beitrag. beide enthalten dazu viele weiterführende bloginterne links.

*

vielleicht wird eine der wenigen positiven wirkungen der krise auch sein, dass sie die sich in diversen rosaroten als-ob-welten befindlichen, von inszenierungen und events aller art - wie bspw. auch us-amerikanischen präsidentschaftswahlen - faszinierten demokraten (die das nur durch beständige ausbeutung anderer in all ihren finsteren variationen sein können) allesamt wieder in die zwar niemals (und glücklicherweise) perfekte, aber dafür authentische und einzig lebbare realität regelrecht zurückschleudern wird. was spätestens dann der fall sein wird, wenn das geld zur unterhaltung all der simulationen und pseudoidentitäten (durch mode etc.) nicht mehr vorhanden ist, oder aber schlicht die nötigen infrastrukturen kollabieren. ich prophezeie für diesen moment höchst erstaunte, fassungslose und letztlich auch verzweifelte gesichter - aber mein mitleid wird sich in diesem fall ausdrücklich in grenzen halten. denn dafür hat diese ganze "postmoderne" viel zu viele schäden angerichtet.

Freitag, 17. April 2009

the same procedure...

der aktualisierte index sei zum wiederholten male besonders allen neuen leserInnen hier zum stöbern empfohlen. und das nicht nur, weil ich mich immer wieder auf ältere beiträge beziehe, sondern auch darum, um den vielleicht nachdrücklichsten eindruck von der thematischen ausrichtung des blogs zu bekommen.

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Wednesday - 13. Sep, 10:02
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Grummel - 12. Sep, 20:17
Was ist mit monoma?
Weiss jemand was? Gruß Wednesday
monoma - 12. Sep, 14:48
Der Spiegel-Artikel im...
Den Spiegel-Artikel gibt's übrigens hier im Netz: //www.spiegel.de/spie gel/spiegelspecial/d-45964 806.html
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Texte E.Mertz
Schönen guten Tag allerseits, ich bin seit geraumer...
Danfu - 2. Sep, 21:15

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